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Vergängliches All

Faszinierende Aufnahme: James-Webb-Teleskop filmt sterbenden Stern

  • Aktualisiert: 04.01.2024
  • 14:11 Uhr
  • Stefan Kendzia
Atemberaubende Bilder der letzten Phasen des Lebens eines fernen Sterns. Aufgenommen vom  James-Webb-Weltraumteleskop (JWST).
Atemberaubende Bilder der letzten Phasen des Lebens eines fernen Sterns. Aufgenommen vom James-Webb-Weltraumteleskop (JWST).© The University of Manchester /PA

Dem James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) sind erneut atemberaubende Aufnahmen gelungen. Dieses Mal konnte es Bilder eines fernen Sterns einfangen, der sich in der letzten Phase seines Lebens befinden soll.

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Unfassbare 2.600 Lichtjahre von uns entfernt konnte das Weltraumteleskop James Webb eine faszinierende Entdeckung machen: Das Hochleistungsteleskop beobachtete die letzten Züge des Lebens eines Sterns und fotografiert das alles auch noch. Vor die Kamera kam James Webb die ringförmige Struktur leuchtenden Gases, namens Messier 57.

Im Video: Forscher schauen ins frühe Universum und finden Unerklärliches

Ein faszinierender Blick auf ein himmlisches Wunder

Der Nebel, den James Webb fotografierte, soll entstanden sein, als ein sterbender Stern einen Großteil seiner Materie in den Weltraum schleuderte und dabei leuchtend farbige Ringe, expandierende Blasen und komplizierte, zarte Wolken erzeugte. Ein ähnliches Schicksal erwartet die Sonne, wenn sie in Milliarden von Jahren erlischt, so die "Univesity of Manchester".

Die Bilder, die von einem internationalen Astronomen-Team unter der Leitung von Professor Mike Barlow (UCL, Großbritannien) und Dr. Nick Cox (ACRI-ST, Frankreich) zusammen mit Professor Albert Zijlstra von der Universität Manchester veröffentlicht wurden, zeigen die unfassbare Schönheit eines Nebels in beispielloser Detailliertheit. Der Blick auf dieses Gebilde bietet Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit einen faszinierenden Blick auf ein himmlisches Wunder.

Wir wussten immer, dass planetarische Nebel hübsch sind. Was wir jetzt sehen, ist spektakulär.

Albert Zijlstra, Professor für Astrophysik an der Universität Manchester

Albert Zijlstra, Professor für Astrophysik an der Universität Manchester: "Wir wussten immer, dass planetarische Nebel hübsch sind. Was wir jetzt sehen, ist spektakulär.“ Dr. Mike Barlow, der leitende Wissenschaftler des JWST-Ringnebelprojekts, fügte hinzu: "Das James-Webb-Weltraumteleskop hat uns einen außergewöhnlichen Blick auf den Ringnebel ermöglicht, den wir noch nie zuvor gesehen haben [...] Wir erleben die letzten Kapitel des Lebens eines Sterns, sozusagen eine Vorschau auf die ferne Zukunft der Sonne [...] Wir können den Ringnebel als unser Labor nutzen, um zu untersuchen, wie planetarische Nebel entstehen und sich entwickeln." Die faszinierenden Merkmale des Ringnebels sollen ein Beweis für den Lebenszyklus von Sternen sein.

Cox, der stellvertretende leitende Wissenschaftler, sagte: "Diese Bilder haben mehr als nur einen ästhetischen Reiz; sie liefern eine Fülle wissenschaftlicher Einblicke in die Prozesse der Sternentwicklung. Durch die Untersuchung des Ringnebels mit JWST hoffen wir, ein tieferes Verständnis zu gewinnen." über die Lebenszyklen von Sternen und die Elemente, die sie in den Kosmos freisetzen.“

  • Verwendete Quellen:
  • The University of Manchester: "Manchester astronomer captures stunning images of the Ring Nebula on James Webb Space Telescope"
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