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"Zombie-Gen": Deshalb bekommen Elefanten keinen Krebs

17.08.2018 • 13:21

Ein Zombie-Gen, das Elefanten gegen Krebs immun macht? Klingt verrückt, ist aber laut Wissenschaftlern wahr. Forscher haben ein Gen beim Elefanten entdeckt das den Dickhäuter tatsächlich vor mutierenden Krebszellen schützt. Mehr dazu erfahrt ihr im Video.

Ein "Zombie-Gen" das Krebszellen zerstört? Klingt nach einem Science-Fiction-Film, ist aber laut neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen tatsächlich war. Allerdings besitzt dieses Gen nur Elefanten. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

LIF6-Gen zerstört Krebszellen

Ein Forscherteam um Humangenetiker Dr. Vincent Lynch von der Universität in Chicago und Forscher der Universität Utah haben Nachforschungen betrieben, weshalb Elefanten so selten an Krebs erkranken. Denn die Dickhäuter sind große Tiere. Je größer ein Lebewesen ist, desto mehr Zellen hat es. Und je mehr Zellen da sind, desto höher ist das Risiko, dass sich ein Tumor entwickelt. Doch auf den Elefanten scheint das nicht zuzutreffen. Die Forscher wollten herausfinden warum. Und sie sind fündig geworden: Grund dafür ist das sogenannte LIF6-Gen das bisher ausschließlich beim Elefanten entdeckt wurde. Dieses tötet Zellen ab sobald sie zu Krebszellen mutieren.

Wie das Gen aktiviert wird und weshalb es von den Forschern "Zombie-Gen" genannt wird, erfahrt ihr oben im Video.

Neue Erkenntnisse für Krebsheilung bei Menschen?

Humangenetiker Dr. Vincent Lynch hofft nun, dass die neu gewonnenen Erkenntnisse auch für die menschliche Krebsheilung hilfreich sind. Er erklärt:

"Vielleicht können wir Wege finden, Medikamente zu entwickeln, die das Verhalten des Gens LIF6 des Elefanten nachahmen oder Krebszellen dazu bringen, ihre eigenen vorhandenen LIF-Gene einzuschalten."

Ob das in der Praxis möglich ist bleibt abzuwarten. Allerdings geben die Erkenntnisse neue Hoffnung.

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