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Abzocke per Nachrichtendienst

Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche per WhatsApp

  • Aktualisiert: 27.01.2024
  • 15:34 Uhr
  • Nelly Grassinger
WhatsApp wird viel genutzt - und damit auch oft von Betrüger:innen eingesetzt, um an Daten und Geld zu kommen.
WhatsApp wird viel genutzt - und damit auch oft von Betrüger:innen eingesetzt, um an Daten und Geld zu kommen.© Fabian Sommer/dpa/dpa-tmn

Neue Betrugsmaschen im Netz tauchen immer wieder auf. Die Polizei warnt nun vor einer besonders dreisten WhatsApp-Abzocke.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Nicht nur bei E-Mails ist Vorsicht vor Betrüger:innen geboten.

  • Auch per WhatsApp versuchen Täter:innen an Daten und Geld zu kommen.

  • Eine neue Betrugsmasche nimmt ausgerechnet bereits Betroffene ein weiteres Mal ins Visier.

Beinahe jeder hat sie schon mal erhalten: E-Mails oder SMS, die versuchen, mit täuschend echten Links und Nachrichten in eine gefährliche Internet-Falle zu locken. Nach so einem Betrug kann es vorkommen, dass sich die Täter:innen sogar noch einmal bei ihren Opfern melden. Genau davor warnt nun das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen.

Die Nachrichten über den Messengerdienst erwecken den Eindruck, sie seien von offiziellen Stellen wie etwa der Polizei oder anderen Behörden verschickt worden.

Täter nutzen Wissen über vorherige Straftat

Die erneuten Nachrichten sollen auf dem Wissen der Täter:innen über die vorhergehende Straftat beruhen, etwa durch das Nennen von Namen, Schadenssummen oder anderen Details. Damit versuchen die Kriminellen, ihre Nachrichten glaubwürdig zu machen, und gaukeln ihren Opfern etwa vor, dass sie ihr verlorenes Geld zurückbekommen könnten.

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Das eigentliche Ziel der Kontaktaufnahme ist jedoch noch mehr Phishing nach Daten oder ein erneuter Trickbetrug, so das LKA Niedersachsen in einer Mitteilung. Die Opfer des Betrugs werden auf gefälschte Webseiten gelockt oder zu Zahlungen bewegt. 

Tipps für den Umgang mit Betrugsmaschen

Doch wie reagiert man am besten auf solche Nachrichten? Keinesfalls sollten Empfänger:innen antworten oder Anweisungen aus dem Text befolgen, rät das LKA Niedersachsen. Eine Kontaktaufnahme wegen einer Straftat durch die Polizei oder andere Behörden finde nie per Messenger statt. 

Betroffene sollten sich an ihre örtliche Polizeidienststelle wenden. Wenn man bereits sensible Daten preisgegeben oder gar Geld überwiesen habe, sollte man seine Bank kontaktieren und im Anschluss Anzeige bei der Polizei erstatten.

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100.000 Betrugsnachrichten bei WhatsApp

Ermittler:innen aus Niedersachsen und Hessen haben im Dezember letzten Jahres zwei Männer festgenommen, die bundesweit rund 100.000 Betrugsnachrichten über den Messenger WhatsApp verschickt haben sollen. Die beiden mutmaßlichen Täter im Alter von 19 und 20 Jahren gaben vor, ein Familienangehöriger zu sein, und baten zur weiteren Kommunikation über den Messengerdienst WhatsApp. Im Verlauf des dortigen Chats versuchten sie, die Gesprächspartner:innen durch das Vortäuschen einer Notlage dazu zu bewegen, Geld zu überweisen.

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  • Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • t-online.de: Polizeibehörden warnen vor neuer Betrugsmasche per WhatsApp
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