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"Unverantwortlich und gefährlich"

Scholz zu Trump: "Niemand darf mit Europas Sicherheit spielen"

  • Aktualisiert: 13.02.2024
  • 10:55 Uhr
  • Nelly Grassinger

Russland könne laut Trump tun, was es will, wenn NATO-Partner ihren Verteidigungsausgaben nicht nachkämen. Olaf Scholz kritisierte die Aussagen Trumps als "unverantwortlich und gefährlich".

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Das Wichtigste in Kürze

  • Bundeskanzler Scholz weist Äußerungen Trumps zu den Beistandsverpflichtungen der NATO zurück.

  • Der Republikaner sorgte bei einer Wahlkampfveranstaltung für Aufsehen.

  • Olaf Scholz betonte den Zusammenhalt der NATO-Partner.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die gemeinsame Verteidigung im NATO-Bündnis bekräftigt, nachdem Donald Trump das Schutzversprechen bei einer Wahlkampfrede infrage gestellt hatte. "Alle für einen. Einer für alle", sagte der SPD-Politiker am Montag (12. Februar) in Berlin bei einem Treffen mit dem neuen, proeuropäischen Regierungschef Polens, Donald Tusk.

Aus aktuellem Anlass wolle Scholz klar sagen: "Jegliche Relativierung der Beistandsgarantie der NATO ist unverantwortlich und gefährlich und ist einzig und allein im Sinne Russlands. Niemand darf mit Europas Sicherheit spielen oder dealen."

Trumps Aussage sorgt für scharfe Kritik

Der ehemalige US-Präsident Trump hatte bei einer Wahlkampfveranstaltung gesagt, der "Präsident eines großen Landes" habe ihn einmal gefragt, ob die USA das Land auch vor Russland beschützen würden, wenn es die Verteidigungsausgaben nicht zahle. Er habe geantwortet: "Nein, ich würde euch nicht beschützen." Vielmehr noch: Er würde Russland "sogar dazu ermutigen, zu tun, was auch immer zur Hölle sie wollen". Es war dabei unklar, ob es jemals so ein Gespräch zwischen Trump und einem Staatschef gegeben hat, denn der Republikaner sagte auch: "Nehmen wir an, das ist passiert." Trump will bei der US-Präsidentschaftswahl im November erneut für die Republikaner antreten.

Im Video: "Trump würde säumigen NATO-Verbündeten Schutz verweigern"

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Scholz betont Zusammenhalt der NATO

Scholz betonte bei der Pressekonferenz mit Tusk auch die Zusammenarbeit von Deutschland und Polen. Solidarität und gemeinsames Handeln seien unverzichtbar. "Ganz besonders in einer Zeit, in der Russlands Imperialismus unsere gemeinsame Sicherheit in Europa bedroht. Deshalb stehen wir füreinander ein, in der EU und in der NATO. Das heißt, und das ist mir ganz wichtig, die Sicherheit Polens ist auch unsere Sicherheit."

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  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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