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Schlechte Nachrichten für Stromverbraucher

Je nach Region unterschiedlich hoch: Stromkosten explodieren 2024

  • Aktualisiert: 26.10.2023
  • 17:06 Uhr
  • Stefan Kendzia
Schlechte Nachrichten für Verbraucher:innen - im kommenden Jahr sollen die Stromkosten deutlich anziehen.
Schlechte Nachrichten für Verbraucher:innen - im kommenden Jahr sollen die Stromkosten deutlich anziehen. © Federico Gambarini/dpa/dpa-tmn

Keine schönen Neuigkeiten für das kommende Jahr: Die Strompreise werden in manchen Regionen Deutschlands explodieren. Zurückzuführen sei das auf Milliarden-Kosten für den Netzausbau in Deutschland.

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Eine erneute Hiobsbotschaft für Verbraucher:innen in Deutschland: Erneut steigen die Strompreise. In manchen Regionen sogar in astronomische Höhen - bis zu 24 Prozent mehr werden laut einer Kostenprognose befürchtet, die "Bild" vorliegt.

Im Video: Strompreise steigen deutlich - Betreiber erhöhen Netzentgelte

Neue Stromtrassen zulasten der Bürger:innen

"Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich". Damit rechnet die deutsche Industrie. Grund dafür soll der Ausbau der Stromnetze sein, der wegen des Ökostrom-Hochlaufs investiert werden muss. Um den in Offshore-Windparks in der Nordsee produzierten Strom stärker nutzen zu können, müssen neue Stromleitungen von Nord- nach Süddeutschland gebaut werden. Leider auch auf Kosten der Bürger:innen. Allerdings sind die Netzentgelte, die zur Finanzierung der neuen Trassen verwendet werden, nicht überall gleich hoch. Denn die regionalen Netzbetreiber haben einen entscheidenden Einfluss auf die individuelle Preisgestaltung - so können Unterschiede von bis zu 92 Euro an Mehrkosten für eine Familie mit 1-2 Kindern und 4.000 Kilowattstunden Verbrauch zustande kommen. In Essen soll genau das im kommenden Jahr Realität werden.

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"Die Netzentgelte für Strom steigen beständig an. Im kommenden Jahr müssen Haushalte bereits ein Drittel höhere Netzkosten als noch im Jahr 2022 schultern", sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. "Der im Zuge der Energiewende dringend notwendige Netzausbau wird wohl auch in Zukunft einer der stärksten Strompreistreiber sein." Die Netzkosten hängen vom Wohnort ab, insofern könnten Verbraucher diese Kosten kaum vermeiden. "Allerdings gibt es derzeit große Preisunterschiede bei den Anbietern. Wer zum Beispiel aus der Strom-Grundversorgung wechselt, spart bei einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden derzeit rund 700 Euro ein. Damit lässt sich der Netzkostenanstieg mehr als ausgleichen", so Thorsten Storck.

Das sind die Spitzenreiter der Netzkostenexplosion:

  • Essen (+92 Euro). Berechnung: Musterfamilie (4.000 Kilowattstunden Verbrauch, 1-2 Kinder) im kommenden Jahr ist das ein Belastungsplus von 24 Prozent.
  • Stuttgart (+71 Euro)
  • Mannheim (+68 Euro)
  • Nürnberg (+64 Euro)
  • Mönchengladbach (+62 Euro)

Grundsätzlich müssen Bürger:innen in Deutschland durchschnittlich elf Prozent mehr für das Netzentgelt zahlen.

  • Verwendete Quellen:
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