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„Verliebt in meine Angestellte“

Wer sich als Chef in eine Mitarbeiterin verliebt, hat ein Problem, denn er übernimmt damit zwei Rollen: die des Vorgesetzten und die des Verehrers – zwei Rollen, die nicht kompatibel sind. Die Frage nach dem Warum erklären zwei Beispiele.

Erstens: Sie sind verliebt in Ihre Mitarbeiterin und diese auch in Sie, Sie gehen eine Beziehung ein, müssen aber so tun, als seien Sie weiter nur Kollegen, damit die anderen nichts merken. Wie lange kann das gut gehen? Und was ist beim ersten Streit oder wenn Sie merken, dass Ihre Beziehung keine Zukunft hat? Womöglich sind Sie dann nicht nur Ihre Freundin, sondern auch Ihre Mitarbeiterin los, denn professionell mit einer privaten Enttäuschung umzugehen und den Ex-Partner hinterher jeden Tag zu sehen – das schaffen die wenigsten.

Doch selbst wenn die Beziehung funktioniert, wird es auf Dauer ganz schön anstrengend, die anderen Kollegen nichts davon merken zu lassen. Es geht schließlich um mehr als nur Sex im Büro und früher oder später wird Ihr Techtelmechtel auffliegen. Fragt sich, was dann?

Unglücklich verliebt in Mitarbeiterin

Zweites Beispiel: Sie sind verliebt in eine Mitarbeiterin, diese aber nicht in Sie. Und jetzt? Sie könnten Ihre Position als Chef klar ausnutzen, die Angebetete unter Druck setzen, bei Zurückweisung zusätzliche Arbeitsaufträge vergeben und, und, und. Das aber ist eine ganz miese Masche. Schließlich kann die Mitarbeiterin für Ihre und ihre eigenen (fehlenden) Gefühle nichts. Die Folge der Misere ist meist, dass die Angebetete kündigt.

Tipp für Chefs: Legen Sie die Karten offen auf den Tisch, wenn Sie es für richtig halten, versuchen Sie aber möglichst professionell mit der Situation umzugehen und nicht die beleidigte Leberwurst zu spielen, wenn Sie von Ihrer Mitarbeiterin zurückgewiesen werden. Schließlich erwarten Sie doch sicher auch von Ihren Angestellten in jeder Hinsicht Fair Play.

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