Wer grillt, wird im Laufe des Abends sicher das eine oder andere Bier zu sich nehmen. Was liegt da näher, als das leckere Pils oder das kühle Helle auch gleich dafür zu verwenden, die Glut auf dem Grill abzulöschen und dem Grillgut damit zusätzlichen Geschmack zu verleihen? So sinnvoll dieser Schluss auf den ersten Blick scheint und so lecker die Kombination von Grillfleisch und Bier auch ist – leider zählt diese Idee zu den alten und weitverbreiteten Grillmythen.

Bier auf der Glut tut nicht gut

Wer derartigen Grillmythen Glauben schenkt und sein Bier über Fleisch und Kohle verteilt, sobald die Flammen aus der Glut aufsteigen, verschwendet eigentlich bloß sein Getränk. Wenn das Bier auf die heiße Glut trifft, verdampft die Flüssigkeit nämlich sofort. Hierdurch entsteht nicht nur zusätzlicher Rauch, es wird auch Asche aufgewirbelt, die sich dann auf dem Grillgut absetzen kann. Das ist weder gesund, noch sonderlich schmackhaft. Steigen tatsächlich Flammen auf und das Steak droht Feuer zu fangen, drehen Sie das Fleischstück lieber um und legen Sie es an einen sicheren Ort am Rand des Grillrosts.

Grillmythen mindern den Geschmack

Nicht nur führt das Ablöschen mit Bier zu einer unerwünschten Aschebeilage, es reduziert auch das Geschmackserlebnis. Die Bierdusche spült nämlich auch Gewürze und eventuelle Marinade vom Fleisch – vom herben Biergeschmack bleibt durch das Verdampfen aber auch nicht viel übrig. Wer Grillmythen wie diese befolgt, schneidet sich also buchstäblich ins eigene Fleisch.