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Schiris beleidigt

FC Bayern: Nagelsmann nach Wut-Auftritt in der Kritik

  • Aktualisiert: 20.02.2023
  • 17:19 Uhr
  • Simone Vinnbruch
Nagelsmann beim Spiel FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach.
Nagelsmann beim Spiel FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach.© Federico Gambarini/dpa

Mit Trainer Julian Nagelsmann sind die Emotionen durchgegangen. Beim 2:3 gegen Borussia Mönchengladbach kritisierte der Bayern-Coach die Schiedsrichter hart. Das bringt ihm nun selbst Kritik ein.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Spiel des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach sorgt Nagelsmann mit seiner hemmungslosen Kritik an den Schiedsrichtern für Aufsehen.

  • Inzwischen bereut der Bayern-Coach seine Wortwahl und entschuldigte sich.

  • Für seinen Ausraster gerät Nagelsmann nun selbst in die Kritik - unter anderem von Lothar Matthäus.

Trainer Julian Nagelsmann hat nach der 2:3-Niederlage des FC Bayern München bei Borussia Mönchengladbach im Kabinengang für Aufsehen gesorgt. "Das ist doch ein Witz, will der mich verarschen oder was?", rief er laut und stürmte in die Schiedsrichter-Kabine. Als der 35-Jährige nach rund zwei Minuten wieder herauskam, fluchte er ebenfalls laut hörbar für alle Journalisten in der Mixed Zone.

Im Interview von ZDF und Sport1 darauf angesprochen, dass er "weichgespültes Pack" gesagt haben soll, sagte Nagelsmann: "Ja, aber damit meine ich ja nicht immer die Schiedsrichter."

Salihamidzic: "Das muss man ihm zugestehen"

Unmittelbar nach dem Spiel hatte Sportvorstand Hasan Salihamidzic nach eigenen Angaben noch keine konkrete Kenntnis davon, "was der Trainer gesagt hat". Allerdings sei es verständlich, dass Nagelsmann angesichts der Entscheidung emotional reagiert habe, erklärte Salihamidzic: "Ich glaube, das muss man ihm jetzt zugestehen."

Weniger verständnisvoll zeigte sich hingegen Sky-Experte Didi Hamann. Zwar rutschten im Eifer des Gefechts schonmal Sachen raus. Doch müsse Nagelsmann wissen, dass er damit auf dem Titelblatt landen wird, "auch wenn er sagt, bitte nicht auf die Goldwaage legen", sagte Hamann laut der "Bild"-Zeitung. "Wenn er nicht will, dass seine Worte auf die Goldwaage gelegt werden, dann muss er in dritte Liga, vierte Liga, da interessiert keinen, was er erzählt", so Hamann weiter.

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Matthäus kritisiert Nagelsmann: "Wortwahl weit daneben"

Kritik gibt es auch von Lothar Matthäus. "Die Wortwahl ist weit daneben getroffen. Das wird auch ganz sicher ein Nachspiel haben beim DFB-Sportgericht, solche Ausdrücke zu verwenden", sagte der frühere Münchner Profi im TV-Sender Sky.

"Dass er enttäuscht ist - ja! Dass er unter Druck steht - ja! Aber trotzdem erwarte ich nicht nur von einem Bayern-München-Trainer, sondern generell von den Verantwortlichen, die an der Linie stehen, dass sie eine richtige Wortwahl treffen, beziehungsweise dass sie sich da unter Kontrolle haben", ergänzte Matthäus.

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Nagelsmann entschuldigt sich für Ausraster

Am Samstagabend entschuldigte sich Nagelsmann für sein Verhalten. "Emotionen gehören zum Sport dazu. Und angesichts der Roten Karte musste ich mir nach dem Spiel Luft machen", schrieb der Bayern-Coach bei Twitter: "Allerdings muss ich mich für die Wortwahl gegenüber dem Team rund um Tobias Welz entschuldigen. Da bin ich leider eindeutig zu weit gegangen."

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Auslöser der Aufregung bei Nagelsmann war die frühe Rote Karte von Abwehrspieler Dayot Upamecano in der 8. Minute wegen einer Notbremse gegen Alassane Pléa. Die Entscheidung von Schiedsrichter Tobias Welz war umstritten.

Nagelsmann: "Nicht auf jedes Titelblatt bitte"

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Mit der Entschuldigung ist es laut Matthäus nicht getan. "Jetzt nur Schwamm drüber - damit ist die Sache nicht bereinigt", sagte der 61-Jährige: "Es ist ein Thema, das die nächsten Tage die Schlagzeilen füllen wird. Deswegen glaube ich, dass nicht nur der DFB, sondern auch der FC Bayern seinen Angestellten zum Rapport ruft."

Auf der Pressekonferenz bat Nagelsmann darum, das Thema nicht zu groß zu machen. "Natürlich habe ich mich in der Mixed Zone aufgeregt. Aber bitte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen", sagte er: "Es gibt Emotionen in diesem Sport, davon lebt er auch. Es ist nicht alles richtig, was ich sage oder von mir gebe. Deshalb nicht 18 Nachfragen und nicht auf jedes Titelblatt bitte."

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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