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Timesharing-Angebote auf den Kanaren und Co.

Wer nur Taschendiebstahl im Auge hat, wenn es um Spanien-Urlaub geht, oder nur an Fliegende Händler denkt, sollte aufgepassen. Denn auch Timesharing boomt in dem beliebten Reiseland. Dabei handelt es sich um eine Art Glücksspiel-Betrug: Bevorzugt Rentner werden am Strand angesprochen, gebeten, an einer Umfrage teilzunehmen und tappen damit in die Falle. Als Gegenleistung dürfen Sie nämlich ein Los ziehen und gewinnen prompt eine Woche Urlaub mit freier Unterkunft in Spanien. Die vermeintliche Übergabe des Gewinns findet auf einer Party statt. Dort angekommen, ist von dem Quartier for free kaum noch die Rede. Ziel der Veranstaltung: Ferienwohnrechte verkaufen, sprich Mann zahlt einmal für ein Hotel oder Apartment, das dann für eine bestimmte Zeit im Jahr genutzt werden kann.

Der Betrug ist gut überlegt, denn die Urlauber müssen den Vertrag für das Timesharing in Spanien sofort unterzeichnen und haben keine Zeit, die Vertragsbedingungen zu checken. Das kann teuer werden, denn oft müssen Kautionen, Steuern und Notar- und Grundbuchkosten noch zusätzlich bezahlt werden oder die Ferienanlage existiert gar nicht erst.

Wie Sie sich vor Timesharing schützen können

Von „Timesharing“ ist heute kaum mehr die Rede, wenn es um den Betrug an Urlaubern geht, denen Ferienwohnrechte verkauft werden, denn mittlerweile wissen die meisten, dass es sich dabei um Abzocke handelt. Viele Unternehmen tarnen ihre Angebote daher als „Ferienclub-Mitgliedschaft“ beziehungsweise „Holiday Packs“ oder machen aus ihnen sogar Kombipakete: Apartment-Nutzung in Spanien und Vergünstigungen auf andere Urlaubsreisen beispielsweise. In den meisten Fällen sind diese aber heillos überteuert. Lassen Sie davon am besten die Finger!

Timesharer-Betrug: Doppelt abgezockt!

Auch eine Masche: Früher wurden Ferienwohnrechte verkauft, heute konzentrieren sich die Betrüger auf die, die bereits reingefallen sind, die Timesharer. Möchten die ihre Anteile wieder loswerden, tarnen sich die Betrüger als Mitarbeiter von großen Kanzleien beispielsweise und behaupten, bereits Interessenten für das Teilzeitwohnrecht zu haben. Der Haken: Sie verlangen schon vorab hohe Gebühren. Sind die eingestrichen, machen sie sich aus dem Staub. Zu einem Verkauf kommt es nie. Besonders auf den Kanaren boomt das Timesharing-Geschäft, denn hier machen viele Deutsche gern Urlaub. Tipp: Lassen Sie sich immer erst einen Kostenvoranschlag machen, hinterfragen Sie Kosten für angebliche Steuern oder ziehen Sie im Zweifelsfall einen Notar zurate.