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Profi-Tipp: Wände verputzen

Staffel 1

Bei einer Renovierung des Eigenheims muss man hin und wieder auch mal Wände verputzen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie es ganz ohne Profi richtig machen!

12.10.2017 12:32 | 0:37 Min | © kabel eins

Ganz gleich, ob Sie frisch eingezogen sind, neue Leitungen verlegt oder Dämmmaterialien angebracht wurden. In diesen Fällen muss meist der Innenputz erneuert werden. Wenn Sie die Putzarbeiten lieber selbst übernehmen oder einfach etwas Geld sparen möchten, haben wir eine einfache Anleitung für Sie, damit das Verputzen der eigenen vier Wände auch gelingt.

Wände verputzen: die verschiedenen Arten von Putz

Bevor Sie loslegen, sollten Sie wissen, welchen Putz Sie verwenden. Es gibt viele verschiedene Arten von Putz, je nachdem welches Bindemittel zugesetzt wurde. Dieses Bindemittel besteht in der Regel aus Lehm, Kalk, Gips, Zement oder einer Mischung dieser mineralischen Bestandteile. Als Innenputz eignet sich zum Beispiel Gipsputz, da er wenig witterungsbeständig ist und Feuchtigkeit aufnimmt, die er später bei Bedarf auch wieder abgibt. Auch Lehm- und Lehm-Gipsputz ist ausschließlich für das Verputzen von Wänden im Innenbereich geeignet, da diese Sorten bei einem zu hohen Feuchtigkeitsgehalt aufquellen. Außerdem fungiert Lehmputz als praktischer Wärmespeicher. Kalkputz kann für innen und außen verwendet werden, sollte aber aufgrund seiner stark ätzenden Wirkung niemals mit Ihrer Haut in Berührung kommen. Hier ist Schutzkleidung angesagt!

Innenputz: die Vorbereitung

Für die Putzarbeiten ist es wichtig, dass der Untergrund, also die zu verputzende Wand, trocken, fest und sauber ist. Ist sie nicht tragfähig, hält der Putz später nicht und Sie fangen von vorne an. Um festzustellen, ob Ihre Wand auch wirklich sauber ist, können Sie ein Stück Klebeband fixieren und es mit einem Ruck abziehen. Es sollten keine Rückstände daran kleben bleiben. Zusätzlich müssen Tapeten- und Farbreste unbedingt vor dem Verputzen der Wand entfernt werden.

Die passende Grundierung bevor Sie Wände verputzen

Damit Sie wissen, welche Grundierung Sie verwenden können, sollten Sie einen kleinen Test durchführen. Feuchten Sie die Wand leicht an: Bei einer stark saugenden Oberfläche ziehen die Wassertropfen schnell in die Wand ein. In diesem Fall entscheiden Sie sich für eine Haftemulsion. Zieht das Wasser nur langsam ein, ist die Wand normal saugend und es reicht, wenn Sie einen herkömmlichen Tiefengrund vor dem Verputzen auftragen.

Den Innenputz richtig anmischen

Vor dem Verputzen der Wände wird der Putzmörtel entsprechend der Herstellerangaben auf der Verpackung mit Wasser angerührt. Am besten gelingt Ihnen das mit einem elektrischen Rührgerät, damit die Masse gut und gleichmäßig durchgemischt wird. In unserem Video verrät Ihnen unser Heimwerker-Profi, worauf Sie bei der Putzverarbeitung besonders achten sollten.

Innenwand verputzen: Schritt für Schritt

Vor dem Auftragen von Putz muss die betreffende Wand mithilfe einer Kleisterbürste großzügig mit Wasser bespritzt werden, damit die Wand feucht genug ist und der Putz haftet. Da die wenigsten Wände eben sind und über kleinere Rillen verfügen, tragen Sie den Putz bestenfalls auf, indem Sie ihn an die Wand „werfen“. So werden selbst kleinste Ritzen wieder aufgefüllt. Um zu verhindern, dass Kanten oder Ecken beschädigt werden, können Sie spezielle Eckprofile verwenden, die vorher an der Innenwand montiert werden. Schnellputzleisten sorgen dafür, dass schiefe Zimmerwände beim Putzen ausgeglichen werden. Falls die Schichtdicke nach dem ersten Putzdurchgang noch nicht ausreicht, muss mit einer Glättkelle eine zweite Schicht angebracht werden, die dann mittels einer Richtlatte abgezogen wird.

Abschließende Arbeiten nach dem Wandputz

Nachdem der Putz an der Wand vollständig getrocknet ist, wird gegebenenfalls noch Spachtelmasse aufgetragen. An der Putzfarbe erkennen Sie, ob dieser trocken oder noch feucht ist. Es gilt: je heller der Putz, desto trockener ist er! Sobald auch die Spachtelmasse gut getrocknet ist, können Ihre Wände tapeziert oder gestrichen werden.

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