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Online-Händler

Amazon erhöht den Mindestbestellwert

  • Veröffentlicht: 15.02.2023
  • 11:50 Uhr
  • Clarissa Yigit
Erst im September erhöhte der Online-Händler Amazon die Prime-Mitgliedsbeiträge. Nun hob der Online-Gigant den Mindestbestellwert für kostenlose Lieferungen um zehn Euro an.
Erst im September erhöhte der Online-Händler Amazon die Prime-Mitgliedsbeiträge. Nun hob der Online-Gigant den Mindestbestellwert für kostenlose Lieferungen um zehn Euro an.© Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Amazon-Kund:innen müssen tiefer in die Tasche greifen. Erst im September hat sich die Prime-Mitgliedschaft verteuert. Seit Dienstag (14. Februar) ist nun auch der Mindestbestellwert für Nicht-Prime-Kund:innen erhöht worden. Um die Versandkosten zu sparen, müssen Käufer:innen nun für 39 statt wie bisher 29 Euro einkaufen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Mindestbestellwert für kostenfreie Lieferungen bei Amazon wurde um zehn Euro angehoben.

  • Bisher reichte ein Einkauf in Höhe von 29 Euro, um die Versandkosten zu sparen.

  • Nun müssen Kund:innen für 39 Euro bei dem Online-Riesen bestellen, um keine Versandgebühren zu entrichten.

Amazon-Prime-Abonennt:innen profitieren in der Regel von einer kostenfreien Lieferung. Wer allerdings kein Prime-Abo abgeschlossen hat, musste bisher mindestens für 29 Euro Warenwert einkaufen, um die Versandkosten zu sparen. Seit Dienstag (14. Februar) müssen Nicht-Prime-Kund:innen für zehn Euro mehr bestellen, denn der Mindestbestellwert wurde von Amazon auf 39 Euro angehoben. Dies bestätigte Amazon offiziell gegenüber "golem.de".

Bereits Ende Januar hatte Amazon die Mindestbestellsumme auf 39 Euro angehoben; allerdings nur für einige Tage, schreibt "golem.de" weiter. Damals habe Amazon allerdings noch betont, dass es sich um einen Fehler handeln würde. Nun werden Spekulationen laut, dass die Erhöhung des Mindestbestellwertes womöglich schon länger geplant war.

Im August 2014 hatte der Online-Händler zuletzt den Mindestbestellwert für versandkostenfreie Lieferungen von 20 Euro auf 29 Euro je Bestellung erhöht.

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So begründet Amazon die Erhöhung des Mindestbestellwertes:

"Wir haben die Entscheidung, die Grenze für den kostenlosen Versand anzuheben, nicht leichtfertig getroffen. Tatsächlich ist dies die erste Anpassung seit 2017 in Deutschland. Wie jedes Unternehmen überprüfen wir jedoch regelmäßig unsere Preisstruktur und passen diese gegebenenfalls an. Wir setzen diese Änderungen unserer Versandgebührenstruktur wegen des allgemeinen Anstiegs von Lieferkosten um, die aus externen Umständen resultieren, auf die wir keinen Einfluss haben", zitiert "golem.de" den Konzern.

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Wann entfallen die Versandkosten?

Kund:innen, die Bücher, Hörbücher und/oder Kalender bestellen, zahlen in der Regel generell keine Versandkosten bei Amazon-Lieferungen. Allerdings gilt dies nur für Bestellungen, die auch über Amazon versendet werden. Auch ausgewählte Produkte liefert der Online-Riese kostenlos, wenn diese an Amazons Packstationen versendet werden.

Prime-Mitgliedschaft wurde ebenfalls teurer

Neben der Erhöhung des Mindestbestellwertes für Nicht-Prime-Kunden müssen nun auch Prime-Mitglieder tiefer in die Tasche greifen. So kostet seit September ein monatliches Abo 8,99 Euro; für das Jahresabo fallen 89,90 Euro an Gebühren an.

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Wann müssen auch Prime-Mitglieder:innen Versandkosten zahlen?

Sofern Marketplace-Händler den Versand selbst übernehmen, können diese eigene Regularien für die Berechnung der Versandkosten aufstellen. In diesem Fall kann es entweder keine oder andere Mindestbestellwerte für versandkostenfreie Lieferungen geben. Wenn Lieferungen nicht mit Amazon verschickt werden, können daher die Höhe der anfallenden Versandkosten ebenfalls anders ausfallen.

Übersicht der Versandkosten bei Amazon

Grundsätzlich gilt: Wird der Mindestbestellwert nicht erreicht, fallen Versandgebühren an.

  • 2,99 Euro: Für Medienprodukte, Software, Computer- und Videospiele, Kleidung oder Amazon-Produkte.
  • 3,99 Euro: Für alle weiteren Produktgruppen, wenn diese nach Hause geliefert werden.
  • 2,99 Euro: Für Bestellungen an Abholstationen.
  • 5 Euro: Für Videospiele, Filme oder Serien ohne Jugendfreigabe.
  • 3 Euro: Für E-Zigaretten, E-Shishas und Zubehör.
  • 3,99 Euro: Für Medienprodukte, Software, Computer- und Videospiele, Kleidung oder Amazon-Produkte, die am nächsten Werktag an eine Abholstation geliefert werden.
  • 4,99 Euro: Wenn solche Lieferungen am nächsten Werktag nach Hause geliefert werden.
  • 9,99 Euro: Für Bestellungen mittels Same-Day-Delivery, falls diese Versandoption zur Verfügung steht. In diesem Fall werden Bestellungen noch am gleichen Werktag zwischen 18 Uhr und 21 Uhr nach Hause geliefert.
  • Keine Versandgebühren: Bei sperrigen oder schweren Produkten mittels Spedition.
  • Verwendete Quellen:
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