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Amalgam-Verbot ab Juli: Was das für Zahnfüllungen bedeutet

28.06.2018 • 14:03

Ab Juli 2018 sind Zahnfüllungen aus Amalgam - bei bestimmten Personengruppen - verboten. Doch muss man seine Amalgam-Füllungen nun entfernen? Sind diese giftig? Und ist dieses Verfahren mit Kosten verbunden?

Giftiges Amalgam: Wie schädlich ist meine Füllung?

Es ist mittlerweile wohl den meisten bekannt: Amalgam ist gefährlich. Denn der Füllstoff enthält Quecksilber. Das Schwermetall ist hochgiftig – und das schon in geringen Mengen. Zwar ist der in einer Zahnfüllung enthalte Anteil an Quecksilber sehr klein, trotzdem warnen viele Ärzte davor.

Dr. Diana Svoboda, zahnärztliche Leiterin der „diPura Klinik“ in Essen, erklärt gegenüber der Bild-Zeitung: „(…) man sagt jedoch, dass Menschen mit Amalgamfüllungen häufig einer vier- bis fünffach so hohen Belastung durch Quecksilber ausgesetzt sind. Daher ist es grundsätzlich nicht zu empfehlen, Amalgam als Füllstoff zu verwenden.“

Verbot von Amalgam-Füllungen durch neue EU-Regelung

Nun endlich wurde auf EU-Ebene auf die Gefahr reagiert. Ab Juli darf der Füllstoff bei Jugendlichen unter 15 Jahren sowie bei schwangeren und stillenden Frauen nicht mehr angewandt werden. Denn besonders für diese Risikogruppen kann Quecksilber gefährlich werden. Bei Ungeborenen drohen beispielsweise gravierende Entwicklungsstörungen. Ziel der EU-Verordnung ist es, den Einsatz des giftigen Schwermetalls in ganz Europa zu reduzieren.

Amalgam entfernen: Das kostet es

Laut Experten sind intakte Amalgam-Füllungen völlig unbedenklich. Das bestätigt auch die „Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung“. Ist man trotzdem wegen seiner Gesundheit besorgt, kann man sich die Füllungen tauschen lassen. Und wer bezahlt das? Bei Kindern und Schwangeren übernehmen die Krankenkassen dafür zukünftig die Kosten. Und alle anderen Erwachsenen? Die müssen für gewöhnlich lediglich eine kleine Zuzahlung leisten.

Das sind die Alternativen

Gute und haltbare Alternativen zu Amalgam-Zahnfüllungen sind Keramik-Inlays. Diese Einlagefüllungen sind besonders verträglich und robust. Außerdem fallen sie durch ihre helle Farbe im Mundraum kaum auf. Auch Komposit-Füllungen bieten sich an. Sie sind ebenfalls sehr hell und halten 8 Jahre und länger. Die günstigste, aber auch kurzlebigste Alternative zu Amalgam sind Kunststoff-Füllungen. Sie müssen oft schon nach 3-5 Jahren ausgetauscht werden. Außerdem sind sie anfällig für Kariesbefall an den Füllungsrändern.

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