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Freizeit & Leben

Analverkehr: Das erste Mal - Ratgeber 5

Staffel 122.10.2015 • 11:33

Viele Frauen haben Angst vor Analverkehr, denn es ist nicht ganz risikofrei! Was Frauen dabei beachten müssen, erzählt uns Sex-Expertin Paula Lambert in dem Ratgebervideo "Das erste Mal Analverkehr"!

Viele Menschen trauen sich schlicht und einfach nicht, ihre Wünsche oder Träume dem Partner mitzuteilen und diese gemeinsam auszuleben. Dabei ist es nicht notwendig, sofort ein vollständiges Hardcore-Programm durchzuziehen, langsames Herantasten ist in solchen Fällen sowieso stets die klügere Variante. Was im Kopf erotisch ist, muss nicht unbedingt wirklich zur körperlichen Befriedigung führen. Ganz besonders Analverkehr ist oft eines der großen Tabus in Beziehungen und wird häufig vollständig aus dem gemeinsamen Schlafzimmer verbannt.

So tastet man sich langsam heran – Analverkehr für Anfänger

Der erste Schritt ist natürlich, dem Partner die eigenen Wünsche mitzuteilen. Wer sich nicht traut, kann hier ein wenig tricksen:

  1. einen romantischen Abend Zuhause planen und dem Partner die Zeit dafür abluchsen
  2. gutes Essen mit gutem Wein oder Champagner verbinden
  3. danach ein wenig herumalbern und flirten
  4. schließlich das Spiel „Wahrheit oder Pflicht“ beginnen
  5. den Partner nach seinem geheimsten Wunsch beim Sex befragen – er wird mit Sicherheit die gleiche Frage zurückgeben
  6. schließlich vorschlagen, beide Ideen einmal vorsichtig auszuprobieren

Und so wird Analverkehr zu einem romantischen Erlebnis

Sind sich beide Partner einig, dass sie einmal neue Sex-Varianten gemeinsam entdecken möchten, ist langsames Vorgehen ratsam. Wichtig vorab wie auch danach: die Dusche. Und bereits hier kann der Akt doch schon beginnen – das gemeinsame Duschen wird so zum Vorspiel. Hat der weibliche Partner noch keinerlei Erfahrung mit Posex, sollte der Mann ein sanftes Vorspiel mit dem Finger starten. Sanfte Massagen stimulieren die erogenen Zonen der Frau und steigern ihr Lustgefühl. Dabei ist es sinnvoll, gleichzeitig eine anale sowie eine vaginale Stimulierung vorzunehmen. Wer seine Partnerin gut kennt, weiß, wie er sie vaginal am besten zum Höhepunkt bringt. Je gesteigerter das Lustempfinden, desto mehr Interesse wird die Frau am Analsex haben. Um jedoch diese Lust nicht im Augenblick des Eindringens zu zerstören, ist die Verwendung eines Gleitgels Pflicht. Spezielle Gele sind problemlos sogar in den meisten Drogeriemärkten oder auch online erhältlich. Sie verhindern nicht nur Schmerzen, sondern auch Verletzungen am empfindlichen Anus oder der zarten Penishaut.

Was tun, wenn ein Partner kein Interesse am Analsex hat?

Grundsätzlich ist jede Art von Sex nur dann akzeptable, wenn beide Partner ihn wollen. Auch wenn einer der Partner nur aus Gefälligkeit zustimmt oder um die Beziehung aufrecht zu erhalten, sollte besonders von solchen kritischen Akten wie Analsex unbedingt Abstand genommen werden. Wer sich beim Analsex verkrampft, wird es nicht genießen können und wahrscheinlich auch Schmerzen empfinden.

Möchte man seinen Partner zu einer speziellen Spielart im Bett „überreden“, so gibt es nur die Möglichkeit des langsamen Heranführens. Ständiger Stimulus mit der Fingerkuppe oder das gemeinsam Ansehen von genretypischen Filmen können zu einem Überredungserfolg führen. Lässt den Partner jedoch beides kalt oder er verkrampft bei vorsichtigen Annäherungen, ist von weiteren Versuchen wirklich abzuraten. Es gibt viele Spielarten im Bett und sollte Analsex nicht für beide Partner passen, findet sich bestimmt eine andere Variante, die beiden gleichermaßen Spaß machen.

Gefahren, die bei Analverkehr drohen

In Pornofilmen gehört Analverkehr zum Standardprogramm und scheint daher natürlich zu sein. Das stimmt eher nicht, denn der Anus ist so konzipiert, dass er wirklich nur als Ausgang dienen soll. Ein fester Schließmuskel hält den Stuhlgang im Darm bis er abgeführt wird. Wird nun dieser Ausgang zweckentfremdet, kann es zu nicht unerheblichen Verletzungen führen, unter denen der Penetrierte schlimmstenfalls langfristig zu leiden hat. Daher sollte Analverkehr stets vorsichtig vollzogen werden, um keinen der Partner zu verletzen.

Oberstes Gebot ist auf jeden Fall, dass beim Verkehr mit Fremden oder nur flüchtigen Bekannten stets ein Kondom verwendet wird. Besonders beim Analverkehr ist die Übertragung von Krankheiten wie HIV besonders hoch, da hier nicht selten ein Blutaustausch zwischen den Partnern stattfindet. Doch auch andere Krankheiten wie Hepatitis oder Tripper können beim Verkehr ohne Kondom schnell an den Gefährten übertragen werden und Infektionen von Vagina oder Harnblase drohen dem weiblichen Part, da Darmbakterien bei dieser Praxis in die Vagina gelangen können. Ein speziell für den Analverkehr geeignetes Kondom, das nach der Penetration des Anus direkt entsorgt wird, verhindert so eine Kontamination allerdings problemlos.