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Anfang der 50er Jahre bricht Marlon Brando wie eine Naturgewalt über Hollywood herein. Von üblichen Techniken hält der junge Wilde nichts - er bringt blankes Gefühl direkt aus dem Bauch auf die Leinwand.

Sein "Method Acting" ist eine Erfindung des Schauspiel-Gurus Lee Strasberg, in der der Schauspieler sich auf besonders naturalistische Art in seine Rolle einfühlen soll. Die Technik kommt erstmals in der Verfilmung des Tennessee-Williams-Dramas " Endstation Sehnsucht " zur Anwendung. Brando spielt da mit Einsatz seiner ganzen Körperlichkeit den Proleten Stanley Kowalski, der seine vornehme Schwägerin Blanche zur Verzweiflung treibt. Legendär wird Brandos unglamouröser Auftritt im verschwitzten T-Shirt - und dass sich Brando und Filmpartnerin Vivien Leigh auch im wirklichen Leben nicht riechen können, gibt dazu die richtige Würze.

Leigh erhält für ihre Darstellung einer alternden, abgestürzten Lady einen Oscar. Brando macht weiter gemeinsame Sache mit Regisseur Elia Kazan . Unter seiner Regie holt sich das neue Sexsymbol 1954 den ersten Oscar für " Die Faust im Nacken " (On the Waterfront).

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