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Auto mieten: So funktioniert die Abzocke

Ein Auto mieten für 29 Euro am Tag – das hört sich im ersten Moment doch wie ein Schnäppchen an. Doch der Schein trügt. Denn durch die versteckten Kosten kann sich der Preis für eine Woche Spanien auf vier Rädern schnell verdreifachen. Eine Beispielrechnung: Für eine Leihwagenversicherung berechnen Ihnen viele Firmen rund zehn Euro pro Tag – das ist ein angemessener Preis, wenn nicht noch die unverhältnismäßig hohe Selbstbeteiligung hinzukommt. Hierbei müssen Sie oft bis zu 20 Euro on top für eine Police zahlen. Günstig ist das sicher nicht mehr.

Sicherheit hat einen Preis – und zwar einen hohen

Sie sind das erste Mal in Spanien und kennen sich dort nicht wirklich aus? Dann hilft ein Navi weiter. Nur leider müssen Sie auch dafür tief in die Tasche greifen. Für die Bereitstellung des Gerätes fallen Kosten von knapp 18 Euro an – und zwar am Tag! Wenn Sie zudem noch ein Baby an Bord haben, dann wird es am Ende richtig teuer. Für die Nutzung eines Kindersitzes kommen weitere zehn Euro auf die Rechnung. In der Summe zahlen Sie also rund 100 Euro mehr, als das Angebot zunächst vermuten ließ.

Wie kann ich rechtlich dagegen vorgehen?

Wenn Sie beispielsweise in Spanien ein Auto mieten, können Sie im Nachhinein nicht gegen die versteckten Nebenkosten vorgehen – denn die stehen oft als Kleingedrucktes auf der Rückseite der Auftragsbestätigung und sind somit rechtlich geschützt.

Ob es überhaupt keine Möglichkeit gibt, sich gegen die Abzocke zu wehren? Doch, indem Sie es erst gar nicht zur Abzocke kommen lassen. So müssen Sie eine Versicherung nicht zwingend bei der Firma abschließen, bei der Sie das Auto mieten. Woanders sind die Preise oft geringer. Tipp: Fragen Sie vor Reiseantritt nach weiteren Kosten nach, die anfallen könnten. Die Mitarbeiter sind dazu verpflichtet, Ihnen Auskunft zu geben, sodass Sie während Ihres Urlaubs keine bösen Überraschungen erleben müssen. So sparen Sie sich eine Menge rechtlichen Ärger im Urlaub.