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Noch Wünsche offen?

Die letzten Sternschnuppen-Nächte über Deutschland im April

  • Aktualisiert: 22.04.2024
  • 17:30 Uhr
  • Michael Reimers
Jedes Jahr im April durchquert die Erde den Rest eines Kometenschweifs. Dabei tritt der Lyriden-Meteorschauer am Nachthimmel auf.
Jedes Jahr im April durchquert die Erde den Rest eines Kometenschweifs. Dabei tritt der Lyriden-Meteorschauer am Nachthimmel auf. © Daniel Reinhardt/dpa

Der Sternschnuppen-Schwarm der Lyriden ist ab Mitte April wieder am Nachthimmel zu sehen. Allerdings könnte dieses Jahr der fast volle Mond die Sicht verhindern.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Vom 16. bis zum 25. April können in Deutschland Sternschnuppen beobachtet werden.

  • Es handelt sich um die sogenannten April-Lyriden.

  • Die größten Chancen auf Sternschnuppen bestehen am 22. April gegen 3:00 Uhr früh.

Fans von Sternschnuppen haben im April wieder die Chance, verglühende Kometentrümmer am Nachthimmel zu sehen. Der Meteoren-Schwarm der Lyriden zeigt sich in Kürze, so denn das Wetter mitspielt. Der Höhepunkt werde für den 22. April morgens erwartet, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim, Uwe Pilz, der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings gibt es außer einer möglichen Wolkendecke einen weiteren Wermutstropfen. "Leider stört in diesem Jahr der fast volle Mond", sagte Pilz.

Im Video: Dreht sich nicht um eigene Achse: Forscher rätseln über kuriose Super-Erde

Frühes Aufstehen könnte sich lohnen

Eine Chance auf Sternschnuppen gibt es den Sternfreunden zufolge aber dennoch. Morgens zwischen 3:00 und 4:00 Uhr steht die Sonne noch weit unter dem Horizont und der Mond so tief, dass das Licht weniger stört. Wer die verglühenden Himmelskörper sehen will, muss hoch in den Südhimmel schauen.

Die Sternschnuppen flammen vom 16. bis 25. April auf. Die Lyriden scheinen aus dem Sternbild der Leier zu kommen. Sie sind schnelle Objekte mit Geschwindigkeiten um 50 Kilometer pro Sekunde. Zehn bis zwanzig Sternschnuppen, darunter auch helle Exemplare, leuchten pro Stunde auf. Die Lyriden sind abgesplitterte Bruchstücke des Kometen Thatcher (C/1861G), durch die die Erde auf ihrer Umlaufbahn im April zieht.

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Was sind die Lyriden?

Bei den sogenannten April-Lyriden handelt es sich um einen Meteorstrom, der in jedem Frühling auftritt. Der Name Lyriden leitet sich vom Sternbild der Leier ab, dem lateinischen Wort für das antike Zupfinstrument Lyra. Als beste Beobachtungszeit gilt wie bei anderen Sternschnuppenschwärmen auch bei den Lyriden der Morgenhimmel. Aber auch ab Mitternacht sind wegen des schon hoch über dem Horizont stehenden Radianten einzelne Sternschnuppen sichtbar.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Website der Interessensgemeinschaft Astronomie und Raumfahrt
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