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Höhlendrama in Thailand: Staatenloser Abdul Sam-on wird zum Helden

11.07.2018 • 18:24

Zwei Wochen lang waren zwölf Jungs und ihr Fußballtrainer in einer überfluteten Höhle in Thailand gefangen. Nun konnten alle gerettet werden. Ein Junge wird nach der Rettung als Held gefeiert. Allerdings hat der staatenlose Adul Sam-on bereits ein hartes Schicksal hinter sich.

Rund zwei Wochen waren die zwölf Jungen einer Fußballmannschaft und ihr Trainer in einer Höhle in Thailandeingeschlossen. Die Chance auf eine Befreiung schien beinahe unmöglich. Doch wie durch ein Wunder konnten letztendlich alle Kinder und der Trainer aus der Tropfsteinhöhle gerettet werden. Einer der Jungen wird nun als Schlüsselfigur der Rettungsaktion gefeiert.

Adul Sam-on ist ein kleiner Held

Adul Sam-on war der einzige in der Höhle, der mit den britischen Tauchern kommunizieren konnte. Die anderen konnten kein Englisch sprechen. Abdul konnte den Tauchern so den Zustand der Eingeschlossenen mitteilen und auch die Fragen der anderen Kinder an die Rettungskräfte weitergeben. Durch ihn war die Kommunikation ohne Sprachbarriere zwischen den Eingeschlossenen und den Rettungseinsätzen außerhalb der Höhle überhaupt erst möglich.

Doch Adul spricht nicht nur Englisch und Thai. Der 14-Jährige kann auch Chinesisch und Birmanisch. Er ist ein intelligenter Junge mit einem schweren Schicksal. Denn schon vor dem Höhlendrama, musste der staatenlose Junge einiges erleben.

Was Adul Sam-on mit seinen 14 Jahren schon durchmachen musste, erfahrt ihr oben im Video.

Alle Kinder und der Trainer konnten gerettet werden

Nach rund zwei Wochen konnten alle Jungen und der Trainer aus der Tropfsteinhöhle gerettet werden. Allerdings stehen sie derzeit noch im Krankenhaus unter Quarantäne. Ihr Immunsystem ist schwach. Die Angst vor einer Infektion ist groß. Doch hoffentlich können Adul Sam-on und die anderen Kinder ihre Eltern bald wieder in die Arme schließen.