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Höhlen-Drama in Thailand: Taucher stirbt bei Rettungsversuch

06.07.2018 • 14:00

Bei der Rettungsaktion der eingeschlossenen Kinder und ihres Trainers in der Tham Luang Nang Non Höhle in Thailand kam ein Navy Seal Taucher ums Leben. Wie realistisch ist es, dass die Jungen den Tauchgang schaffen?

Es herrscht immer noch großes Bangen um die eingeschlossene Jugend-Fußballmannschaft aus Thailand. Zwar hat man die Jungen im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihren Trainer mittlerweile gefunden, aus der Höhle gerettet werden konnten sie aber noch nicht.

Ein erfahrener Taucher stirbt bei Rettungsaktion

Nun überschattet auch noch ein tragischer Todesfall die Rettungsaktion. Der 37-jährige Saman Kunan, ein ehemaliger Elite-Taucher der thailändischen Marine, starb bei einem Tauchgang in der Höhle. Was genau zum Tod des Mannes geführt hat, erfahrt ihr oben in unserem Video.
Dieser tragische Fall zeigt, wie schwer es ist, die Jungen und ihren Trainer aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Der Sauerstoffgehalt in der Höhle ist niedriger als an der frischen Luft. Aus diesem Grund wollen die Retter mithilfe eines Rohres Sauerstoff in die Höhle leiten. Dieses müsste aber fast fünf Kilometer lang sein, um die Gruppe zu erreichen.

Viele der Jugendlichen sind noch zu schwach

Zudem seien die Eingeschlossenen nicht stark genug, um selbst aus der Höhle schwimmen und tauchen zu können. Sie müssten eine Strecke von fünf Stunden zurücklegen. Es wird immer noch versucht, das Wasser aus der Höhle abzupumpen. Aber in Thailand herrscht gerade Regenzeit, was die Rettungsaktion deutlich erschwert. Für die nächsten Tage wurden erneut neue Regenfälle vorhergesagt.

Es gibt aber noch weitere Rettungsversuche. Experten versuchen an den Berghängen um die Höhle herum Stellen zu finden, an denen sie Löcher zu den Jungen bohren könnten. Eine geeignete Stelle wurde bislang aber nicht gefunden.

Die Fußballmannschaft ist seit dem 23. Juni in der Höhle eingeschlossen

Die zwölf Jungen und ihr Trainer sind bereits seit dem 23. Juni in der Höhle eingeschlossen. Nach ihrem Fußballtraining wollte die Mannschaft noch die viertgrößte Höhle Thailands besichtigen und wurde bei diesem Ausflug offenbar von einer Sturzflut überrascht. Um dem Wasser zu entkommen, liefen sie immer tiefer in die Höhle hinein.

Am 2. Juli, also erst nach neun Tagen, wurde die Gruppe von britischen Tauchern gefunden. Seitdem versuchen die vielen nationalen und internationalen Retter, die Mannschaft aus der Höhle zu befreien.

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