So sieht's aus.

Neue Konditionen zum Jahreswechsel: Versicherungen können teurer werden

Der Jahreswechsel beschert Millionen Deutschen wie fast schon gewohnt zahlreiche Änderungen bei ihren Versicherungen. Konditionen und Prämien ändern sich in vielen Fällen sowohl bei Bestandsverträgen als auch bei Neuverträgen. Es gibt eine Reihe gesetzlicher Änderungen bei der Alters- und Risikovorsorge, bei Sachversicherungen, beim Gesundheitsschutz und bei der Pflege. Besonderes Augenmerk sollte auf die Kfz-Versicherung gelegt werden. Der einzelne Autofahrer kann im Rahmen einer Neueinstufung der Regionalklassen im ungünstigsten Fall um bis zu vier Stufen nach oben gestuft, ohne einen Unfall gebaut zu haben. Das kann einen Anstieg der Versicherungsprämie pro Jahr von bis zu 500 Euro ausmachen.

Es gibt aber auch gute Nachrichten und wir zeigen, welche dies sind!

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Denn, wenn sich ein Versicherungsbeitrag erhöht, hat man in der Regele in außerordentliches Sonderkündigungsrecht. Und von diesem Gebrauch zu machen, kann sich in sehr vielen Fällen lohnen!

Bevor man jedoch kündigt, sollt man die Versicherungstarife gut vergleichen, denn billiger, heißt nicht automatisch besser und von mehr Leistung kann man oft auch nicht sprechen. In übersichtlichen Tarif-Vergleich en ist aber relativ gut ersichtlich, was alles enthalten ist, und was welche Versicherung dann im Endeffekt kosten wird. Im Internet sollte man sich durchaus umschauen, auch, wenn man bisher immer nur auf seinen „treuen Versicherungsmakler“ vertraut hat.

Was gibt es sonst noch neues?

Neue Beitragsbemessungsgrenzen für Altersvorsorge und Krankenversicherung

Für die Alters- und Risikovorsorge steigt mit dem Jahreswechsel die Beitragsbemessungsgrenze auf 76.200/68.400 Euro (Westdeutschland/Ostdeutschland). Das hat direkte Auswirkungen auf die betriebliche Altersversorgung – der Gehaltsbestandteil, der ohne Steuerabzüge in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds investiert werden kann, steigt auf 254 Euro monatlich.

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Die Beiträge zu einer Basis-Rente können 2017 gemeinsam mit denen zur gesetzlichen Rentenversicherung als Sonderausgaben vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden. Bis 2025 soll die Beitragsbemessungsgrenze jährlich schrittweise angehoben werden. Das sogenannte Flexi-Rentengesetz ermöglicht Arbeitnehmern im Alter von 63 bis 67 Jahren durch eine bessere Kombination von Teilzeitarbeit und Teilrentenbezug einen individuell gestaltbaren Übergang in den Ruhestand.

Auch die Bemessungsgrenze für die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung steigt 2017 im Rahmen der jährlichen Anpassung von 50.850 Euro auf 52.200 Euro. Beim Wechsel von der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung gilt ab dem 1. Januar 2017 für Angestellte eine Versicherungspflichtgrenze von 57.600 Euro Jahreseinkommen. Wer diese Grenze überschreitet, hat künftig die Wahlfreiheit zwischen beiden Systemen. Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse in Höhe von 14,6 Prozent werden 2017 stabil bleiben. Ausführliche Informationen zum Thema Altersvorsorge gibt es hier .

Rauchmelder ab 2017 auch in bestehenden Gebäuden nachrüsten

Ende 2016 läuft die Nachrüstfrist für Rauchmelder in NRW und im Saarland ab. Ab dem 1. Januar 2017 müssen auch in bereits bestehenden Gebäuden Rauchwarner installiert sein. Berlin ist das letzte Bundesland, das zum 1. Januar 2017 für Neubauten die Pflicht zum Einbau von Rauchmeldern einführt. Verantwortlich für die Nachrüstung ist bei selbst genutztem Wohneigentum der Besitzer, bei Mietobjekten der Mieter. Wer nicht nachrüstet, begeht nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern riskiert zudem den Verlust des Versicherungsschutzes bei der Hausrat- oder Gebäudeversicherung.

Vom Abschluss einer Lebensversicherung raten die meisten Finanzexperten im neuen Jahr ab. Denn wer 2017 eine Lebensversicherung abschließt, bekommt nur noch eine garantierte Verzinsung in Höhe von 0,9 Prozent. Der Garantiezins bestimmt, welche Rendite Lebensversicherer ihren Kunden maximal ausloben dürfen. Er wird übrigens nicht von der Versicherungswirtschaft festgelegt, sondern vom Bundesfinanzministerium, das mit der Senkung auf die anhaltende Niedrigzinsphase reagiert. Der verhältnismäßig hohe Garantiezins galt lange Jahre als das wichtigste Verkaufsargument für den Altersvorsorge-Klassiker.

Neue Typenklassen-Einstufung in der Kfz-Versicherung kann teuer werden

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Die größten Veränderungen bringt im neuen Jahr die Kfz-Versicherung mit sich. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die neue Regionalklassen-Einteilung bekannt gegeben. Demnach profitieren etwa 6,3 Millionen Autofahrer im neuen Jahr von einer günstigeren Einstufung, 4,8 Millionen werden hingegen hochgestuft – im schlimmsten Fall können Autofahrer um bis zu vier Klassen hochgestuft werden, was die Prämie für die Versicherung um bis zu 500 Euro im Jahr erhöhen kann. Laut GDV werden jedoch nur ein bis drei Prozent der Fahrzeuge um mehr als eine Klasse umgestuft.

Auf den Straßen Deutschlands sind aktuell rund 27.000 verschiedene Automodelle unterwegs, die vom GDV bestimmten Typklassen zugeordnet werden, die sich an der Schadensbilanz der vergangenen drei Jahre orientiert. Fahrzeuge mit wenigen Schäden (durch Panne oder Unfall) und geringen Reparaturkosten wurden in niedrige Typklassen eingestuft und umgekehrt. Die Auswertung der Statistiker erfolgte jeweils getrennt für die Haftpflicht-, Vollkasko- und Teilkasko-Versicherung. Bei der Haftpflichtversicherung gibt es insgesamt 16 verschiedene Typklassen (10 bis 25), bei der Vollkaskoversicherung 25 (10 bis 34) und bei der Teilkasko 24 (10 bis 33).

Die günstigste Typklasse 10 der Haftpflicht gilt quasi nur für Oldtimer , die wenig und vorsichtig gefahren werden. Beliebte Einsteigermodelle landen hingegen oft in hohen Typklassen, da Fahranfänger häufiger in Unfälle mit Blechschäden verwickelt sind. Auch der Wohnort des Autobesitzers spielt bei der Bemessung der Prämienhöhe eine Rolle. Wo mehr Unfälle passieren (vor allem im städtischen Gebiet) müssen höhere Beiträge gezahlt werden als in Gegenden mit weniger Unfällen. Die Differenz kann für dasselbe Fahrzeugmodell bei 200,- Euro im Jahr liegen.    

An der Einstufung in eine bestimmte Regionalklasse kann der einzelne Autofahrer zunächst nichts ändern. Es sei denn, er zieht in eine günstiger eingestufte Region oder er wechselt das Automodell. den Kosten für die Kfz-Haftpflichtversicherung ändern sich 2017 übrigens auch die Beiträge für Teil- und Vollkaskoversicherungen. Wichtig ist zu beachten, dass man bei einer Erhöhung der Beiträge seiner Kfz-Versicherung ein Sonderkündigungsrecht hat, das innerhalb eines Monats wahrgenommen werden muss.

Tipp zum Jahreswechsel: Regelmäßig Versicherungstarife vergleichen

Oft Haftpflicht oder Kasko: Die Höhe des Kfz-Versicherungsbeitrags hängt nicht nur von der Typklasse und dem Fahrzeugtyp. Versicherer lassen zahlreiche weitere Kriterien in die Berechnung der monatlichen Prämie einfließen, wobei es zwischen den Anbietern erhebliche Unterschiede gibt. Es lohnt sich deshalb für jeden Fahrzeughalter, regelmäßig die Beiträge der verschiedenen Anbieter in einem Internet-Portal zu vergleichen und gegebenenfalls direkt einen neuen Vertrag abzuschließen. Das gilt besonders dann, wenn das eigene Fahrzeug gerade in eine neue Typklasse gestuft wurde.

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