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Kreditkartenbetrug – Gefahr besteht nicht nur im Ausland

Viel Bargeld nimmt kaum noch jemand in den Urlaub mit – schließlich kann einem schnell mal die Tasche geklaut oder der Hotel-Safe geknackt werden. In Ländern wie Kanada und den USA braucht man sogar fast gar kein Bargeld, denn hier werden selbst Kleinstbeträge oft via Credit Card beglichen. Doch „Gelegenheit macht Diebe“ – und die Gefahr von Kreditkartenbetrug besteht nicht nur im Ausland. Geklaut werden kann schließlich überall und auch der Magnetstreifen lässt sich ganz easy kopieren. Im Alltag hat man von Online-Abzocke, sprich Kreditkartenbetrug im Internet, schon mal gehört, im Urlaub hingegen werden viele genauso kalt erwischt wie von Abzocke am Geldautomaten. Die drohende Strafe schreckt die meisten Kriminellen nicht ab. Also Augen auf, wenn Sie verreisen!

Wie Sie sich vor Kreditkarten-Abzocke schützen können

Um sich vor Kreditkartenbetrug zu schützen, gilt für den Urlaub: Geben Sie die Karte, wenn Sie abends beispielsweise essen gehen, nie einem Kellner mit, der diese für die Abrechnung mitnimmt. Verlangen Sie entweder, dass das Kartenlesegerät an den Tisch gebracht wird oder begleiten Sie den Kellner zum Tresen.

Augen auf auch beim Geldabheben! Bemerken Sie am Geldautomaten auffällige Anbauten oder Ähnliches, sollten Sie diese der Polizei melden und dort lieber kein Bargeld abheben. Aber auch wenn alles in Ordnung ist, sollten Sie darauf achten, dass Ihnen niemand beim Abheben zuschaut. Last, but not least: Kontrollieren Sie nach dem Urlaub unbedingt Ihre Kreditkarten-Abrechnung. Können Sie einige Zahlungen nicht nachvollziehen, rekapitulieren Sie Ihre Ausgaben im Urlaub und wenden Sie sich gegebenenfalls an die Polizei. Im Notfall müssen Sie wegen Abzocke eben Anzeige erstatten.

Was tun, wenn’s zu spät ist?

Ob geklaut, von einem Automaten eingezogen oder verloren – der erste Schritt, wenn Visa oder MasterCard weg ist: das Zahlungsmittel sperren lassen. Das können Sie entweder bei Ihrem Kreditinstitut oder dem zentralen Sperrannahmedienst tun, der unter der Telefonnummer: +49 116 111 erreichbar ist. Für Anrufe innerhalb Deutschlands fallen keine Gebühren an, aus dem Ausland gegebenenfalls schon.

Geld zurück nach Abzocke? Infos zur Haftung

Zuerst die schlechte Nachricht: Wer seine Karte verliert, haftet mit bis zu 150 Euro für den entstandenen Schaden gegenüber dem Zahlungsdienstleister, sprich seinem Kreditinstitut. Dies gilt pauschal für den Zeitraum bis zur Anzeigen-Erstattung. Danach haften Sie nicht mehr für entstehende Schäden. Ihre Bank kann Ihnen allerdings auch die Ersatzkarte in Rechnung stellen. Das ist gesetzlich zwar eigentlich nicht zulässig, probiert wird’s trotzdem oft mit bis zu 250 Euro. Bestehen Sie daher auf eine kostenlose Karte und beantragen Sie, dass das abgebuchte Geld zurück überwiesen wird.