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NATO-Drohung

Trumps Freifahrtschein für Putin - Röttgen warnt: "Gemeint sind wir Deutschen"

  • Aktualisiert: 12.02.2024
  • 17:27 Uhr
  • Anne Funk

Putin könne tun, was er will, wenn NATO-Partner ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkämen - sagt Donald Trump. CDU-Politiker Norbert Röttgen warnt: Damit erkläre der Republikaner vor allem auch Deutschland zu Freiwild.

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Ex-US-Präsident Donald Trump sorgt einmal mehr mit seinen Äußerungen für Aufruhr: Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber würde NATO-Partnern, die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen, nach eigenen Angaben keinen Schutz vor Russland gewähren. Das machte er bei einer Wahlkampfveranstaltung am Samstag (10. Februar) im US-Bundesstaat South Carolina deutlich.

Trump: Russland ermutigen zu tun, was sie wollen

Der "Präsident eines großen Landes" habe ihn einmal gefragt, ob die USA dieses Land auch dann noch vor Russland beschützen würde, wenn es die Verteidigungsausgaben nicht zahle. Trump habe geantwortet: "Nein, ich würde euch nicht beschützen." Er würde Russland "sogar dazu ermutigen zu tun, was auch immer zur Hölle sie wollen". Dabei war allerdings unklar, ob es jemals so ein Gespräch zwischen Trump und einem Staatschef gegeben hat, denn der Republikaner sagte auch: "Nehmen wir an, das ist passiert."

Im Video: Bundesregierung bereitet sich auf Trump-Sieg vor

Bei CDU-Außenexperte Norbert Röttgen schrillen allerdings bereits die Alarmglocken ob dieses Freifahrtscheins. Man müsse sich auf die Möglichkeit vorbereiten, dass Trump die US-Wahl im Herbst gewinnt, so Röttgen gegenüber "Bild". "Die NATO würde das in eine existenzielle Krise stürzen, weil Donald Trump das Verteidigungsbündnis rein transaktional versteht: Wer aus seiner Sicht nicht ausreichend zahlt, wird von den USA nicht beschützt. Diese Staaten erklärt er zum Freiwild - gemeint sind in erster Linie wir Deutschen."

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Daher müsse Deutschland "verstehen, dass wir schon bald gar keine andere Wahl mehr haben könnten, als uns selbst zu verteidigen und das in einer Zeit, in der in Europa Krieg herrscht". Das müssten wir "als Europäer" schaffen, so der CDU-Politiker. Alles andere wäre "eine Kapitulation vor Putin". Konkret würde das bedeuten, dass Europa die Rüstungsproduktion "massiv" hochfahren müsse.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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