Richard Gress

Biografische Infos des Naturfilmers und Hobbymalers 

Steckbrief

Am 02.12.1970 im unterfränkischen Gerolzhofen geboren, entdeckte ich meine Liebe zur Natur und der Naturmalerei bereits in frühester Jugend, die ich bis 1981 in Unterfranken verbrachte. 1981/82 wanderte ich mit meiner Familie, Mutter Vater und drei Schwestern, nach Australien  aus und nach unserer Rückkehr zogen wir nach Franken.

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Von 1987 – 1990 erlernte ich das Lackiererhandwerk in Gerolzhofen und fand so die Möglichkeit das erste Mal meine Mal- und Zeichenfertigkeiten im Bereich Airbrush einzusetzen. Im Laufe der Jahre wurden meine Werke aufwendiger und detaillierter. Ich schrieb während dieser Zeit für Kunst-Fachmagazine und gewann 1998 den Deutschen Kunstpreis. Außerdem wurde ich mit der Goldenen Spritzpistole (Offener Deutscher Meister Titel im Bereich Airbrush Illustrationen) ausgezeichnet.

Zum Filmen kam ich über Umwegen. Zunächst wechselte ich von der Malerei zur Fotografie. Zu Beginn dienten meine Aufnahmen hauptsächlich als Vorlagen für Airbrush-Illustrationen. Später rückten diese Fotografien immer mehr in den Vordergrund, meine Auslandsaufenthalte wurden länger, intensiver und abenteuerlicher.

Im Jahr 1999 besuchte ich schließlich das erste Mal den Stamm der Suri in Südwest-Äthiopien. Fasziniert von diesem außergewöhnlichen Naturvolk verbrachte ich von da an jedes Jahr mehrere Monate bei diesem Stamm. Damals arbeitete ich bei einem Großbetrieb in Schweinfurt, Unterfranken. Bei meinem Arbeitgeber hatte ich die Möglichkeit, immer wieder mehrere Monate unbezahlten Urlaub zu bekommen, um genügend Zeit für meine Unternehmungen zu haben.

Vor allem interessierten mich Anfangs die jährlich stattfindenden Stockkampfzeremonien. Doch um die Dramatik und Intensität dieser archaischen Zeremonien festzuhalten,  waren die Möglichkeiten in der Fotografie nicht ausreichend. Nach 13 Jahren Betriebszugehörigkeit kündigte ich bei meinem Arbeitgeber und beschloss einen Traum zu verwirklichen.

Im März 2003 reiste ich mit einer professionellen Mini DV-Kamera nach Südwest-Äthiopien und in den Sudan um einen Film über die Suri zu drehen. Nach etwas mehr als vierzehn Monaten kehrte ich nach Deutschland zurück und begann mit dem Schnitt. Meine nächste Reise nach Afrika folgte bereits wenige Monate später und als Anfang 2005 meine erste Dokumentation im Fernsehen ausgestrahlt wurde, war ich schon wieder mit neuen Ideen in der äthiopischen Wildnis unterwegs.

Von 2003 bis 2013 verbrachte ich insgesamt sechs Jahre auf abenteuerlichen Reisen durch die wildesten Gebiete Afrikas. Wovon ich mindestens vier Jahre im Land der Suri verbrachte. Aber auch die Nachbarstämme meiner Freunde wurden später Ziel längerer Exkursionen. Besonders beeindruckt haben mich die Völker der Hamer und Bodi. Von den Suri habe ich gelernt alleine in der Wildnis zu überleben und dies brachte mir schließlich die absolute Unabhängigkeit. Dafür werde ich meinen Freunden immer dankbar sein.