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Saltatio Mortis – live in Deutschland: Die große "Taugenichts"-Tournee

  • Aktualisiert: 04.09.2023
  • 10:37 Uhr
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© Nadine Volz

Das Wichtigste in Kürze

  • Das letzte Album der in Karlsruhe gegründeten Mittelalterband Saltatio Mortis hieß "Für immer frei" und kam inmitten der Pandemie. Nun gibt’s die neue Single "Taugenichts" als Heißmach-Hymne für ihre im November startende Tour.

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Seit über 22 Jahren sind Saltatio Mortis in deutschen Landen als wandernde Musiker unterwegs. Haben auf Platz 1 chartende Alben rausgebracht, große und kleine Konzerte gespielt, die Maultrommel gedängelt, die Schalmei geblasen, die Gitarren geschrubbt und das Schlagwerg gedroschen. Sie haben "Kaufmann und Maid" getroffen, vom "Dorn im Ohr" geklagt, "Loki" besungen und sich mehr als einmal gefragt: "Wo sind die Clowns?". Zeiten wie die Pandemiejahre haben Sänger Alea der Bescheidene und seine Mannen zuvor jedoch noch nicht erlebt. Denn auch wenn man das ihrer Musik nicht anhört: Zu Zeiten der Pest zogen sie noch nicht übers Land.

Saltatio Mortis waren aber immer vor allem ein Live-Erlebnis – und deshalb schmerzte es Fans und Band besonders, dass man in der Corona-Zeit nicht wie gewohnt miteinander tanzen konnte. Zu allem Überfluss hatte Alea dann auch noch einen Unfall bei einem Videodreh. Dem Webzine rockmagazine.net sagte Alea damals: "Das Jahr war für Saltatio Mortis wie für viele andere Bands auch ein sehr hartes Jahr, und dann hatten wir noch den nächsten Schlag, dass ich bei einem Videodreh verunglückt bin. Das war sehr bitter. Es war sehr, sehr knapp. Daher sind wir umso froher, dass wir trotz aller Widrigkeiten unser Album 'Für immer frei' doch auf die Straße gebracht haben." "Für Immer Frei" ist eine Art Konzeptalbum, mit einer sehr politischen Note. Alea erklärt: "Alle Songs handeln von Aspekten von Freiheit." Vor allem der Song "Linien im Sand" sei der Band "sehr, sehr wichtig. Weil wir der Meinung sind, dass die Zeiten von Kleinstaatlereien und großen Grenzsystemen eigentlich vorbei sind. Ich bin ja großer SciFi- und Fantasyfan, und da hatte 'Star Trek'-Mastermind Gene Roddenberry mal die Idee von der 'Vereinigte Föderation der Planeten'. Mir würde es schon reichen, wenn wir im Moment eine 'Vereinigte Föderation der Welt und der Menschen' hätten. Nicht dieses 'Wir sind wir – und die sind die', das hat für mich so einen schlechten Beigeschmack, wenn man über die anderen spricht."

Nach einer Deluxe-Ausgabe des Albums gab es in diesem März endlich neue Musik von Saltatio Mortis. Das eingängige "Taugenichts" ist dabei natürlich eher Koketterie. "Ich hatte nie nen Plan, aber der ging auf", singen sie darauf, auch wenn das stimmen mag, ändert es nichts an der Tatsache, dass sie heute trotzdem eine verdammt beliebte Liveband sind und auf der Bühne alles andere als Taugenichtse. Das werden sie an neun Terminen im November und Dezember 2023 beweisen. Gemeinsam werde man "ein Feuerwerk aus alten und neuen Hits abbrennen – und das auch durchaus wörtlich nehmen." Für Stimmung und Pyros ist also gesorgt!

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