Die Qual der Wahl

Benutzerfreundliche Bedienbarkeit, kein lästiges Anzünden, hohe Leistungskraft und im Vergleich mit jedem herkömmlichen Holzkohlegrill sicherer: Gasgrills bringen viele Vorteile mit. Das wissen natürlich auch die Hersteller und bieten auf dem Markt eine entsprechend große Auswahl an Produkten an, die es nicht immer einfach macht, sich für ein Modell zu entscheiden. Klein, groß, billig, teuer, standhaft, mobil: Das sind alles Merkmale, die es beim Einkauf zu beachten gilt. Nachfolgend drei Preisklassen im Grill-Test, die bei der Kauf-Entscheidung weiterhelfen.

Gasgrill-Test: Was können die Discounter-Modelle?

Wem es ausschließlich ums Geld geht, der bekommt schon Grills für 50 Euro. Sonderlich viel darf Mann von diesen jedoch nicht erwarten, wie der Gasgrill-Test zeigt. Die meisten Billig-Modelle verfügen nur über eine geringe Grillfläche – ungeeignet also für eine BBQ-Party, bei der viele Gäste mit hungrigem Magen zu erwarten sind. Des Weiteren fehlt es vielen an Ablageflächen. Bier, Besteck und Grillzubehör müssen also separat Platz finden.

Weitere Minuspunkte gibt es für den Deckel – der fehlt nämlich bei vielen günstigen Grills. Die Folge: Rauchschwaden, Insekten im Essen und trockenes Fleisch. Alles andere also als ein Geschmacksfest für den Gaumen. Fazit: Für Feinschmecker nicht zu empfehlen, für Gelegenheitsgriller, die spontan im Park oder auf dem Balkon unter Freunden brutzeln wollen, aber ausreichend.

Mittelklasse-Produkte im Vergleich

Nun geht es im Gasgrill-Test an die Modelle in der Preisklasse 100 bis 200 Euro. Der Vergleich zeigt: Für so viel Geld bekommen Sie einiges geboten. 120 Euro kostet zum Beispiel ein Lavagrill. Der holt vielleicht nicht das Maximum in Sachen Geschmack aus dem Fleisch heraus, hat aber genug Heizkraft für schnelles Grillen. Die Haube und der verchromte Grillrost machen zudem auch optisch viel her.

Für den gleichen Preis dürfen Sie sich auch einen Camping-Tisch-Gasgrill in den Einkaufswagen legen. Der ist zwar wegen seiner Kompaktheit und des niedrigen Gewichts überall einsetzbar, dafür bietet die Grillfläche aber nur wenig Platz, um auch für mehrere Personen ein leckeres Essen zuzubereiten. Ideal für den Urlaub, ansonsten nur für Grill-Fans, die immer mobil sein wollen.

Luxus-Grills: Nur was für Profis

Qualität hat bekanntlich ihren Preis. Heißt das im Umkehrschluss aber auch, dass alles, was einen hohen Preis hat, eine Qualitätsgarantie bietet? Im Gasgrill-Test scheint das zumindest zuzutreffen. Jedenfalls schnitten alle Grills in der oberen Preiskategorie gut bis sehr gut ab. Ausführungen für 300 Euro bieten im Grunde genommen alles, was das Grill-Herz begehrt: emailliert gusseisernen Grillrost, Brennleistungen von bis zu 3,51 Kilowatt, Fettauffangschale und große Grill- sowie Abstellfläche.

Einziger Nachteil: Im Vergleich zu noch teureren Geräten haben viele Grills für 300 Euro nur einen Gasbrenner, was indirektes Grillen nicht möglich macht. Wer mit zwei Gasbrennern die volle Grill-Freiheit genießen und zudem ein Gerät möchte, das einen Verbrauch von über sechs Kilowatt pro Stunde garantiert, muss tiefer in die Tasche greifen. Hier liegen die Spitzenreiter bei knapp 500 Euro.