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Das ist das "Unwort des Jahres" 2021

12.01.2022 • 10:58

Nun steht es fest - das "Unwort des Jahres" 2021: Es ist "Pushback", zu Deutsch: "Zurückweisung".

Das gab die Jury der sprachkritischen Aktion am Mittwoch, den 12. Januar, in Marburg bekannt. Der aus dem Englischen stammende Begriff wird im Zusammenhang mit Zurückweisungen von Flüchtlingen an Grenzen verwendet.

So viele Vorschläge an Unwörtern sind eingegangen

Die Jury, die das „Unwort“ seit 1991 kürt, erreichte diesmal 1.300 Einsendungen mit Wortvorschlägen. Darunter seien etwa 450 verschiedene Begriffe gewesen, von denen knapp 45 den Kriterien entsprochen hätten, berichtete Jury-Sprecherin Constanze Spieß. Viele Vorschläge davon betrafen laut Jury offenbar die Corona-Pandemie.

Das waren die Unwörter der vergangenen Jahre

Und wofür das Ganze? Mit der Wahl eines „Unwortes“ will die Jury auf unangemessenen Sprachgebrauch aufmerksam machen und so sensibilisieren. Gerügt werden sollen Begriffe, die gegen die Prinzipien der Menschenwürde oder Demokratie verstoßen, die gesellschaftliche Gruppen diskriminieren oder die euphemistisch, verschleiernd oder irreführend sind.
Das Unwort 2020 war beispielsweise „Rückführungspatenschaften" und "Corona-Diktatur“, 2019 war es „Klimahysterie“.