Achtung Kontrolle!

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Achtung Kontrolle!

Montag: Dem Schimmel auf der Spur (1)

Folge 12 Staffel 2015

Christian Tegeder muss den Herd eines Schimmelbefalls in einem Haus suchen. Doch so einfach ist das nicht! Der Schimmel ist schon überall verstreut.Wie die Geschicht ausgeht und wie man Schimmel effektiv bekämpft, erfahren Sie hier.

19.01.2015 19:00 | 31:51 Min | © kabel eins

Der Schimmel, den wir auf Lebensmittel finden, ist optisch in der Regel bläulich mit einem weißen Rand. Doch das ist nur, was wir sehen. Ein kleines Stück Schimmel am Brot einfach abschneiden? Besser nicht. Unter der Oberfläche wächst der eigentliche Pilz und zieht sich wie ein Netz durch das vollständige Lebensmittel. An der Oberfläche entwickelt sich nur der Fruchtkörper, der zur Vermehrung des Pilzes dient.

Schimmel in der Wohnung löst erwiesener Maßen Krankheiten aus. Ob Atemwegserkrankungen oder Allergien – Menschen und auch Tiere vertragen die durch die Luft verbreiteten Schimmelsporen nur schlecht. Daher gilt: Sollte eine Wohnung von Schimmel befallen sein, den Schimmel entfernen (lassen) und unbedingt die Ursachen für den Befall entfernen.

So entfernen Sie Schimmel von Wohnungswänden

Sobald Sie Schimmel in Ihrer Wohnung auch nur vermuten, sollten Sie sich direkt an die Bekämpfung machen. Breitet sich Schimmel erst einmal aus, benötigen Sie gegebenenfalls professionelle Unterstützung von einem Fachunternehmen, um dem Befall Herr zu werden. Ist nur ein kleiner Schimmelbefall vorhanden, bekommt man den Schimmel oft selbst in den Griff:

Schritt 1: Schutzkleidung tragen

Statten Sie sich vor der Schimmelbekämpfung mit Schutzkleidung aus. Dazu gehören Handschuhe, ein Augenschutz und eine Atemmaske mit der Kennzeichnung P2.

Schritt 2: Bereiten Sie den Raum vor

Bevor Sie dem Schimmel zu Leibe rücken, sollte der Raum vorbereitet werden. Dazu schalten Sie die Heizung aus und öffnen die Fenster, um eine optimale Lüftung zu erzielen und dabei keine Energie zu verschwenden. Die Tür zum Zimmer unbedingt schließen und allen Mitbewohnern den Zutritt bis auf Weiteres untersagen, da bei der Prozedur in der Regel giftige Sporen aufgewirbelt werden.

Schritt 3: Behandeln Sie die befallene Stelle vor

Um den Sporen Einhalt zu gebieten, können Sie bereits vor dem Entfernen des Schimmels eine abtötende Flüssigkeit über den Schimmel sprühen. Schimmel-Ex aus dem Fachmarkt hilft, ist allerdings selbst nicht ganz unschädlich. Gesündere Alternativen sind:

  • Essig oder Essigessenz (für Untergründe aus Metall oder Keramik)
  • 70 % Alkohol (kann in der Apotheke erworben werden)
  • Spiritus mit einem Alkoholgehalt von mindestens 70 %

Geben Sie die Flüssigkeit in eine handelsübliche Sprühflasche und sprühen Sie die befallene Stelle gut ein. Nun lassen Sie alles so lange einwirken, bis die Fläche wieder getrocknet ist und bürsten den Schimmel (Schutzkleidung nicht vergessen) mit einer harten Bürste sorgfältig ab.

Schritt 4: Noch einmal einsprühen

Da durch das Abbürsten nur der Fruchtkörper mit den Sporen entfernt wird, folgt nach dieser Prozedur ein weiterer Schritt, nämlich nochmaliges und großzügiges Einsprühen, um das Wurzelgeflecht zu vernichten. Dazu sollte die Tapete abgezogen werden, um direkt den Putz behandeln zu können. Ist der Putz extrem befallen, ist es angeraten, ein Fachunternehmen zur Hilfe zu rufen.

Schimmel an der Wand? Finden Sie die Ursache!

Schimmel in der Wohnung sollte bestenfalls vor der Entstehung unterbunden werden. Schimmel siedelt sich gern dort an, wo es feucht und warm ist. Es gibt unterschiedliche Ursachen für Schimmelbefall, die Sie problemlos überprüfen können:

Unsachgemäßes Lüften: Falsches Lüften und Wäschetrocknung in der Wohnung sind häufige Ursachen für Schimmelbefall, die sich problemlos vermeiden lassen. Alle Räume sollten einmal täglich gut gelüftet und dann mit einer gleichbleibenden Temperatur beheizt werden. Wäsche nicht in der Wohnung trocknen lassen; nach dem Duschen die Badezimmertür schließen und das Badfenster öffnen.

Eine falsch angebrachte Isolierung: Gerade ältere Gebäude werden häufig nachträglich isoliert – und das nicht immer fachgerecht. Dämmtapeten oder ähnliches können die Luftzirkulation behindern, sodass die Feuchtigkeit zwar in den Raum gelangt, jedoch das Gebäude nicht mehr verlassen kann.

Feuchtigkeitseinbrüche: Undichte Fenster, Dächer oder auch Fassadenrisse können dazu führen, dass viel Feuchtigkeit ungehindert ins Gebäude gelangt. Im Zusammenspiel mit der Innenraumwärme wird Schimmelbildung auf diesem Weg stark begünstigt.

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