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Zwei Gasriesen machen Hoffnung

Wenn eines Tages die Sonne stirbt: Diese Planeten könnten das Szenario überleben 

  • Aktualisiert: 21.02.2024
  • 15:39 Uhr
  • Christina Strobl
Die Sonne ist elementar für das Leben: Ein Forscherteam fand jetzt Hinweise dazu, wie ein Leben nach ihrem "Tod" dennoch möglich sein könnte.
Die Sonne ist elementar für das Leben: Ein Forscherteam fand jetzt Hinweise dazu, wie ein Leben nach ihrem "Tod" dennoch möglich sein könnte.© Thomas Warnack/dpa

Die Wissenschaft rechnet damit, dass unsere Sonne in etwa fünf Milliarden Jahren sterben wird. Ein amerikanisches Forschungsteam fand nun interessante Hinweise.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein amerikanisches Forschungsteam fand Hinweise, dass Planeten den "Tod" der Sonne überleben könnten.

  • Bei der Entdeckung handelt es sich um zwei Gasriesen in der Umlaufbahn um weiße Zwergsterne.

  • Die Gasriesen sind den Planeten in unserem Sonnensystem ähnlich und haben das Erlöschen der heutigen Zwergsterne bereits überlebt.

Was wird passieren, wenn unsere Sonne stirbt? Ein mögliches Szenario wurde von Forscher:innen längst entworfen. Nun entdeckten sie aber Hinweise, dass einige Planeten in unserem Sonnensystem sogar überleben könnten.

Im Video: Neue Beweise - Hier könnte es Leben auf dem Mars gegeben haben

In fünf Milliarden Jahren wird die Sonne "sterben"

Die Sonne erhält uns am Leben, ohne sie ist kein Leben möglich. In etwa fünf Milliarden Jahren wird sie jedoch auf dramatische Weise sterben. Wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet, werden bis dahin die inneren Planeten unseres Sonnensystems bereits verschwunden sein. Weil sich die Sonne vor ihrem Erlöschen zu einem roten Riesenstern ausdehnt, wird sie Merkur, Venus, unsere Erde und den Mars verschlingen. Danach wird die Sonne schließlich zu einem weißen Zwergstern zusammenschrumpfen.

So weit der bisherige Wissensstand über das Schicksal der inneren Milchstraße-Planeten. Was jedoch mit den äußeren Planeten passieren wird, blieb bislang ein Rätsel. Nun entdeckten Wissenschaftler:innen aus Baltimore in den USA jedoch Hinweise, dass einige dieser Planeten womöglich überleben könnten.

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Forschungsteam gelangen Aufnahmen mit James-Webb-Weltraumteleskop

Dem Team unter der Leitung der Astronomin Susan Mullally vom Space Telescope Science Institute gelang es mithilfe des Weltraumteleskops James Webb (JWST) direkte Bilder von zwei Gasriesen in der Umlaufbahn um weiße Zwergsterne zu machen. Einer der Gasriesen ist demnach etwa so weit von seinem Stern entfernt wie Saturn von der Sonne, der andere hat etwa die Entfernung von Neptun zur Sonne.

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Unklar ist noch, ob es sich dabei wirklich um Planeten handelt oder doch um Hintergrundgalaxien. Letzteres ist laut dem Forscherteam jedoch eher unwahrscheinlich. Lediglich bei 1 zu 3.000 soll die Wahrscheinlichkeit liegen.

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Hoffnung auf ein Überleben von Milchstraße-Planeten

Dem Bericht zufolge sollen die Gasriesen eine Masse haben, die in etwa der von Jupiter und dem Siebenfachen von Jupiters Masse entspricht. Demnach sind sie vergleichbar mit Planeten, die sich in der Milchstraße befinden. Zwergsterne sind erloschene Sonnen. Da sich die Gasriesen in der Umlaufbahn dieser erloschenen Sonnen befinden, hätten sie dem Anschein nach deren "Tod" bereits überlebt, so die US-Forschenden.

"Sollte sich die Entdeckung bestätigen, wären dies die ersten beiden direkt abgebildeten Planeten, die sowohl in Bezug auf das Alter als auch den Abstand den Riesenplaneten in unserem eigenen Sonnensystem ähnlich sind", schrieb das Wissenschafts-Team in einer Studie auf dem Preprint-Server ArXiv. Gehe man davon aus, dass die Planeten ähnlich alt sind wie ihr Stern, dann müssten sie dessen "Tod" miterlebt und überlebt haben, hieß es darin weiter.

Im Video: Hinter Neptun: Forscher finden Hinweise auf erdähnlichen Planeten

Die Entdeckung soll weiter beobachtet werden

"Wenn sie mithilfe der gemeinsamen Eigenbewegung bestätigt werden, sind diese Riesenplaneten die ersten direkt abgebildeten Planeten, die in Bezug auf Alter, Masse und Bahnabstand mit den Riesenplaneten in unserem eigenen Sonnensystem vergleichbar sind", so das Team in der Studie.

Das Forschenden-Team schlägt vor, diese Planeten vorerst weiter zu beobachten. Eine solche Entdeckung, die Leben versprechen könnte, wenn die Sonne erlischt, sei alles andere als alltäglich.

  • Verwendete Quellen:
  • "Frankfurter Rundschau": "Überleben einige Planeten den Tod unserer Sonne? Forschungsteam findet Hinweise"
  • Cornell University: "JWST Directly Images Giant Planet Candidates Around Two Metal-Polluted White Dwarf Stars"
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