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Ein Dorn im Auge: Fliegende Händler in Spanien

Fliegende Händler haben in Spanien eine lange Tradition. Viele von ihnen kommen – teils illegal – aus afrikanischen Ländern und in dem südeuropäischen Land oft nur durch den Verkauf verschiedener Artikel über die Runden. Das Problem dabei: Die meisten haben weder eine Verkaufsgenehmigung noch sind die Waren echt. Eine echte Konkurrenz für die inländischen Geschäfte und aufgrund ihrer obskuren Verkaufsmethoden obendrein schlecht für den Tourismus. Wie Sie den Betrug erkennen? Wenn fliegende Händler eine „Chanel“-Brille, die für gewöhnlich mehrere hundert Euro kostet, oder einen hochwertigen Sweater von „Nike“ auf einem ausgerollten Teppich am Straßenrand zum Spottpreis anbieten, sollten Sie in jedem Fall misstrauisch werden, denn es handelt sich sehr wahrscheinlich um Betrug. 

Ist der Kauf gefälschter Ware strafbar?

Kommt ganz darauf an, was Sie mit den Souvenirs vorhaben. Haben Sie nur zwei oder drei Kleidungsstücke gekauft, dürften Sie am deutschen Zoll nichts befürchten, denn dann haben Sie offensichtlich nur für sich selbst eingekauft – aus Kulanz werden die Zöllner wohl ein Auge zudrücken. Etwas problematischer ist der Sachverhalt beim Transport von mehreren Souvenirs in unterschiedlichen Größen. Denn hierbei scheint der Reisende nicht nur den eigenen Kleidungsschrank bestücken zu wollen. Der Zoll wertet das als gewerbliche Einfuhr – und die ist strafbar. Ob Sie nur für den Privatgebrauch eingekauft haben, liegt also ganz im Ermessen der Zollbeamten. 

Betrug, der teuer für Sie werden kann

Nicht nur die Menge und die Größen sind für den deutschen Zoll entscheidend, sondern natürlich auch die sogenannte Reisefreigrenze. Die liegt bei 430 Euro für Flug- oder Seereisende. Tipp: Beim Einkauf im Ausland immer die Quittungen geben lassen und diese aufheben. Sie sind vor allem dann wichtig, wenn Sie neuwertige elektronische Geräte erwerben. Denn kann der Einkaufspreis nicht nachgewiesen werden, müssen Sie mit hohen Abgaben rechnen. Für Waren bis zu einem Gesamtwert von 700 Euro wird eine Pauschale von 17,5 Prozent erworben.