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Raumsonde Cassini

Planetenforschung: Der Saturn verliert seine Ringe

  • Aktualisiert: 09.06.2023
  • 14:17 Uhr
  • Stefan Kendzia
Forscher:innen haben herausgefunden, dass die Ringe des Saturn ihren Glanz verlieren, immer dunkler werden und sogar schrumpfen.
Forscher:innen haben herausgefunden, dass die Ringe des Saturn ihren Glanz verlieren, immer dunkler werden und sogar schrumpfen.© via REUTERS

Der Saturn ohne Ringe? Unvorstellbar. Nun haben Forscher:innen herausgefunden, dass das durchaus passieren kann. Die Ringe verlieren wohl stetig an Glanz, werden immer dunkler und sollen sogar schrumpfen.

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Die Saturn-Ringe sind seit jeher magisch und beschäftigen Forscher:innen seit mehr als 400 Jahren. Schon Anfang des 17. Jahrhunderts beobachtete der italienische Astronom Galileo Galilei den Saturn durch ein Teleskop - ohne zu wissen, was er da eigentlich zu sehen bekam. Heute wissen wir: Saturn verfügt über sieben Ringe, die zu fast 95 Prozent aus Wassereis bestehen. Die Ringe erstrecken sich fast 280.000 Kilometer von der Planetenoberfläche hinein ins Weltall.

Im Video: Neuer Spitzenreiter - Forscher entdecken 62 unbekannte Saturnmonde

Ringe des Saturn verlieren Glanz, werden dunkler und schrumpfen

Gerade weil die Ringe aus Eis bestehen, sind sie so strahlend hell. Neueste Studien der "NASA" legen allerdings nahe, dass das nicht von Dauer sein wird. Die Ergebnisse lieferte die NASA-Raumsonde Cassini, die den Saturn von 2004 bis 2017 umkreiste. Dabei sammelte sie Informationen über Atmosphäre und Ringe des Planeten. "Stellen Sie sich die Ringe wie den Teppich in Ihrem Haus vor", so Sascha Kempf, Physiker an der University of Colorado Boulder, der eine der Studien geleitet hat, die im Fachblatt "Science Advances" veröffentlicht wurde. "Wenn Sie einen sauberen Teppich ausgelegt haben, müssen Sie nur warten. Der Staub wird sich auf Ihrem Teppich absetzen." So kann man das mit den Saturn-Ringen vergleichen.

Eine Nasa-Studie zeigte bereits vor einiger Zeit, dass das Eis der Saturn-Ringe langsam auf den Planeten herabregnet und in 100 Millionen Jahren ganz verschwinden könnte. Auch die Fachzeitschrift "Icarus" vermutet, dass neben Staub auch Meteoriten die Eisringe bedrohen. Denn sie bombardieren Saturn andauernd und so verlieren die Ringe stetig an Masse. Nur noch 15 bis 400 Millionen Jahre sollen sie demnach existieren. Bis dahin könnten sie den Ringen von Uranus und Neptun immer ähnlicher werden - also dünner und dunkler.

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