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Hacker-Angriffe und verbale Attacken im Netz

Cyberkriminalität: Fast 70 Prozent der Internetnutzer betroffen

  • Veröffentlicht: 18.01.2024
  • 15:30 Uhr
  • Jessica Steffens
Sieben von zehn Internetznutzer:innen waren 2023 von Cyberkriminalität betroffen.
Sieben von zehn Internetznutzer:innen waren 2023 von Cyberkriminalität betroffen.© AdobeStock

Gehackt, ausspioniert oder beleidigt: Laut einer Umfrage des Digitalverbands "Bitkom" wurden 2023 fast 70 Prozent der befragten Internetnutzer:innen Opfer von Cyberkriminalität. Darum machen wir es den Täter:innen im Netz zu leicht. 

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Die Cybercrime-Bilanz für das vergangene Jahr sieht nicht gerade gut aus: 7 von 10 Internetnutzer:innen waren von kriminellen Vorfällen im Netz betroffen. Die repräsentative Umfrage des Berliner Digitalverbands "Bitcom" zeigt, wie viele Opfer von Hacker-Angriffen oder verbalen Attacken im Netz wurden. 

Neben dem Versuch, persönliche Informationen wie Passwörter zu erschleichen, kam es auch vermehrt zu Betrugs-Fällen beim Online-Kauf oder schweren Beleidigungen in sozialen Netzwerken. 

Im Video: "Bundesweite Krisenübung - was tun, wenn der Hacker kommt?"

Vor einem Jahr lag die Zahl der betroffenen Nutzer:innen sogar noch etwas höher, bei 75 Prozent.

Warum wir es den Täter:innen zu leicht machen

Die am häufigsten gemeldete Form der Cyberkriminalität waren Phishing-Versuche - Angriffe, bei denen versucht wird, per Mail, Kurznachricht oder Telefon, persönliche Informationen wie Passwörter herauszubekommen. Der größte Risikofaktor ist hierbei der Mensch selbst. Sechs Prozent der Befragten gaben an, infolge eines solchen Phishing-Versuchs die eigenen Zugangsdaten verloren zu haben. 

"Es wird den Tätern oft zu leicht gemacht", erklärte Bitkom-Präsident Wintergerst. Wichtig seien deshalb sichere Passwörter und eine zeitnahe Installation von Updates. Zugangsdaten sollten regelmäßig geändert und immer geheimgehalten werden. Bei ungewöhnlichen Nachrichten von vermeintlichen Familienmitgliedern oder Arbeitskollegen ist äußerste Vorsicht geboten.

Trotz der hohen Zahl der Betroffenen stellten nur 14 Prozent eine Anzeige bei der Polizei. Und die Aufklärungsrate der angezeigten Fälle ist um so ernüchternder: In keinem der angezeigten Fälle, die in die Umfrage mit aufgenommen wurden, konnte ein:e Täter:in ermittelt werden.

  • Verwendete Quellen:
  • Repräsentative Umfrage des Digitalverbands "Bitkom": "Bilanz Cyberkriminalität 2023: 7 von 10 Internetnutzern betroffen"
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