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Erneut Gewalttat verhindert

Terrorverdächtiger in Niedersachsen festgenommen: Weihnachtsmärkte "robust" überwacht

  • Veröffentlicht: 01.12.2023
  • 13:55 Uhr
  • Lena Glöckner
Die Ermittlungen gegen einen in Niedersachsen festgenommenen 20-Jährigen, der einen Terroranschlag in der Weihnachtszeit geplant haben soll, dauern an. (Symbolbild)
Die Ermittlungen gegen einen in Niedersachsen festgenommenen 20-Jährigen, der einen Terroranschlag in der Weihnachtszeit geplant haben soll, dauern an. (Symbolbild)© Julian Stratenschulte/dpa

Hat die Festnahme eines 20-Jährigen womöglich schreckliche Szenen auf einem Weihnachtsmarkt verhindert? Das Landeskriminalamt Niedersachsen sprach von Hinweisen auf eine Gewalttat. Auch in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg wurden zwei Jugendliche festgenommen.

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Die Ermittlungen gegen einen in Niedersachsen festgenommenen 20-Jährigen, der einen Terroranschlag in der Weihnachtszeit geplant haben soll, dauern an. Er sei "auf Grundlage gefahrenabwehrrechtlicher Maßnahmen" weiter in polizeilichem Gewahrsam, teilte das Landeskriminalamt Niedersachsen am Freitag (1. Dezember) mit. Der 20-Jährige aus Sachsen-Anhalt, der laut Hinweisen der Polizei eine schwere Gewalttat in der Weihnachtszeit geplant hatte, war am 21. November in Helmstedt festgenommen worden. Zuletzt wurden in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg zwei Jugendliche festgenommen, die einen Weihnachtsmarkt-Anschlag geplant haben sollen.

Im Video: Verhaftete Jugendliche hatten konkrete Anschlagspläne

Die beiden unter Terrorverdacht festgenommenen Jugendlichen sollen mit der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) sympathisiert haben. Sie sitzen in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg in Untersuchungshaft. Laut Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf sollen sie vereinbart haben, mit der Explosion eines Kleinlasters Anfang Dezember Besucher:innen eines Weihnachtsmarktes in Leverkusen zu töten.

Verdächtiger stammt aus dem Irak

Weitere Details zu dem 20-Jährigen aus Helmstedt wollte das LKA Niedersachsen aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen. Die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens sagte allerdings am Donnerstag (30. November) im NDR: "Er hat angekündigt, dass er Anschläge im Zusammenspiel von Großveranstaltungen in der Weihnachtszeit offensichtlich ausüben möchte, und deswegen haben wir ihn in Präventionsgewahrsam genommen." Der Mann stamme aus dem Irak, sagte die SPD-Politikerin dem NDR, der nach gemeinsamen Recherchen mit dem WDR berichtet hatte.

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Mit Blick auf die Sicherheitslage auf Weihnachtsmärkten sagte Behrens, die Polizei sei dort "sehr klar und robust unterwegs" - unter anderem wegen der kriegerischen Auseinandersetzung im Nahen Osten. "Wir haben auch weiterhin Islamisten", betonte sie.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser warnte angesichts der Festnahmen und des Gaza-Kriegs vor Anschlägen. "Islamistische Terrororganisationen, aber auch islamistische Einzeltäter sind eine jederzeit bestehende, erhebliche Gefahr", sagte die SPD-Politikerin dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND). Dem Bundeskriminalamt sei es zu verdanken, dass inzwischen etwa 170 Kanäle oder Inhalte allein auf dem Netzwerk Telegram entfernt wurden, "mit denen widerwärtige antisemitische und islamistische Propaganda verbreitet wurde", sagte Faeser.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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