So sieht's aus.

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So sieht's aus.

Highspeed-Reportage: Sauna (1)

Staffel 13

Ab in die Sauna, schwitzen und entspannen! Aber warum tut Saunieren dem Körper so gut? "Abenteuer Leben" verfolgt den ganzen Prozess vom Duschen bis zum Aufguss mit der Highspeed-Kamera und zeigt, was beim Wellness genau passiert.

17.11.2013 22:15 | 9:41 Min |

Sauna-Besuch: So schwitzen Sie richtig!

Ein Besuch in der Sauna ist für viele Menschen eine richtige Wohltat und gehört zu einem Wellness-Tag einfach dazu. Egal, ob Sie zu Hause schwitzen oder im Schwimmbad – einige Dinge sollten Sie immer beachten.

Vor dem Sauna-Besuch: Duschen!

Vor dem Besuch in der Sauna geht es immer unter die Dusche. Das ist wichtig, um die Haut gut auf die bevorstehende Hitze-Behandlung vorzubereiten. Make-up, Schmutz und Cremes sollten Sie unter der Dusche gründlich entfernen, damit sich die Poren in der Sauna öffnen können. Und: Ein sorgsames Abtrocknen ist nach dem Duschen und vor dem Saunieren ratsam, da sich sonst das der Schwitzvorgang verzögert.

Frau unter der Dusche einer Sauna
Vor der Sauna geht es unter die Dusche – danach auch. © pixabay

Schwitzen wie die Profis

Der Besuch einer finnischen Sauna, der wohl am meisten verbreiteten und bekanntesten Sauna-Art, sollte grundsätzlich nicht länger als 15 bis maximal 20 Minuten dauern. Schließlich steigen die Temperaturen hier schon mal auf über 100 Grad an. Die kurze Hitze wirkt entspannend und stärkt das Immunsystem. Sie öffnet die Poren und bringt Sie zum Schwitzen – etwa 20 bis 30 Gramm Schweiß kommt minütlich an die Hautoberfläche. Übrigens: Wer regelmäßig in die Sauna geht, schwitzt mehr und schneller. Schwitzen kann also trainiert werden.

Es gibt ganz unterschiedliche Aufguss-Arten in der Sauna. Oft kommt Eukalyptus zum Einsatz, aber auch Honig, Lavendel, Kiefer, Birke oder Aromen wie Kirsche und Orange sind beliebt. Der Aufguss wird auf heiße Lavasteine gegossen. Auf dem über 200 Grad heißen Gestein verkocht die Flüssigkeit sofort und steigt als heiße Luft nach oben. Und dann wird geschwitzt. Allerdings ist es nicht nur Schweiß, der sich auf der Haut sammelt. Auch Wasser aus der Luft kondensiert auf der anfangs noch kalten Oberfläche. Wie genau das beeindruckende Spektakel aussieht, können Sie im Video dank Highspeed-Kamera in Zeitlupe beobachten.

Darauf sollten Sie nach dem Sauna-Gang achten

Auch wenn das Saunieren einen positiven Effekt hat: Für den menschlichen Körper ist es zunächst eine große Belastung. Der Sauna-Besuch lässt sich mit Fieber vergleichen. Die Körpertemperatur steigt dabei und die Blutgefäße weiten sich. Daher sollten Sie sich danach unbedingt abkühlen. Eine kalte Dusche gehört zu jedem Sauna-Besuch dazu. Durch den extremen Temperaturwechsel ziehen sich die geweiteten Blutgefäße blitzschnell wieder zusammen. Das ist anstrengend für den Körper, der Kreislauf läuft auf Hochtouren.

Eine Entspannungsphase von mindestens 15 Minuten gehört daher ebenso zur Sauna-Routine wie das Duschen. Packen Sie sich dazu warm ein und greifen Sie beispielsweise zu einem Buch oder lassen Sie die Gedanken schweifen – Hauptsache Ihr Körper kann sich in Ruhe regenerieren und entspannen. Ebenfalls wichtig nach dem Sauna-Aufenthalt: viel trinken! Schließlich entzieht das Schwitzen dem Körper eine Menge Flüssigkeit.

Frau mit Handtuch beim Sauna-Besuch
Der Sauna-Besuch ist Entspannung pur, für den Körper aber auch eine Belastung. © pixabay

Saunieren mal anders: Russisches Dampfbad

Wenn Sie schon ein echter Profi sind oder die gewöhnliche Sauna Ihnen zu langweilig ist, können Sie sich auch über andere Sauna-Arten informieren. Unsere Tester im Video begeben sich zum Beispiel in eine russische Sauna (Banja). Diese wird aus sibirischem Kiefernholz gebaut und bietet ein ganz anderes Erlebnis. Zur Entspannung gibt es erst einmal einen frisch gekochten Tee, doch dann ist Schluss mit Relaxen. Mit frischen Bündeln aus Birkenreisig (Wenik genannt) werden zunächst die heißen Steine im Saunaofen aufgegossen. Danach geht es den Besuchern an den Kragen. Mit leichten Schlägen wird die Haut der Tester behandelt, damit sich die Poren öffnen und das Birkenöl, das keimhemmend und desinfizierend wirkt, leichter in die Haut übergehen kann. Durch die Behandlung mit den Wenik-Bündeln rötet sich die Haut – und das Ganze kann auch etwas weh tun, wie Sie im Clip sehen.

Auch nach diesem Sauna-Gang ist eine Abkühlung nötig, die nur den ganz Harten gefallen dürfte: Diesmal kommt Eis zum Einsatz. Das versetzt den Körper in Alarmbereitschaft. Blitzschnell ziehen sich die vorher geöffneten und gereinigten Poren wieder zusammen und die Hautoberfläche strafft sich. Die Temperatur auf der Haut sinkt sehr schnell um etwa 10 Grad ab. Und – das kennen Sie sicher – es entsteht die sogenannte Gänsehaut. Dabei aktiviert das Nervensystem in kürzester Zeit unzählige kleine Aufstellmuskeln, die kleinen Härchen am Körper richten sich reflexartig auf.

Nach der Sauna in den Whirlpool?

Das Entspannen im Whirlpool gehört für viele Sauna-Fans ebenfalls zu einem perfekten Wellness-Tag dazu. Eine gute Idee, denn tatsächlich ist das Blubberbad äußerst effektiv, da das warme Wasser die Muskulatur entspannt. Die Körpertemperatur steigt wieder leicht an und die Adern weiten sich. Dabei atmen Sie ganz automatisch tiefer ein und nehmen so auch mehr Sauerstoff auf als üblich – zum Relaxen nach dem Besuch in der Sauna also ideal!

Eimer für den Aufguss in einer Sauna
Wer hat's erfunden? © pixabay

Übrigens: Die Sauna stammt ursprünglich nicht aus Finnland, heißt es beim "Deutschen Sauna-Bund e.V". Schon in der Steinzeit hat es erste Schwitzbäder gegeben, die ähnlich funktionierten wie die heutige Sauna. Die frühesten Funde stammen aus Asien, auch in allen Teilen Amerikas wurde schon vor Jahrtausenden ordentlich geschwitzt.

Fazit: Ein Sauna-Besuch wirkt sich positiv auf den Körper aus, ist aber auch mit Anstrengung verbunden. Deshalb sollten Sie es auf keinen Fall übertreiben, sich danach gut abkühlen und viel trinken.

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