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Profi-Tipps: Wandgestaltung mit Spachteltechnik

Staffel 1

Super-Heimwerker Ken präsentiert in seinem Profi-Tipp in vier Schritten die Wandgestaltung mit Spachteltechnik.

12.10.2017 12:32 | 0:57 Min | © kabel eins

Spachteltechnik erfordert etwas Geschick und vor allem Geduld – aber nichts, was Sie als Super-Handwerker nicht eh schon könnten. Wie Sie in der Video-Anleitung sehen, sind beim Spachteln ein paar Vorbereitungen und mehrere Arbeitsschritte notwendig, um ein professionelles Ergebnis zu erzielen. Aber mit ein paar Tipps und Tricks und etwas Übung funktioniert die Spachteltechnik – und sorgt für ein tolles Ergebnis an den Wänden.

Materialliste – von der Grundierung über die Spachtelmasse bis zum Venezianer

  • lösungsmittelfreie Grundierung sorgt für bessere Haftung und macht die Verarbeitung einfacher. Ein Maler-Tipp: Eine grundierte Wand ist weniger saugfähig und nimmt daher weniger Farbe auf – das spart Geld beim Spachteln.
  • Dekor-Spachtelmasse, auch Spachtel-Dekor oder Dekor-Streichputz genannt. Es gibt sowohl Spachtelmasse auf Dispersions- als auch auf Acrylbasis. Wichtig: Acrylspachtel, genau wie Acrylfarbe, ist nur schwer zu überstreichen. In vielen Mietwohnungen ist die Verwendung von Acrylfarben und -lacken deshalb untersagt. Hier sollten Sie entweder Ihren Vermieter fragen oder lieber gleich zu Dispersionsspachtelmasse greifen. Diese meist mineralischen Spachtelmassen sind nämlich atmungsaktiv und sorgen für ein angenehmes Raumklima, da sie den Feuchtigkeitsgehalt in Räumen positiv beeinflussen.
  • Werkzeuge: Maurerspachtel und eine Venezianer Kelle sind beim Spachteln unentbehrlich. Die spezielle venezianische Kelle zum Glätten zeichnet sich durch abgerundete Ecken und angeschliffenen Kanten sowie einen stabilen Griff aus. Die geschliffenen Kanten und abgerundeten Ecken sorgen beim Spachteln für ein gleichmäßiges Ergebnis ohne Rillen, Striemen und Fehler. Voraussetzung ist natürlich, dass beim Spachteln ordentlich gearbeitet wird.
  • Malerkrepp oder anderes Kreppklebeband: Wichtig zum Abkleben von Leisten, Steckdosen, Lichtschaltern und ähnlichem.

Tipps und Tricks – so funktioniert Spachteln mit Dekor-Spachtelmasse

  • Vorbereitung der Wand: Die Spachteltechnik erfordert einen sauberen und glatten Untergrund. Alte Tapeten müssen restlos entfernt werden. Zum Tapetenentfernen entweder die alten Tapeten mit Sprühflasche oder Schwamm anfeuchten oder mit einem Tapentenablöser behandeln. Anschließend die Tapeten mit einem Tapetenkratzer abziehen. Wichtig: Auch kleinste Tapetenreste und Kleisterreste müssen entfernt werden!
  • Grundierung auftragen: Damit die Spachtelmasse besser hält und damit das Ergebnis gleichmäßig wird, muss vor dem Spachteln eine lösungsmittelfreie Grundierung aufgetragen werden. Auf porösen Oberflächen und bröckelndem Putz sollte Tiefgrund verwendet werden. Ein Tipp: Vorher Löcher und Unebenheiten in der Wand mit Ausgleichsmasse oder Reparaturmasse ausbessern.
  • Fläche mit Kreppband abkleben: Wenn die Spachteltechnik nur auf einer bestimmten Fläche für besondere Effekte sorgen soll, kann die gewünschte Fläche mit Malerkrepp abgeklebt werden. Wichtig: Das Kreppband muss gut angedrückt werden und sollte vollständig haften, damit ein sauberer Übergang entsteht.
  • Spachtelmasse anrühren: Wenn Sie die Masse selbst anrühren, sollten Sie genau auf die Herstellerangaben achten, damit sie nicht zu dick oder zu dünn wird. Mit verarbeitungsfertiger Dekor-Spachtelmasse gehen Sie auf Nummer sicher.
  • Richtig Spachteln: Nehmen Sie nur eine geringe Menge Spachtelmasse auf die Kelle – etwa eine Handvoll. Tragen Sie nun die Spachtelmasse auf die Wand auf, indem Sie die Kelle zügig über die Wand ziehen. Wichtig: Spachteln Sie nicht zu langsam, sondern zügig! Überschüssige Spachtelmasse immer direkt abnehmen, bis die Wand schön glatt ist. Im ersten Arbeitsgang sollten Sie die Dekor-Spachtelmasse möglichst dünn auftragen und gleichmäßig verteilen. Im zweiten Arbeitsgang sorgen Sie für Effekte – hier entscheidet Ihre Spachteltechnik über das Ergebnis. Ein Tipp zum Spachteln: Die Kelle von unten schräg nach oben ziehen bzw. von den oberen Ecken aus schräg nach unten. Bei Ecken empfiehlt es sich, von Innenecken heraus in die Fläche bzw. von der Fläche aus auf Außenecken zu spachteln. Im letzten Arbeitsgang ist es wichtig, alles schön zu glätten: So werden Unebenheiten vermieden und die Wand sieht professionell gespachtelt aus. 

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