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Schockierender Lagebericht des BKA: Deutschland von Cyberattacken besonders betroffen

11.05.2022 • 16:49

Deutschland ist von Cyberattacken überdurchschnittlich stark betroffen. Zu dieser Einschätzung kommt das Bundeskriminalamt (BKA) in seinem aktuellen Bundeslagebild Cybercrime 2021.

Das liegt nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden allerdings nicht daran, dass es Hackern hierzulande durch schwache IT-Sicherheitsvorkehrungen leichter gemacht wird als anderswo, sondern schlicht daran, dass Deutschland wohl als „lukratives Angriffsziel“ gelte, zitiert die dpa die Vizepräsidentin des BKA, Martina Link.

2021 registrierte die Polizei im Bereich Cybercrime bundesweit 146.363 Delikte

Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei im Bereich Cybercrime bundesweit 146.363 Delikte – ein Anstieg um mehr als zwölf Prozent gegenüber dem Jahr 2020. Vor allem im Bereich Ransomware und bei DDoS-Angriffen sei ein starker Zuwachs festgestellt worden. Als Ransomware werden Schadprogramme bezeichnet, die bei den Opfern den Zugriff auf Daten und Systeme einschränken oder verhindern, indem sie beispielsweise alle Festplatten verschlüsseln. Bei DDoS-Attacken („Distributed Denial of Service“) versuchen Angreifer, Server mit einer Flut von Anfragen lahmzulegen.

In den vergangenen Tagen gab es eine ganze Serie von Cyberangriffen auf deutsche Behörden

In den vergangenen Tagen gab es eine ganze Serie von Cyberangriffen auf deutsche Behörden und Ministerien. Betroffen war auch das BKA, wie Vizepräsidentin Link weiter berichtete. Der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Maximilian Kall, sagte, die relativ simpel aufgesetzten Überlastungsattacken seien erfolgreich abgewehrt worden und hätten nach bisherigem Kenntnisstand keinen bleibenden Schaden verursacht. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine am 24. Februar haben Bundesbehörden insgesamt „keine größeren Cyberattacken feststellen können“, wie der Sprecher des Innenministeriums weiter sagte.

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