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Egokiller Pornofilm

Männliche Darsteller haben die Ausdauer eines Marathonläufers, weibliche Erotikstars bekommen gefühlt im Minutentakt einen Orgasmus: Das Anschauen eines Pornofilms kann das Ego eines Mannes ziemlich in die Knie zwingen. Doch dafür gibt es gar keinen Grund – denn das, was vor der Kamera passiert, orientiert sich alles andere als an der Realität.

+++ Nicht alle Pornos sind gleich. Dieser hier ist eine echte Überraschung! +++

Gespielte Spontanität

„Zeit, Tag, Partner – all das ist vorher ausgemacht“, beschreibt Joanna Angel ihre Arbeit als Pornostar. Dabei sei es auch egal, ob die Chemie zwischen Mann und Frau stimmen würde – Hauptsache, die Szene ist am Ende im Kasten. Aber nicht nur auf emotionaler Ebene müssen die Darsteller dem Zuschauer etwas vorgaukeln. „Mein Job ist es nicht, Orgasmen vor der Kamera zu haben“, gesteht die japanische Erotikqueen Kelly Shibari und impliziert so, dass sie bei ihrer Arbeit den Höhepunkt auch mal vortäuscht. Die Männerwelt darf also durchatmen.

Privater Sex ist intimer

Zwar kommt es am Set oft zu echtem Geschlechtsverkehr, für Branchenheld Moe „The Monster“ Johnson sind Pornoszenen jedoch reine Schauspielerei. Kein Wunder, die Darsteller müssen zum Teil vor einem Team von mehreren Leuten Sex haben oder spielen – alles andere als intim. Und auch die Tatsache, dass die Schauspieler stets an das Endergebnis denken, wenn sie sich eigentlich fallen lassen müssten, mache den Matratzensport zur reinen Kopfsache. Das sei nach Meinung der Profistecherin Jessie Lee auch der größte Unterschied zum privaten Sex. „Du denkst viel weniger nach, wenn du realen Sex hast.“