Musik & Events

Anastacia veröffentlicht ihr neues Album „Our Songs“
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Anastacia veröffentlicht ihr neues Album "Our Songs"

  • 06.10.2023
  • 13:27 Uhr
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Die aktuellen Musik & Event-Highlights
„One Vision of Queen“ ab September 2024 auf Deutschlandtour
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"One Vision of Queen" ab September 2024 auf Deutschlandtour

Für viele Fans seiner alten Band war es eigentlich sonnenklar, dass der Kanadier Marc Martel mal die Stimme der großen Tribute Show "One Vision of Queen" werden würde. Das erzählte Martel einmal in einem Interview: "Als ich in meiner früheren Band Downhere war, habe ich alles getan, um die Leute nicht an Freddie Mercury zu erinnern. Aber es wurde fast zum Running Gag, wie viele Leute mich mit ihm verglichen. Bis zu dem Punkt, an dem es sich anfühlte, als würde es gegen die Band arbeiten, wenn wir Singles im Radio testeten." 15 Jahre hielt er die Band trotzdem zusammen, sammelte eine treue Fanschar, konnte aber nie so richtig durchstarten. Statt VIP-Tourbus oder gar Privatjet, blieb es ein Touren im Van. Also erlag Marc Martel der Versuchung, sich mal an einem Queen-Song zu versuchen, was seine Ehefrau und seine Clique eh schon lange forderten. Martel wählte "Somebody To Love", filmte sich beim Singen, ging viral, wurde in der "The Ellen DeGeneres Show" vorgestellt. Fast forward eine kleine Weile später: Marc Martel ist die Stimme von One Vision of Queen. Wie es seine Fans schon immer vermutet hatten.

  • 07.12.2023
  • 15:58 Uhr
IL CIVETTO liefert mit “Alles was ich hab” den Soundtrack für endlose Sommernächte
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IL CIVETTO liefert mit "Alles was ich hab" den Soundtrack für endlose Sommernächte

Mit der ersten Singleauskopplung "Blue Hour" haben Leon Keiditsch (Gesang), Lars Löffler-Oppermann (Klarinette, Saxophon, Keys), Leon Bollinger (Schlagzeug, Percussion), Dany Ahmed (Bass) und Robert Kondorosi (Gitarre) alias IL CIVETTO schon im Mai ein starkes Zeichen gesetzt. Darauf folgte die zweite Vorabsingle, die zugleich der Titeltrack ihres im März 2024 kommenden Album ist: "Liebe auf Eis". Der Song "schmeckt" wie fast immer bei dieser Band nach Sommer und Melancholie. Eingängige, aber poetische deutsche Texte treffen bei den Berliner auf musikalische Einflüsse, die mal an Manu Chao, mal an dezent angekiffte Seeed, mal an AnnenMayKantereit und manchmal gar an die Kalkbrenners erinnern. "Liebe auf Eis" setzt diesmal auf kraftvolle Bläser, die einen schönen Kontrast zum entspannten Vibe zwischen Reggae und Indie bilden. Leon Keititsch singt dazu: "Schöne Welt, rosarote Brille / Sehnsucht hinter Fassaden, wenn ich durch die Stadt streif / Zwischen Capri Sonne und Highlife." Wenig später wünscht er sich: "Zweimal Liebe auf Eis / Lieber nichts, was bleibt." Es ist eine Hymne auf einen bittersüßen Sommerflirt – etwas Lockeres, bei dem man auch schon mal den Namen vergisst, aber nie das Gefühl, diesen Sommertag geteilt zu haben. Denn auch das weht durch den Song: Der Zweifel daran, ob Unverbindlichkeit und Anonymität in einer Stadt wie Berlin wirklich immer so toll sind.

  • 07.02.2024
  • 09:27 Uhr
James Arthur und seine „Bitter Sweet Love“
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James Arthur und seine "Bitter Sweet Love"

James Arthur hat anscheinend etwas, das viele Menschen auf der ganzen Welt berührt. Und man muss kein Sherlock Holmes sein, um festzustellen, dass es seine Stimme sein könnte. Schon 2012 begeisterte er damit das britische TV-Publikum, als er bei "The X Factor" antrat – und die Staffel am Ende recht locker gewann. Inzwischen hat der in Middlesbrough geborene Sänger und Songwriter weit über 25 Millionen Tonträger verkauft und sein größter Hit "Say You Won’t Let Go" hat allein bei Spotify rund 2,5 Milliarden Streams. Im Januar 2024 erscheint der Nachfolger zum 2021er-Album "It All Makes Sense In The End". Es ist sein insgesamt fünftes Studioalbum, wird 13 Songs enthalten, "Bitter Sweet Love" heißen und wurde produziert von Steve Solomon, der schon bei "Say You Won’t Let Go" am Mischpult saß. In einem Statement zu den Aufnahmen sagte James Arthur: "Je mehr Alben man macht und je mehr Erfolg man hat, desto größer ist der Druck, der auf einem lastet. Aber ich habe mich ganz ehrlich wieder wie ein Kind gefühlt und einfach die Musik gemacht, die ich liebe – ohne mich darum zu kümmern, es allen recht zu machen." Nach den Singles "Blindside" und "A Year Ago" hat James Arthur kürzlich die bewegende Ballade "Just Us" veröffentlicht. Der Track beginnt behutsam, nur mit Stimme und Klavier, ein Zwiegespräch zwischen James Arthur und seinem Instrument. Erst mit dem ersten Chorus kommen langsam weitere instrumentelle Verzierungen hinzu, bis "Just Us" in der zweiten Hälfte zu einer üppigen Pop-Nummer inklusive Gospelchor anschwellt. Trotzdem ist James Arthurs Stimme immer der Fixpunkt, weil es schlichtweg unmöglich ist, ihr die Show zu stehlen. Lyrisch geht es in "Just Us" um nicht weniger als das Wichtigste im Leben: die große, wahre Liebe zu einem Menschen. James Arthur hat in einem Interview zugegeben, dass er genau davor lange Zeit weggelaufen sei. Womit er nicht der einzige Popstar sein dürfte. "’Just Us‘ ist ein Song, in dem ich gestehe, dass ich vor dem, was wirklich wichtig ist, davonlaufe und mich im Streben nach Bestätigung durch äußere Dinge verliere", erklärt James. "Es geht darum, dass ich lange Zeit einem hedonistischen hohlen Leben nachgejagt bin, anstatt den wahren Sinn des Lebens zu erkennen. Der natürlich darin besteht, uns selbst, unsere Partnerinnen und Partner, unsere Familien und unsere Freundschaften zu lieben und für sie da zu sein." Schöne Worte über einen wahrlich schönen Song …

  • 15.11.2023
  • 16:27 Uhr
IL CIVETTO bricht traditionelle Männerbilder und manifestiert „Boys Do Cry“
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IL CIVETTO bricht traditionelle Männerbilder und manifestiert "Boys Do Cry"

Mit der ersten Singleauskopplung "Blue Hour" haben Leon Keiditsch (Gesang), Lars Löffler-Oppermann (Klarinette, Saxophon, Keys), Leon Bollinger (Schlagzeug, Percussion), Dany Ahmed (Bass) und Robert Kondorosi (Gitarre) alias IL CIVETTO schon im Mai ein starkes Zeichen gesetzt. Darauf folgte die zweite Vorabsingle, die zugleich der Titeltrack ihres im März 2024 kommenden Album ist: "Liebe auf Eis". Der Song "schmeckt" wie fast immer bei dieser Band nach Sommer und Melancholie. Eingängige, aber poetische deutsche Texte treffen bei den Berliner auf musikalische Einflüsse, die mal an Manu Chao, mal an dezent angekiffte Seeed, mal an AnnenMayKantereit und manchmal gar an die Kalkbrenners erinnern. "Liebe auf Eis" setzt diesmal auf kraftvolle Bläser, die einen schönen Kontrast zum entspannten Vibe zwischen Reggae und Indie bilden. Leon Keititsch singt dazu: "Schöne Welt, rosarote Brille / Sehnsucht hinter Fassaden, wenn ich durch die Stadt streif / Zwischen Capri Sonne und Highlife." Wenig später wünscht er sich: "Zweimal Liebe auf Eis / Lieber nichts, was bleibt." Es ist eine Hymne auf einen bittersüßen Sommerflirt – etwas Lockeres, bei dem man auch schon mal den Namen vergisst, aber nie das Gefühl, diesen Sommertag geteilt zu haben. Denn auch das weht durch den Song: Der Zweifel daran, ob Unverbindlichkeit und Anonymität in einer Stadt wie Berlin wirklich immer so toll sind.

  • 14.01.2024
  • 20:10 Uhr
Howard Carpendale kommt ab Mai nächsten Jahres mit einem neuen Album auf Tour
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Howard Carpendale kommt ab Mai nächsten Jahres mit einem neuen Album auf Tour

Wer sich die großen Namen im deutschen Schlager anschaut, landet schnell bei den nackten Zahlen. Denn die sind dabei immer wieder ziemlich eindrucksvoll. Nehmen wir den deutsch-südafrikanischen Howard Carpendale: Er hat in seinem Leben bis dato über 50 Millionen Tonträger verkauft, hat mit seinen größten Hits "Ti Amo", "Hello Again", "Nachts, wenn alles schläft" oder auch "Tür an Tür mit Alice" deutsche Musikgeschichte geschrieben und landete mit seinen Alben satte 17 Mal mindestens in den Top 10. Aber das ist eben nur die eine Seite der Medaille. Wer das Herz seiner Karriere schlagen sehen will, der muss auf seine Konzerte gehen, wo seit Jahrzehnten Frauen und Männer mit feuchten Augen auf die Bühne starren, während dieser noch immer recht frisch wirkende Barde seine romantischen, und manchmal ein wenig schlüpfrigen Lieder singt. Aber Carpendale beherrscht auch den melancholischen Rückblick: Vor allem das 2017 veröffentlichte "So long (bis irgendwann)" ist mit seinem folkigen Arrangement und den sanften Streichern in der zweiten Songhälfte ein spätes Glanzstück, das dem altersbedingten Karriere-Herbst mehr als würdig ist. Wer außerdem sein letztes Live-Album "Die Show meines Lebens (Live in Hamburg)" kennt, welches im März erschien und im Mai 2022 aufgenommen wurde, weiß: Auch seine Stimme ist immer noch fast so sanft wie in seinen ersten Jahren auf der Bühne.

  • 29.09.2023
  • 11:46 Uhr
P!NK Single "Trustfall"
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Tanzbar und mit 80er-Vibes: P!NKs neue Single "Trustfall"

Am 17. Februar erscheint das neunte Studioalbum von P!NK. "Trustfall" heißt es und wird natürlich eines der Pop-Spektakel des Jahres sein. Schon jetzt kann man den Titeltrack daraus hören, der vor allem mit Blick auf die letzte Single eine sehr überraschende Klangfarbe hat. War P!NK im Clip zum Empowerment-Song "Never Gonna Not Dance Again" noch mit Netzstrumpfhose, Hot Pants, rosa Glitzerbody, Goldketten, Stoff-Teddybär-Rucksack und Rollschuhe in einem knallbunten Supermarkt unterwegs, ist der cineastische Clip zu "Trustfall" von Georgia Hudson in den Farben der Nacht gehalten. Auch die Musik dazu klingt eher nach Club als nach Supermarkt-Radio. Was nicht wundert, wenn man weiß, wer hinter dem Track steht: Produziert wurde "Trustfall" vom GRAMMY-nominierten Elektronikkünstler Fred again.. und Johnny McDaid von Snow Patrol, die den Track mit P!NK zusammen schrieben. Vor allem erst genannter hat den aktuellen Clubsound mit Tracks wie "Marea (we’ve lost dancing)" geprägt – ein Lied, das allein bei Spotify kurz vor 180 Millionen Streams steht. Wie die drei in "Trustfall" einerseits mit den Synths an den prägenden Sound von Bands wie Depeche Mode erinnern, gleichzeitig mit dem treibendem Beats perfekt auf die Jetztzeit zielen und damit P!NK den Raum geben, über Vertrauen und zwischenmenschliche Safe Spaces zu singen – das hat eine ganz eigenen Klasse. "Trustfall" ist dabei die perfekte Metapher für dieses Thema. So nennt man die aus vielen "Team Building"-Seminaren bekannte Übung, bei der man sich mit geschlossenen Augen nach hinten fallen lassen muss – wo man dann hoffentlich von der Übungspartnerin oder dem Übungspartner aufgefangen wird.

  • 13.02.2023
  • 11:00 Uhr
Marius Müller-Westernhagen feiert seinen Geburtstag auf besondere Weise
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Marius Müller-Westernhagen feiert seinen Geburtstag auf besondere Weise

Marius Müller-Westernhagen ist einer der außergewöhnlichsten Rockstars unseres Landes. Schauspieler ist er übrigens auch noch – besonders fantastisch natürlich in der Rolle des Dorn in der Verfilmung des Romans "Der Schneemann" (1985) von Jörg Fauser. Aber man kennt ihn natürlich am ehesten von seinen zahlreichen, charismatisch ins Mikro geraspelten Hits wie "Willenlos", "Freiheit", "Sexy", "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" oder "Wieder hier". Zu seinen absoluten Hochzeiten, die er selbst im Rückblick als ein wenig größenwahnsinnig beschreibt, füllte er mit seinen Touren Stadien, ließ in seinen Videos sogar Polit-Prominenz auflaufen. Damals zählte auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder zu seinen Buddies, zu dem er heute keinen Kontakt mehr hat, den er aber – damals – für einen guten Kanzler und Freund hielt. Aber Marius Müller-Westernhagen wuchs irgendwann die Größe seiner Shows über den Kopf. In zahlreichen Interviews sagte er, dass er sich bewusst aus den Stadien zurückgezogen hat. Der FAZ erklärte er den Schritt sehr eindringlich so: "Ich fühlte mich gefangen in den Stadien. Das waren wagnerianische Inszenierungen mit mir als Heldentenor. Der Druck von allen Seiten: die Massen, die Plattenindustrie. Ich wurde zu einer Erfolgsmaschine. Dahin möchte ich nie wieder zurück." Stattdessen konzentrierte er sich auf die amerikanischen Roots seiner Musik – und stellte sich eine Live-Band mit zahlreichen US-Musikern aus Nashville, der Heimat der Blues-Musik, zusammen.

  • 30.11.2023
  • 13:51 Uhr
Die „Hackney Diamonds“ der Rolling Stones schillern in den schönsten Farben
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Die "Hackney Diamonds" der Rolling Stones schillern in den schönsten Farben

Das neue Album der Rolling Stones dürfte so heiß erwartet worden sein wie kaum eine andere Platte. Kein Wunder, ist es doch das erste mit neuen Songs seit "A Bigger Bang" aus dem Jahr 2005. Es ist außerdem das erste seit dem Tod von Charlie Watts am 24. August 2021. Er war der Gentleman-Drummer und die ruhige Seele der Stones seit 1963. In den Interviews, die Mick Jagger, Ron Wood und Keith Richards in den letzten Wochen gaben, betonten sie immer wieder, dass es "Hackney Diamonds" ohne Watts nicht gegeben hätte. Watts ist außerdem auf den Songs "Mess It Up" und "Live By The Sword" auch noch an den Drums zu hören – diese Aufnahmen entstanden vor seinem Tod. Es sei "ein Tribute-Album für Charlie", sagte Keith Richards in einem Interview mit dem Wochenmagazin "Der Spiegel". Er leide noch immer unter dem Verlust seines Bandkollegen und Freundes. "Ich verarbeite seinen Tod noch immer. Es ist noch nicht vorbei. Charlie war ein großer Teil meines Lebens. Und der Stones. Erst, wenn jemand geht, merkt man, wie groß er eigentlich war. Da ist eine große Lücke. Ich fülle sie, indem ich mich mit ihm unterhalte. Ich frage mich: Was würde Charlie über dieses oder jenes denken? Wir hatten endlose Gespräche, die gehen weiter. In mir ist Charlie immer noch sehr lebendig." Aber was bedeutet eigentlich dieser so poetische und urbritische Titel "Hackney Diamonds"? Das erklärte Mick Jagger im Rahmen eines Presse-Events im einst recht rauen Londoner Stadtteil Hackney. Ein Slang-Ausdruck für zerbrochenes Glas, sei das, so Jagger: "Wenn du an einem Samstagabend in Hackney unterwegs bist, dir jemand die Windschutzscheibe einschlägt, und die Scherben auf der Straße landen, wo sie im Licht glitzern – DAS sind 'Hackney Diamonds'." Die Kritiken des Albums waren kurz nach Release fast durchgehend positiv. Auch wenn sich nicht alle Oldschool-Fans mit der breitkreuzigen und modernen Produktion von Andrew Watt anfreunden konnte. Watt kommt nämlich eher vom Pop, gewann 2021 einen Grammy als "Producer of the Year", produzierte Hits mit Miley Cyrus und Justin Bieber und motzte in den letzten Jahren den Sound von Ozzy Osbourne und Iggy Pop auf deren letzten Alben auf. Watt ist außerdem selbst Gitarrist und riesiger Stones-Fan. Als Produzent von "Hackney Diamonds" sei er "ergebnisorientiert" gewesen, so Watt im Interview mit dem amerikanischen Magazin "Rolling Stone": "Ich war der Newcomer. Ich hatte also nicht den Ballast, den eine Band mit sich bringt, die schon seit über 60 Jahren zusammen ist. Es gibt eine Menge Geschichten zwischen all den Leuten in diesem Raum, besonders zwischen Mick und Keith. Die einzige Möglichkeit, die mir einfiel, wie ich am besten durch diese Gewässer navigieren konnte, war es schnell zu arbeiten und sie in Bewegung zu halten." Diese Arbeitsweise half sicher auch dabei, dass die Chemie zwischen Mick Jagger und Keith Richards stimmte. Der Sänger und der Gitarrist liebten und hassten sich bekanntlich über die Jahre. Kaum ein Interview kam ohne Fragen nach der Stimmung der beiden aus. Keith Richards sagte in der "New York Times" zum Beispiel: "Wir sind ein seltsames Paar." Und präzisierte dann noch ein klein wenig mehr: "Ich liebe ihn sehr und er liebt mich sehr – lass es uns dabei belassen." Im Interview mit Jimmy Fallon in London bei der offiziellen Ankündigung gab es dann noch diesen schönen, entlarvenden Moment, als Richards auf die Frage, wie man es als Band 60 Jahre zusammen aushält, knurrte: "Indem man nicht zu oft miteinander redet." Jaggers Fazit konnte man dann auch im "Rolling Stone" nachlesen: "Ich glaube, wir haben uns bei dieser Platte sehr gut verstanden. Natürlich haben wir Meinungsverschiedenheiten darüber, wie die Dinge sein sollten, aber ich denke, das ist ziemlich normal. Ich habe manchmal das Gefühl, dass Keith denkt, ich begeistere mich zu schnell für etwas. Aber ich weiß, wie schnell die Dinge geschehen sollten – denn ich bin ein absoluter Groove-Typ." Unter den zwölf Songs finden sich zahlreiche Highlights. Die Vorabsingle "Angry" ist eines davon und zugleich ein guter Album-Opener: Die Rolling Stones rocken hier schnörkellos und enthusiastisch nach vorne, im Video dazu räkelt sich "Euphoria"-Star Sydney Sweeney auf der Rückbank eines fahrenden Cabrios. Auch die Studio-Gästeliste sorgt für große Momente: die mächtig soulige Ballade "Sweet Sounds Of Heaven" zum Beispiel, die mit Stevie Wonder und Lady Gaga entstand, die sich hier mal eben als stimmgewaltige Soul-Sängerin outet. Gibt es etwas, was diese Frau nicht kann? Der rotzige Blues-Stomper "Bite My Head Off" wiederum hat Paul McCartney am Bass und bei "Live By The Sword" hört man Elton John – und eben das ruhige und zugleich kraftvolle Drumming von Charlie Watts. Am Ende des Albums wird es dann aber noch einmal betont ruhig – mit einem Verweis auf die Jahre der Bandgründung. Man hört nur Jagger und Richards, die gemeinsam den Blues-Klassiker "Rollin’ Stone" von Muddy Waters aus dem Jahr 1950 spielen. Ein bewusst gesetzter, genialer Schlusspunkt: Denn, das wissen die Fans, nach genau diesem Song hat Brian Jones die Band 1962 angeblich benannt.

  • 17.11.2023
  • 10:11 Uhr
Peter Maffay geht ein letztes Mal auf große Arena Tour unter dem Motto "We Love Rock’n’Roll"
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Peter Maffay geht ein letztes Mal auf große Arena Tour unter dem Motto "We Love Rock’n’Roll"

Peter Maffay muss man wohl niemandem mehr vorstellen, der oder die über – sagen wir – 20 Jahre alt ist. Aber selbst bei Jüngeren sind die Chancen sehr gut, denn Maffay ist nicht nur einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Rock-Musiker der letzten Jahre, sondern auch ein Idol für viele Kinder. Gemeinsam mit Rolf Zuckowski schreibt und komponiert er seit mittlerweile 40 Jahren das Rockmärchen "Tabaluga" weiter – und findet immer wieder aktuelle Bezugspunkte. Der aktuelle siebte Teil "Die Welt ist wunderbar" thematisiert zum Beispiel sehr bildlich den Klimawandel. Außerdem war Peter Maffay im vergangenen Jahr knurrig-kundiger Coach bei "The Voice Of Germany" und erreichte damit sicher auch viele jüngere Fans. In einem Interview mit dem "Volksfreund" sagte Maffay im Juni über diese Erfahrung: "Ich muss ehrlich sagen: Ich stand solchen Formaten kritisch gegenüber, weil ich aus der Vergangenheit mitgenommen hatte, dass manche nicht so waren, wie ich mir den Umgang mit jungen Talenten vorstelle. Aber bei „Voice" wird mit den Leuten, die dort auftreten, enorm korrekt umgegangen und die Coaches Rea Garvey, Stefanie Klooß und Mark Forster begegneten den Talenten mit großem Respekt. Da musste ich meine Sichtweise korrigieren. Ich war angenehm überrascht. Ich bin quer eingestiegen und fand es enorm, was da an Talenten in allen Altersstrukturen angetreten ist. Das war ein richtig guter Trip und ich bin sehr motiviert rausgegangen.“

  • 19.09.2023
  • 14:40 Uhr
Marius Müller-Westernhagen feiert mit „75Live“ seinen Geburtstag auf besondere Weise
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Marius Müller-Westernhagen feiert mit "75Live" seinen Geburtstag auf besondere Weise

Marius Müller-Westernhagen ist einer der außergewöhnlichsten Rockstars unseres Landes. Schauspieler ist er übrigens auch noch – besonders fantastisch natürlich in der Rolle des Dorn in der Verfilmung des Romans „Der Schneemann“ (1985) von Jörg Fauser. Aber man kennt ihn natürlich am ehesten von seinen zahlreichen, charismatisch ins Mikro geraspelten Hits wie „Willenlos“, „Freiheit“, „Sexy“, „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“ oder „Wieder hier“. Zu seinen absoluten Hochzeiten, die er selbst im Rückblick als ein wenig größenwahnsinnig beschreibt, füllte er mit seinen Touren Stadien, ließ in seinen Videos sogar Polit-Prominenz auflaufen. Damals zählte auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder zu seinen Buddies, zu dem er heute keinen Kontakt mehr hat, den er aber – damals – für einen guten Kanzler und Freund hielt. Aber Marius Müller-Westernhagen wuchs irgendwann die Größe seiner Shows über den Kopf. In zahlreichen Interviews sagte er, dass er sich bewusst aus den Stadien zurückgezogen hat. Der FAZ erklärte er den Schritt sehr eindringlich so: „Ich fühlte mich gefangen in den Stadien. Das waren wagnerianische Inszenierungen mit mir als Heldentenor. Der Druck von allen Seiten: die Massen, die Plattenindustrie. Ich wurde zu einer Erfolgsmaschine. Dahin möchte ich nie wieder zurück.“ Stattdessen konzentrierte er sich auf die amerikanischen Roots seiner Musik – und stellte sich eine Live-Band mit zahlreichen US-Musikern aus Nashville, der Heimat der Blues-Musik, zusammen. Nun wagt sich Westernhagen aber zumindest wieder zurück in die größten Arenen des Landes. Mit der Tour „75Live“ will er seinen 75. Geburtstag und seine zahlreichen Hits zelebrieren – plus der Songs, die ihm persönlich am Herzen liegen. Diesen Gegenpol braucht es für ihn, denn die besagten Hits kann er inzwischen manchmal selbst nicht mehr hören. Der FAZ erklärte er dazu: „Es gibt Songs, die ich nur mit einer gewissen Ironie singen kann: "Willenlos", "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz". Aber die nicht zu spielen, geht auch nicht. Einfach aus Respekt vor dem Publikum. Beim Komponieren rutscht mir halt ab und zu ein Pop-Song raus.“ Vom 10. Mai bis zum 24. Mai 2024 wird Westernhagen live zu erleben sein – und damit auch dem Klagen, dass der Rock’n’Roll ja längst gestorben sei, entschlossen entgegentreten. »Rock’n’Roll stirbt wieder mal?«, fragt Westernhagen rhetorisch – und liefert die Antwort gleich mit: „Niemals, jedenfalls für mich nicht, solange ich meinen Fuß auf eine Bühne setzen kann oder darf, um schönen Lärm zu machen – und natürlich noch genügend Menschen kommen, die bereit sind, mir zuzuhören.“ 10.05.24 Dortmund, Westfalenhalle 12.05.24 Hannover, ZAG Arena 13.05.24 Köln, Lanxess Arena 16.05.24 Leipzig, Arena 17.05.24 Hamburg, Barclays Arena 20.05.24 Frankfurt, Festhalle 21.05.24 Stuttgart, Schleyerhalle 24.05.24 Berlin, Waldbühne

  • 18.09.2023
  • 13:02 Uhr
Mister „Wellerman“ Nathan Evans mit neuer Single „Driving To Nowhere“
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Mister "Wellerman" Nathan Evans mit neuer Single "Driving To Nowhere"

Es war einmal ein Postbote. Er lebte in der etwas ruppigen Stadt Glasgow in Schottland und liebte Seemannslieder… So ungefähr könnte man einen Text über Nathan Evans beginnen. Denn die Karriere von Nathan Evans klingt fast ein wenig wie ein modernes Internetmärchen. Hier noch einmal die Kurzversion, für alle, die außer auf unserer Website vor allem analog unterwegs sind: Nathan liebte schon immer Musik, jobbte sich durch seine Heimatstadt Glasgow, lebte glücklich mit seiner Jugendliebe Holly zusammen (die inzwischen seine Ehefrau ist und die er kennt, seit er zwölf ist), ging zur Uni, wurde schließlich Postbote, musizierte aber immer nebenher, fand in der Pandemie keine Auftrittsmöglichkeiten, nutzte schließlich YouTube und TikTok und kam plötzlich auf die Idee, einen catchy Shanty zu covern, der vor allem auf Walfangschiffen gesungen wurde. Nathans Interpretation des "Wellerman" ging ab Ende 2020 durch die Decke, als sich sein TikTok-Clip wie ein Lauffeuer um die ganze Welt verbreitete. Die Remix-Version von 220 KID & Billen Ted erschien wenig später als Evans offizielle Debütsingle und erstürmte in gleich 10 Ländern Platz #1 der Singlecharts. Flankiert von einer halben Milliarde Streams, schrieb der britische Rolling Stone, dass Evans "in die Stratosphäre durchgestartet" sei. "Das fühlt sich an, als würde ich im Zentrum eines Wirbelsturms stehen", sagte Evans später in einem Interview, "und dabei zusehen, wie alles um mich herum durch die Gegend gewirbelt wird. Diese letzten Monate waren der absolute Traum – einfach fantastisch, in sämtlichen Ecken der Welt meine Stimme zu hören."

  • 01.09.2023
  • 14:36 Uhr
Fury In The Slaughterhouse raten ihren Fans: „Don’t Give Up“
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Fury In The Slaughterhouse raten ihren Fans: "Don’t Give Up"

Kai Wingenfelder (Sänger), Thorsten Wingenfelder (Gitarre), Christof Stein-Schneider (ebenfalls Gitarre), Rainer Schumann (Schlagzeug), Christian Decker (Bass) und Gero Drnek (Keyboard, Gitarre und auch mal die Mandoline) alias Fury In The Slaughterhouse sind die Meister der melancholischen Alternativ-Hymnen. Man denke nur an ihre Überhits "Won’t Forget These Days" oder "Every Generation Got Its Own Disease". Da wundert man sich fast ein wenig, wenn sie nun einen schamlos optimistisch betitelten Song namens "Don’t Give Up" veröffentlichen. Wer genau rein hört, merkt aber schnell: Die Bestandsaufname zur Lage der Nation von Kai Wingenfelder ist in diesem Song dennoch eher düster: "The future looks as black as coal / No one’s there to save your soul." Aber Fury In The Slaughterhouse malen dann eben nicht das Unglück in noch schwärzeren Schwarztönen, sondern versuchen es mal in die andere Richtung zu drehen: "So help yourself / To get out of your hole”, heißt es später, während musikalisch alles in diesem Song auf die maximale Erbauung zuarbeitet. Und genau das ist das Ziel der Band. „Die letzten Jahre waren in vielen Punkten eine sehr bedrückende Zeit", sagt Kai Wingenfelder. "Das ging mit Corona los, dann kam noch die Ukraine obendrauf. Die Erdbeben in der Türkei und Syrien. Die Lage im Mittelmeer. Man könnte die Liste endlos weiterführen. Irgendwann haben wir uns aber gedacht: Das Wichtigste, das wir machen können, ist: Den Leuten ein bisschen von dem zu geben, was man braucht, um durch solche Zeiten durchzukommen." Das mit dem Albumtitel "HOPE" war dann ein No-Brainer, nachdem Gitarrist Christof Stein-Schneider das Wort mal in den Raum geworfen hatte. "Wir dachten irgendwie alle gleich: Das ist es. Das ist der rote Faden.‘" Allerdings: "Es ist kein 'Das Leben ist schön'-Album. Wir wollten einfach ein Statement setzen."

  • 10.07.2023
  • 11:26 Uhr
LOUA ist lieber „Mit Dir Wach“ als ausgeschlafen
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LOUA ist lieber "Mit Dir Wach" als ausgeschlafen

Wer LOUAs Werdegang von Anfang an im Blick hatte, wird vermutlich über ihr TikTok-Profil aufmerksam geworden sein, mit dem sie schon über 190.000 Follower:innen überzeugen konnte. Und schon da merkt man schnell, dass hier eine Künstlerin am Start ist, die ihr Handwerk in Sachen Gesang und Songwriting versteht. Das liegt vor allem daran, dass die Musik schon sehr früh in ihr Leben trat. "Meine Mutter sagt immer, ich habe gesungen, bevor ich sprechen konnte. Das ging also bei mir schon auf dem Schaukelpferd los." Alles was kreativ und künstlerisch war, habe sie von Anfang an angezogen, sagt sie. "Ich habe gemalt, aber auch früh angefangen mit Freundinnen und Kumpels eigene Sachen zu schreiben und die dann so hobbymäßig zu produzieren. Bei YouTube war ich ebenfalls recht früh mit ersten Cover-Versionen. So richtig interessant wurde es dann aber erst, als ich angefangen habe, Gesangsunterricht zu nehmen." Ihr Lehrer merkte nämlich schnell, dass diese junge Frau Talent, Drive und Stimme hat. Er machte LOUA mit besagtem Songwriter und Produzenten Tobias Röger bekannt, mit dem sie bis heute arbeitet. "Die beiden haben mir quasi erste Türen geöffnet." Als die Pandemie dann ihre ersten Steps zur Solokarriere ausbremste, konzentrierte sie sich voll auf TikTok, entwickelte kleine Reihen und fand ein großes Publikum mit ihren ganz eigenen Cover-Versionen, bei denen sie erfolgreiche Popsongs in den Strophen änderte und damit einen eigenen Spin gab.

  • 07.07.2023
  • 12:45 Uhr
Mister „Wellerman“ Nathan Evans mit neuer Single „Days Of Our Lives“
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Mister "Wellerman" Nathan Evans mit neuer Single "Days Of Our Lives"

Es war einmal ein Postbote. Er lebte in der etwas ruppigen Stadt Glasgow in Schottland und liebte Seemannslieder… So ungefähr könnte man einen Text über Nathan Evans beginnen. Denn die Karriere von Nathan Evans klingt fast ein wenig wie ein modernes Internetmärchen. Hier noch einmal die Kurzversion, für alle, die außer auf unserer Website vor allem analog unterwegs sind: Nathan liebte schon immer Musik, jobbte sich durch seine Heimatstadt Glasgow, lebte glücklich mit seiner Jugendliebe Holly zusammen (die inzwischen seine Ehefrau ist und die er kennt, seit er zwölf ist), ging zur Uni, wurde schließlich Postbote, musizierte aber immer nebenher, fand in der Pandemie keine Auftrittsmöglichkeiten, nutzte schließlich YouTube und TikTok und kam plötzlich auf die Idee, einen catchy Shanty zu covern, der vor allem auf Walfangschiffen gesungen wurde. Nathans Interpretation des "Wellerman" ging ab Ende 2020 durch die Decke, als sich sein TikTok-Clip wie ein Lauffeuer um die ganze Welt verbreitete. Die Remix-Version von 220 KID & Billen Ted erschien wenig später als Evans offizielle Debütsingle und erstürmte in gleich 10 Ländern Platz #1 der Singlecharts. Flankiert von einer halben Milliarde Streams, schrieb der britische Rolling Stone, dass Evans "in die Stratosphäre durchgestartet" sei. "Das fühlt sich an, als würde ich im Zentrum eines Wirbelsturms stehen", sagte Evans später in einem Interview, "und dabei zusehen, wie alles um mich herum durch die Gegend gewirbelt wird. Diese letzten Monate waren der absolute Traum – einfach fantastisch, in sämtlichen Ecken der Welt meine Stimme zu hören."

  • 16.06.2023
  • 14:30 Uhr
Mono Inc. kehren endlich mit ihrem zwölften Album „Ravenblack“ zurück
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Mono Inc. kehren endlich mit ihrem zwölften Album "Ravenblack" zurück

"Ravenblack" ist das mittlerweile zwölfte Studioalbum der Dark-Rocker Mono Inc. und füttert die eh schon reichhaltige Bandhistorie um elf neue Lieder an – darunter, auf ausdrücklichen Wunsch der Fans, auch wieder zwei deutschsprachige Stücke namens "Lieb mich" und "Wiedersehen woanders". Schon im letzten Jahr baten Mono Inc. mit der Vorabsingle "Princess Of The Night" zum Tanz, die wie ein mittelalterlicher Walzer beginnt und dann zu einem majestätischen, dunklen Rocksong mutiert. Nachdem das Vorgängeralbum den Hamburgern nach bereits sechs Top Ten-Platzierungen erstmals den Nummer-1-Erfolg bescherte, könnte auch "Ravenblack" genau das wieder schaffen. Die Songs fokussieren sich auf den Kern und die musikalischen Grundpfeiler von Mono Inc. Sie sind treibend und atmosphärisch zugleich, paaren harte Metal-Riffs mit hymnenhaften Melodiebögen und tiefen, Mono Inc.-typischen Lyrics, die wieder einmal eine rabenschwarze Gothic-Welt eröffnen. "Ravenblack" wird es der Band allerdings schwer machen, die richtigen Single-Auskopplungen zu finden, da mindestens ein halbes Dutzend drauf vertreten sind. Das ist wahrscheinlich einer von sehr wenigen positiven Effekten, den die Pandemie mit sich gebracht hat, denn durch die dringend benötigte (Zwangs-) Pause und die Europa-Tour mit über 30 Shows und über 40.000 hungrigen Fans im Frühjahr des Jahres sprudelten die Ideen aus Sänger und Mastermind Martin Engler jetzt nur so heraus. Da wäre zum Beispiel das abgründig-romantische Duett "Lieb mich", oder der "Heartbeat of the Dead", der hier sehr lebendig zu einem geradezu majestätischen Riff schlägt. "At The End Of The Rainbow" wiederum erwartet uns zwar kein Topf aus Gold, aber eine wundervolle Goth-Rockballade. Unterstützt werden die MONOs bei "Ravenblack" von ihren Labelmates Storm Seeker und SANZ, die jeweils zu einem Feature eingeladen wurden. Diese Kooperationen sollen dann im Jahr 2023 im Rahmen der "Ravenblack"-Tour gemeinsam live performt werden, die im Frühjahr über die Bühnen gehen wird.

  • 01.02.2023
  • 15:53 Uhr
Sarah Connor wünscht uns allen eine herzliche „Not So Silent Night“
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Sarah Connor wünscht uns allen eine herzliche "Not So Silent Night"

Sarah Connor wollte in diesem Jahr ein Themenalbum aufnehmen. Das hatte sie sich sozusagen als guten Vorsatz mit in das Jahr 2022 genommen. Entweder eine Platte mit Kinderliedern sollte es sein oder zum ersten Mal seit 17 Jahren wieder ein Weihnachtsalbum. Ein "normales" Album wollte sie aus einem ganz bestimmten Grund umgehen: "Weil ich lange kein neues Album veröffentlicht habe, aber auch keine Kraft hatte, so viel über die Zeit nachdenken zu müssen, in der wir gerade leben. Klima- und Energiekrise, Pandemie, Kriege, Überkonsum… Viel zu viele Krisen auf der Welt." Sie habe sich nach "Leichtigkeit, Spaß, nach Aufrichtigkeit und Wärme" gesehnt. Aber der vollgepackte erste "richtige" Tour-Sommer nach der Pandemie stand vor der Tür. Was bedeutete, sie hätte nicht die nötige Zeit gehabt, in Ruhe ins Studio zu gehen, um neue Songs zu schreiben. Also dachte sie, "es sei ein guter Zeitpunkt, ein kleines Experiment zu wagen. Völlig zwanglos. Ich hatte keine Lust auf meine typische Schwermut und Melancholie. Ich wollte auch im Studio Lachen und Leichtigkeit und ein bisschen unter Leute kommen." Zuerst rief sie ihren guten Freund und Produzenten Nico Rebscher an und fragte, ob er Lust auf ein Weihnachtsalbum hätte. Hatte er. Nächster Schritt: "Ich miete das Black Rock Studio auf der griechischen Vulkaninsel Santorini. Ende Januar und Ende Februar, jeweils für sechs Tage. Wir laden eine Hand voll Freunde und Kollegen ein, deren Arbeit mir in der Zeit gefallen hat und schauen mal, was dabei rauskommt. Gesagt getan. Max Wolfgang, Ali Zuckowski, Kelvin Jones, Nico Santos und Kalli&Joe kamen vorbei. Wir hatten tolle Gespräche und eine fantastische Zeit, haben gelacht bis wir geweint haben, haben abends zusammen gekocht und reichlich Raki getrunken. Aber vor allem haben wir Musik gemacht. Viel mehr, als ich zu Hause mit vier Kindern und dem dazugehörigen Alltag je machen kann."

  • 15.12.2022
  • 14:53 Uhr
LOUA 2022
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LOUA weiß "Liegt nicht an mir"

Trennungslieder sind im Pop ja eine ganz eigene Geschichte. Es gibt zwar viele gute, aber einige sind doch sehr von Misogynie geprägt. Egal ob alternde Rockstars, oder aktueller Deutschrap-Nachwuchs: Kaum singt ein Mann von Trennung, weiß man, wer schuld ist. Viele dieser Lieder sind dabei – das darf man ruhig mal feststellen – über die Jahre nicht gut gealtert. Das wird LOUA mit ihrer Debütsingle "Liegt nicht an mir" nicht passieren. Sie stellt schon gleich in den ersten Zeilen fest: "Es liegt nicht an mir, es liegt an dir / Ich kann mal ganz sicher nichts dafür, dass du mich heute Nacht verlierst / Gib dir mal schön selbst die Schuld dafür / Denn es liegt nicht an mir, es liegt an dir." Ihre klare, selbstbewusste Stimme wird dabei von gut abgeschmeckten elektronischen Popsounds umspielt, die sich angenehm zurückhalten. Ein Ohrwurm mit Rückgrat, der sicher nicht zufällig zur ersten Single von ihr geworden ist. Louisa Bücheler alias LOUA sagte dazu in einem Interview: "Erst einmal ist es mir sehr wichtig, dass ich jetzt und in Zukunft nicht fehlinterpretiert oder falsch eingeschätzt werde. Ich bin eine starke Persönlichkeit und lasse mich nicht gern unterbuttern – genau diesen Eindruck soll meine erste Single vermitteln. Ich habe eine emanzipierte Herangehensweise an mein Leben und deshalb auch an meine Karriere. Und ich bin sehr direkt und sehr ehrlich. Ich hatte mal einen Typen, der per SMS mit mir Schluss gemacht hat. Ich war eine Woche traurig und habe dann gedacht: 'Warum eigentlich? Das ist kein Verlust.' Diese Mentalität will ich mit diesem Lied ein bisschen streuen, auch weil ich glaube, dass sich viele Frauen manchmal nicht trauen zu sagen: 'Hey, ich find' mich eigentlich ganz geil!‘ Oder das vielleicht gar nicht fühlen. Da ich manchmal auch mit meinem Selbstbewusstsein struggle, finde ich es sehr wichtig, dass es Trennungslieder mit dieser optimistischen, starken Position gibt."

  • 08.12.2022
  • 12:57 Uhr
Rebel Tell - Schlager ist nicht kriminell
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Rebel Tell beweisen: "Schlager ist nicht kriminell"

Die Worte "tell" oder "tellen" oder "vertellen" sind zwar Weseler Platt, aber auch in weiten Teilen Deutschlands bekannt. Die aus Wesel stammende Band "Rebel Tell" hat sich also den Klassiker von Billy Idol, "Rebel Yell", gegriffen und ihren eigenen Spin verpasst. "Tell" heißt auf Weseler Platt "was vertellen, was erzählen, Vertellekes halten", erklärt Frank, die Stimme der Band. "Wir erzählen mit unseren Songs ein bisschen was aus dem Leben und bringen lustige Geschichten und gute Laune auf die Bühne." Das Konzept klingt dabei erst einmal abenteuerlich – zumindest so lange, bis man einen Song von ihnen zu hören bekommt. Die vier Musiker verbinden Schlager- und Rock'n'Roll und mischen hier und da auch noch Ska und HipHop dazu. Rebel Tell verpassen auf diese Weise Charthits von Andrea Berg, Udo Jürgens und Peter Maffay einen mit Respekt vor den Originalen maßgeschneiderten Schlagerbilly-Sound. Mit dieser einzigartigen Mischung aus Schlager und Rock’n’Roll brachten Gitarrist und Sänger Frank, Bassist Daniel, Gitarrist Billy und Schlagzeuger Aeilko 2019 die Supertalent-Bühne zum Beben – was ihrer Karriere noch einmal einen ordentlichen Schub verpasste und auch der Welt außerhalb des Niederrheins vertellte, was für eine Band da auf die Bühne will. Neben "Mein Herz" (im Original von Beatrice Egli) präsentierten die Rebel Tell als Zugabe "Du kannst nicht immer 17 sein" und fuhren damit nicht nur alle JA-Stimmen, sondern auch Standing Ovations des Studiopublikums ein. Bruce Darnell legte sogar nocheinen drauf: "Ohne Scheiß! Ihr seid die beste Band, die hier jemals aufgetreten ist."

  • 08.12.2022
  • 13:01 Uhr
James Bay
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"Give Me The Reason" für ein neues Album von James Bay

Wer James Bay auch nur einmal live gehört hat, spürt eine Gänsehaut und eine gewisse Ehrfurcht vor dieser mächtigen, gefühlvollen, gegerbten Stimme. Anfang des Jahres kamen vor allem seine britischen Landsleute in den Genuss: Bay ging sozusagen back to the roots, schnappte sich Gitarre und Mikro und spielte unter dem Motto "New Songs New Stories" in kleinen Clubs. Die Shows fanden allesamt Ende Januar, Anfang Februar in Rahmen der "Independet Venue Week" statt. Ein schönes Statement und eine große Hilfe für eine Branche, die zwei untote Jahre hinter sich hat. Normalerweise sind die Bühnen, die James Bay bespielt nämlich ein wenig größer. Er hat auf allen Plattformen mit seinen Liedern inzwischen über siebeneinhalb Milliarden Streams gesammelt. Schon sein gefeiertes Platin-Debütalbum "Chaos And The Calm" (2015), auf dem auch die Hits "Hold Back The River" und "Let It Go" vertreten waren, wurde Anfang 2016 für die GRAMMYs in den Kategorien "Best Rock Album", "Best Rock Song" und er selbst als "Best New Artist" nominiert. Nach den Erfolgen des 2018 veröffentlichten Nachfolgers "Electric Light" – u.a. Platz 2 UK, Platz 12 in Deutschland – dekonstruierte er seinen Sound auf der EP "Oh My Messy Mind", die binnen eines Jahres rund 550 Millionen Streams verzeichnen konnte. Minimalistischer und aufgeräumter als zuvor, bescherte ihm allein die Auskopplung "Peer Pressure" feat. Julia Michaels rund 350 Millionen Streams und noch mehr Kritikerlob. 2019 begleitete er dann Ed Sheeran auf dessen Stadiontour.

  • 28.06.2022
  • 11:30 Uhr
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