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Profi-Tipps: Künstlicher Bachlauf mit Pumpe

Staffel 1

Ein eigener Gartenteich ist schon etwas Schönes, um nach Feierabend abschalten zu können. Wem das allerdings nicht genug ist, für den könnte schon das nächste Projekt in den Startlöchern stehen: einen Bachlauf bauen! Wie das geht und worauf man besonders achten sollte, erfahren Sie von uns.

12.10.2017 12:32 | 1:41 Min | © kabel eins

Bachlauf anlegen: Die Planung

Bevor Sie mit Schaufel und Bagger loslegen, sollten Sie Ihre Gedanken und Vorstellungen zu Papier bringen. Skizzieren Sie den geplanten Bachlauf samt Länge, Breite, Bepflanzung, Dekoration und was Ihnen sonst noch vorschwebt. Gerade dann, wenn Sie nicht nur einen Bachlauf anlegen wollen, sondern vielleicht sogar einen kompletten Teichbau in Erwägung ziehen, kann diese Vorgehensweise hilfreich sein. Wie bei einem Hausbau hilft die Skizze auch hier dabei, mögliche Änderungen schon vorher einzuplanen und eine Vorstellung von den benötigten Materialien zu bekommen. Zudem sollte der Bachlauf auch zum Stil des restlichen Gartens passen – und auf dem Papier lässt sich am unkompliziertesten ausprobieren, was gefällt.

Bachlauf bauen: Umsetzung in die Tat

Die fertige Skizze bildet die perfekte Vorlage, um die Grobplanung jetzt direkt in den Garten zu übertragen. Wie Sie die aufgezeichneten Maße abstecken können, zeigt Ihnen unser Profi im Video. Denken Sie bei der Breite des neuen Bachlaufs auf jeden Fall auch an die spätere Bepflanzung. Lieber etwas breiter ausheben als zu schmal, denn: Durch Pflanzen, Steine und Deko wird aus dem hübsch durchdachten Bachlauf schnell ein trauriges Rinnsal, das von dem ganzen Drumherum regelrecht erschlagen wurde und nun ganz schmalspurig vor sich hinplätschert. Nach dem Abstecken kann es dann losgehen: Erde raus, Füllsand, Vlies und Teichfolie rein – (fast) fertig! Bei der abschließenden Gestaltung mit Pflanzen, Natursteinen und Deko-Artikeln sind Ihrer Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt.

Bachlauf anlegen: Das sollten Sie außerdem beachten

  • Design erarbeiten: Der Look, den Sie für den Bachlauf auswählen, entscheidet maßgeblich über die Gesamtwirkung Ihres Gartens. Kurvige und geschwungene Bachläufe können Gärten zum Beispiel auflockern. Mögen Sie eher einen schlichten und formalen Garten, dann passt vielleicht ein geradliniger Bachlauf.
  • Wasserverlust vorbeugen: Bei vielen Teichbesitzern kommt es hin und wieder zu Wasserverlust. Das kann mehrere Ursachen haben (Verdunstung, Loch in Teichfolie, etc.). Zur Kontrolle können Hilfsmittel wie Quellsteine oder Wasserspeier eingesetzt werden, die den Wasseraustritt markieren. Beim Bachlauf Anlegen sollte die Pumpe außerdem am tiefsten Punkt angebracht werden. Zudem ist es wichtig, sie so zu installieren, dass Sie bei Störungen oder Defekt leichten Zugriff haben.
  • Gefälle berücksichtigen: Für den Bau eines Bachlaufs braucht es keinen steilen Hang. Bereits 3 bis 5 cm auf 100 Zentimeter reichen aus, damit das Wasser fließen kann. Bei einem sehr steilen Gefälle sollten Staustufen eingeplant werden. Ansonsten kann das Wasser nicht abgebremst werden und fließt zu schnell ab. Die Folge: Steinchen, Pflanzen und Tiere könnten mitgerissen werden. Mit Staustufen umgeht man dieses Szenario ganz geschickt – und es sieht auch noch gut aus.

Keine Lust auf Teichbau?

Wenn Sie sich einen Bachlauf wünschen, aber keine Lust auf einen Teichbau haben, gibt es eine simple Alternative: die Sammelgrube! Was sich auf den ersten Blick etwas merkwürdig anhört, hat einen ganz einfachen Sinn. Die Sammelgrube befindet sich am Ende des Bachlaufs und fängt lediglich das abfließende Wasser auf. Hier wird dann auch die Bachlaufpumpe installiert, die das Wasser wieder nach oben leitet. Eine perfekte Lösung gerade auch für kleinere Gärten.

Wussten Sie, dass Bachläufe stehende Gewässer mit Sauerstoff anreichern und das Wasser auf natürliche Art und Weise reinigen? Ihre Fische wird diese Tatsache freuen!

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