- Bildquelle: Fotolia © Fotolia

Kriminelle locken mit attraktiven Angeboten

Ein großes Ferienhaus direkt am Strand mit perfekter Anbindung zur Innenstadt Roms für nur 50 Euro inklusive Nebenkosten am Tag. Und das ganz ohne Casting oder ein besonderes Auswahlverfahren seitens Anbieter. Wer zuerst schreibt, bekommt den Zuschlag, so das Versprechen. Klingt auf den ersten Blick wie ein Traum – und das ist es streng genommen auch. Denn hinter der verlockenden Anzeige steckt ein handfester Immobilienbetrug.

Masche ist immer die gleiche

Der Vermieter gibt an, dass er geschäftlich unterwegs ist, die Schlüsselübergabe kann demnach nicht persönlich erfolgen. Daher soll der Interessierte eine Kaution überweisen, als Gegenleistung bekäme er dafür den Schlüssel. Das Problem: Es gibt keinen Schlüssel und in der Regel auch kein Ferienhaus. Das Geld wird auf ein Schein-Konto überwiesen, das kurze Zeit später aufgelöst wird. Die Masche ähnelt der Abzocke im Internet mit Hotelreservierungen. So wird der Urlaub zum Horror, noch bevor er überhaupt angefangen hat.

So erkenne ich den Immobilienbetrug

Grundsätzliche Faustregel: Sobald der Anbieter von Ihnen fordert, dass Sie den vollständigen Mietbetrag per Vorkasse zahlen oder eine riesige Kaution für den Schlüssel hinterlegen, bevor Sie überhaupt einen Schritt in das Ferienhaus gesetzt haben, sollten bei Ihnen alle Alarmglocken läuten. Weitere Indizien, die auf Immobilienbetrug hindeuten: extrem niedrige Preise für ein Traumhaus, wenn der Vermieter eine Überweisung per Western Union fordert und auch nur via E-Mail erreichbar ist. Bei Verdacht: Kein Geld überweisen und umgehend die Polizei kontaktieren.