Abenteuer Leben täglich

Donnerstag: "Tuff, tuff, tuff, wir fahren in den Puff"

Staffel 2013Episode 22221.11.2013 • 17:45

Einschlägige Adressen werden nur unter der Hand weitergegeben? Heute nicht mehr. Die offizielle Bezeichnung Puff oder Bordell wird zwar niemals verwendet, doch Sauna-, Massage- oder Wellnessclubs gibt es ihrer viele in Deutschland und das mit eigener Homepage und offizieller Werbung. Dabei sind diese Locations teilweise von ganz unterschiedlichen Formaten.

Sex im Puff? Besser als sein Ruf

Die meisten denken beim Puff an ein billiges Hotel, bei dem die Damen im Foyer auf Kunden warten.

Wie im Video gezeigt, gibt es jedoch auch Edel-Puffs, die für Besucher viel zu bieten haben. Wer es gern etwas luxuriöser hat, geht in ein großes, gut ausgestattetes Bordell, in dem sich die Gäste auf viele Räume verteilen können. Bars, Tanzflächen, Pools, Saunen und in manchen Fällen sogar ein Luxuskino bieten viel Abwechslung und Möglichkeiten für erotische Begegnungen.

Zwischen dem ganz einfachen Zimmer und dem Edel-Puff gibt es jedoch noch weitere Angebote auf dem Bordellmarkt:

Der SM-Club: Die Sado-Maso-Szene hat sich spätestens seit "Fifty Shades of Grey" auch in die spießigsten Schlafzimmer Deutschlands verirrt, sei es auch in eher abgeschwächten Versionen. Wer mehr möchte und dabei mit Profis arbeiten will, kann dies in entsprechendes Studios tun.

Rollenspiel-Club: Wer das Rollenspiel beim Sex liebt, findet einige gute Häuser, die sich speziell auf diese Spielart eingeschossen haben. Mit modernen Ideen und in hochwertiger Kulisse lassen diese Häuser die Träume von Männern und auch Frauen wahr werden.

Ambiente-Bordell: Nicht ganz leicht zu finden, doch auch sie gibt es. Puffs, die verschiedene Ambiente wie Mittelalter, Gothic, 1001 Nacht oder ähnliche Ideen aufgreifen und so ihre Gäste für die Zeit ihres Besuches eine andere Zeit oder Welt erleben lassen.

Puff für Frauen: Auch hier hat sich einiges getan, inzwischen bieten zumindest die Metropolen Deutschlands Bordelle, in denen Männer ihre Gunst an Frauen verkaufen.

Prostitution in Deutschland – Gesetze, die auch im Puff gelten

Erst seit wenigen Jahren ist die Prostitution in Deutschland nicht nur legalisiert, sondern auch als Beruf anerkannt. Im Jahr 2002 wurde ein Prostitutionsgesetz verabschiedet. Damit jedoch nicht genug, denn seit Juli 2017 ist endlich auch das Prostituiertenschutzgesetzt in Kraft, das nicht nur Prostituierte vor Übergriffen, Menschenhandel und Sklaverei schützt, sondern auch verhindert, dass sexuell übertragbare Krankheiten sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr ausbreiten können.

Kurz zusammengefasst beinhaltet das neue Gesetz:

  1. Pflicht des/der Prostituierten zur persönlichen Anmeldung bei der zuständigen Behörde – hier ist eine Bescheinigung einer vollzogenen Gesundheitsberatung vorzulegen
  2. Pflicht zur Einholung einer behördlichen Erlaubnis für Bordelle u. ä. Einrichtung
  3. Möglichkeit & Pflicht, eine kostenlose Gesundheitsberatung wahrzunehmen
  4. Pflicht, bei jedem Akt ein Kondom zu verwenden

Darauf sollte man bei einem Puff-Besuch achten

Wer noch nie im Puff war, das Erlebnis aber nicht versäumen möchte, sollte ein paar grundlegende Regeln vor dem Besuch nicht außer Acht lassen. Prostitution war in Deutschland lange Zeit (und ist in anderen Ländern noch immer) ein Gesetzesverstoß und kommt erst langsam aus der Nische des Geheimnistuerischen heraus. Heute jedoch gibt es große, moderne Bordelle mit offizieller Genehmigung und – besonders wichtig – sauberen Räumen und Mitarbeitern. Und darauf kommt es an. Nicht nur die Mitarbeiter/innen dieser Clubs und Puffs sollten gesund und hygienisch einwandfrei sein, auch die Räumlichkeiten selbst. Ein kleiner Check vor einem Besuch lohnt sich auf jeden Fall:

  • Verfügt der Puff über eine Website, auf der Inhaber und Steuernummer einsehbar sind?
  • Stehen ausreichend Abfallbehälter in der Nähe aller „Spielwiesen“ – sind Reinigungstücher vorhanden?
  • Sieht man während des Besuches Reinigungskräfte, die mit Desinfektionsmitteln arbeiten?
  • Macht das ganze Etablissement einen sauberen Eindruck und wirkt gepflegt?

Wer die Lust an der Lust nicht verlieren möchte, sollte lieber ein wenig tiefer in die Tasche greifen und einen Puff auf hohem Niveau besuchen. Ein sauberes gepflegtes Ambiente und vielleicht ein Hauch von Luxus lassen einen Puffbesuch so zum Erlebnis der besonderen Art werden.

Bordellbesuch nur für Männer?

Tatsächlich finden sich in den wichtigsten Großstädten Deutschlands heute schon Bordelle, die speziell auf Frauen als Besucher eingerichtet sind und in denen Männer ihre Dienste anbieten. Doch sie sind noch rar gesät. Der Gedanke wirkt vielleicht anfangs auch befremdlich, doch bereits im Jahr 1979 sorgten die berühmten „Chippendales“ zum ersten Mal für Furore und bis heute sind ihre Auftritte bei vielen Frauen äußerst beliebt. Auch der klassische Stripper zum Jungesellinnen-Abschied ist für viele Frauen ein Must-have und vom Ausziehen bis zum Akt ist es tatsächlich nur noch ein kleiner Schritt. Die Marktlücke Frauenpuff beginnt sich nun langsam zu schließen, auch Frauen dürfen heute ins Bordell – und das tatsächlich als zahlende Kundinnen.