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Do it yourself: Holzterrasse

Im Hochsommer ist der Feierabend auf der Terrasse zuhause. Für geübte DIYselfer ist das Verlegen einer Holzterrasse kein Problem und mit nachbarlicher Hilfe in zwei bis drei Tagen gut zu schaffen... Abenteuer Leben - täglich Wissen zeigt wie es geht!

14.07.2011 17:50 | 18:02 Min | © kabel eins

Wer eine Holzterrasse selber bauen möchte, sollte sich zunächst klar machen: Eine Do-It-Yourself-Holzterrasse ist ein umfangreiches Projekt und benötigt einiges an Ausrüstung, Material und vor allem Geschick und Geduld, denn eine Terrasse baut auch der Profi nicht an einem Tag. Aber worauf ist zu achten, wenn man eine DIY-Holzterrasse bauen möchte?

Unentbehrliches Material für die Holzterrasse: Holz und Schrauben

Das wichtigste Material für eine Holzterrasse ist logischerweise das Holz. Damit die Terrasse möglichst lange hält, empfiehlt es sich, tiefenimprägniertes Holz zu verwenden. Terrassenholz sollte folgende Eigenschaften erfüllen:

  • wasser- und wetterbeständig
  • pflegeleicht
  • rutschfest
  • splitterfrei

Selbstverständlich können Sie Holz mit der richtigen Imprägnierung auch selbst wetterfest machen, aber tiefenimprägniertes Holz ist langlebiger und arbeitet zudem deutlich weniger – Aufquellen und Verziehen reduzieren sich dadurch auf ein Minimum. Tipp beim Holzkauf: Da beim Zuschneiden immer auch Verschnitt anfällt, empfiehlt es sich, 10 % mehr zu bestellen. Genau wie beim Holz sollten Sie auch beim übrigen Material nicht sparen: Sorgen Sie vor allem dafür, dass ausreichende Mengen passender Holzschrauben, möglichst korrosionsfrei, vorhanden sind.

Werkzeuge und Ausrüstung für die DIY-Holzterrasse

Neben Schrauben und Holz benötigen Sie zum Bau einer Holzterrasse folgende Werkzeuge:

  • Handkreissäge
  • Kapp- und Gehrungssäge (Tipp: Profi-Sägen wie Gehrungs- und Kreissägen zum Zuschneiden der Kanthölzer und Terrassendielen können bei vielen Baumärkten geliehen werden)
  • Akku-Bohrschrauber
  • Wasserwaage bzw. Profi-Richtscheit
  • Zollstock, Maßband
  • Maurerschnur
  • Richtlatte
  • Richtwinkel
  • evtl. Klappbock und Schraubzwingen für den Holzzuschnitt
  • Schleifklotz und Schleifpapier für die Feinarbeiten
  • Gehörschutz, Arbeitsschuhe und Arbeitshandschuhe für die Arbeitssicherheit

Schritt für Schritt eine DIY-Holzterrasse selber bauen

Fundament für die Terrasse bauen: Ein Terrassenfundament muss eine stabile und langlebige Grundlage für die Terrasse bilden, die sowohl wetterbeständig als auch unanfällig für Unkraut ist – schließlich soll später kein Grünzeug zwischen oder unter den Terrassendielen hervorwachsen. Wenn Sie sich für ein Betonfundament entscheiden, müssen Sie etwa o,5 Meter Bodenaushub einplanen, damit ein stabiles Betonfundament gegossen werden kann. Die groben Erdarbeiten können Sie natürlich einfach mit Schaufel und Spaten erledigen. Bequemer ist es aber, sich wie im Video einen Mini-Bagger anzumieten, der die Arbeit viel schneller erledigt.

Terrassenunterkonstruktion bauen: Steht das Fundament, können Sie mit der Unterkonstruktion beginnen. Planen Sie die Unterkonstruktion so, dass die Terrassendielen möglichst auf exakter Höhe mit der Terrassentür oder Terrassentreppe abschließen. Um die Unterkonstruktion auf Höhe zu bringen, empfehlen sich höhenverstellbare Stellfüße für Terrassen. Im Video können Sie sehen, wie diese Terrassenlager flexibel per Gewindedrehung auf Höhe gebracht werden – und zwar millimetergenau. Das ist wichtig, denn die genaue Ausrichtung der Unterkonstruktion entscheidet darüber, ob die Terrassendielen später gerade liegen.Profi-Tipp: Die Terrassendielen sollten ein leichtes Gefälle in Richtung Garten erhalten – schließlich soll Regenwasser nicht in Richtung Haus abfließen. Richtlinie: Ein Gefälle von 1 % entspricht etwa einem Zentimeter pro laufendem Meter.

Verlegen der Terrassendielen: Die Dielen werden vom Haus zum Garten hin verlegt. Die erste Diele sollte parallel zum Haus verlaufen. Wichtig ist, dass Sie etwa 10 Zentimeter Platz zur Hauswand lassen, damit das Holz später noch arbeiten kann. Zwischen den Stößen sollten Sie ebenfalls etwa 0,7 Zentimeter Luft lassen. Ausnahme: Wenn Sie Holzdielen mit Fugen oder Klicksystem verwenden, entfällt der Luftraum. Ansonsten gilt bei jeder Diele Schritt für Schritt: Vermessen – verlegen – verschrauben. Damit später die Schraubenköpfe nicht aus dem Terrassenboden hervorschauen: Nutzen Sie beim Verschrauben spezielle Versenker – das sind Bohraufsätze, die dafür sorgen, dass die Schraubenköpfe komplett im Holz verschwinden.

Zum Schluss können Sie Blendleisten verlegen, um Übergänge zwischen Terrasse und Haus zu überbrücken. So sorgen Sie dafür, dass Ihre DIY-Holzterrasse nach echter Profi-Arbeit aussieht.

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