So sieht's aus.

Es kommt nicht nur auf die Größe an: Fernseher-Kauf leichtgemacht!

Am 22. März 1935 startete in Berlin das erste öffentliche, regelmäßige Fernsehprogramm der Welt. Gesehen werden konnte es an 15 von der Reichspost eingerichteten „öffentlichen Fernsehstellen“, die Platz für 70 Personen boten. Bis in die 50er Jahre waren Fernseher ein Luxusgut, das sich längst nicht jeder leisten konnte. Heute gehört ein moderner, hochauflösender Flachbildfernseher fast schon zur Standardausstattung deutscher Haushalte, die sogar meist über mehrere Fernsehgeräte verfügen. War man früher schon froh, wenige Stunden am Tag ein Programm in schwarz-weiß verfolgen zu können, steht heute eine gigantische Auswahl an TV-Kanälen zur Verfügung. Darüber hinaus entwickeln sich smarte Fernseher mit Internetzugang und diversen Schnittstellen immer mehr zur Medienzentrale für vielfältige Anwendungen. Doch worauf kommt es beim Kauf eines neuen Fernsehers wirklich an?

TV-Wohnzimmer
© Pixabay

Zunächst muss der Fernseher mit einem entsprechenden integrierten Receiver für die Empfangsart Kabel, Satellit oder Antenne (DVB-T) ausgerüstet sein. Heute lassen sich auch zahlreiche HD-Programme über Antenne empfangen, wobei sich der Standard vor kurzem auf DVB-T2  HD geändert hat, was noch längst nicht von jedem Gerät unterstützt wird. Die Alternative für den Antennen-Empfang ist dann ein zusätzlicher DVB-T2-Receiver für 60 bis 100 Euro.

Die richtige Bildschirmauflösung für das eigene Sehverhalten

Die Qual der Wahl geht mit der Bildschirmauflösung weiter. Kaum hat sich der Standard HDTV etabliert, treiben die Hersteller längst die nächste Sau durchs Dorf: Ultra-HD (oder auch 4K) ist mit viermal so vielen Pixeln der letzte Schrei und liefert gestochen scharfe Bilder – vorausgesetzt, das Eingangssignal hat ebenfalls die entsprechende Qualität. Momentan gibt es noch kaum Filme, Serien oder Sendungen in Ultra-HD -Auflösung. Um die Vorteile von Ultra-HD wahrnehmen zu können, muss man zudem sehr nah vor dem Fernseher sitzen.   

Da man einen Fernseher heute nicht mehr nur zum Fernsehen nutzt, sondern auch zum Aufzeichnen von Sendungen, zum Abspielen von DVDs, Livestreams oder Videos, zum Zocken mit Playstation & Co. oder zum Surfen im Internet muss das Gerät über die nötigen Anschlüsse verfügen. Die meisten externen Geräte werden heute über eine HDMI-Schnittstelle mit dem Fernseher verbunden. Am besten verfügt der Fernseher über drei bis vier HDMI-Anschlüsse, um nicht dauernd die Stecker wechseln zu müssen.

Für verschlüsselte bzw. gebührenpflichtige Kanäle von SKY , UNITY MEDIA und anderen Privatsendern haben TV-Geräte heute meist einen kleinen Einschub für ein sogenanntes HD+ Modul (für Satellitenempfang) bzw. CI+ Modul (für Kabelempfang) an der Seite oder auf der Rückseite. Viele Fernseher ermöglichen zudem das Aufzeichnen von Sendungen mit integrierten USB-Festplatten. Allerdings haben einige Privatsender ihre Sendungen gegen USB-Aufnahmen gesperrt. In diesem Fall ist nur kurzfristiges Zwischenspeichern und zeitversetztes Weiterschauen (Time-Shift) möglich.

Viele Hersteller werben heute mit der Hertz-Zahl ihrer Geräte, welche ursprünglich für die Anzahl der Bilder stand, die ein Fernseher pro Sekunde anzeigt. Normal sind 50 Hz, bessere Fernseher stellen mit der doppelten Bildrate von 100 Hz Bewegungen flüssiger und schärfer dar. Mit elektronischen Tricks versuchen die Hersteller, die Schärfe bewegter Bilder noch weiter zu steigern, was jedoch mit der Bildfrequenz praktisch nichts mehr zu tun hat und auch kaum wahrnehmbar ist.

Moderne LCD-Fernseher bieten ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis

Früher galt die Regel: Wer es sich leisten kann und gerne Filme schaut, kauft sich einen Plasma-Fernseher. Wer einen günstigen Fernseher für Nachrichten, Dokus oder Serien sucht, ist mit einem LCD-Gerät gut bedient. Mittlerweile hat die LCD-Technik aufgeholt. Die Bildschirme werden jetzt mit LEDs beleuchtet, so dass die Bildqualität nahe am Plasma-Bildschirm liegt. Relativ neu auf dem Markt sind sogenannte OLED-Bildschirme, welche die Vorteile von LCD-/LED- und Plasma-Bildschirmen vereinen. Die Technik ist aber noch nicht ganz ausgereift und relativ teuer.

Bei einem LCD-Display wird jeder Bildpunkt durch drei Subpixel in den Grundfarben Rot, Grün und Blau erzeugt. Die Helligkeit jedes Subpixels wird elektronisch durch die Ausrichtung eines Flüssigkristalls gesteuert, das je nach Position mehr oder weniger Hintergrundlicht durchlässt. Durch Mischung der drei Grundfarben kann ein Pixel dann jede beliebige Farbe anzeigen, die sich aus den drei Grundfarben mischen lässt.

Flatscreen-Wand
© Pixabay

Der Vorteil der LCD-Technologie besteht darin, dass sie relativ wenig Energie und Platz benötigt. LCD-Bildschirme sind deshalb außerordentlich flach. Sie konnten dafür aber lange Zeit Farben nicht so natürlich und kontrastreich darstellen wie Plasma-Fernseher – vor allem ein richtiges, tiefes Schwarz war früher unmöglich. Das Problem wurde durch den Einsatz einzelner LED-Birnchen gelöst, die abgeschaltet werden, wenn ein tiefes Schwarz erzeugt werden soll, sodass auch düstere Szenen heute mit gutem Kontrast dargestellt werden. Neue LCD-Displays sind in der Regel auch immer LED-Bildschirme.

Ein weiteres wichtiges Kaufkriterium ist die Größe des Bildschirms. Je größer die Bildschirmdiagonale, umso eher sieht das erzeugte Bild verschwommen oder pixelig aus. Man sollte deshalb bei der Auswahl die klassische Faustformel berücksichtigen, dass die Bildschirmdiagonale rund einem Drittel des Abstands zu den Zuschauern entsprechen sollte, allerhöchstens die Hälfte. Entscheidet man sich für einen größeren Bildschirm, empfehlen sich Ultra-HD-Modelle, die viermal so viele Pixel wie Full-HD-Fernseher anzeigen, was die Bilder sauberer und klarer wirken lässt.

Fernseher und Unterhaltungselektronik online kaufen?

Fernbedienung
© Pixabay

Ja – aber vor der Kaufentscheidung empfiehlt sich das Studium aktueller Vergleichstests. Hat man das Gerät seiner Träume gefunden, macht man sich am besten auf die Suche nach dem günstigsten Angebot dafür. Viele Onlineshops bieten heute nicht nur bei Fernsehern, sondern auch bei Computern, Notebooks, Beamern, Kameras & Co. eine hilfreiche Kaufberatung an, bei der meist Schritt für Schritt die wichtigsten Entscheidungskriterien abgefragt und am Ende eine entsprechende Geräteauswahl präsentiert wird.

Preislich stehen die meisten Portale und Onlineshops für Unterhaltungselektronik den Ladengeschäften und Fachmarktketten in nichts nach und hier gibt es nicht nur Fernseher, sondern auch Notebooks, Laptops oder Handys oftmals mit deutlichen Nachlässen. Mit entsprechenden Gutscheinen, die in Onlineshops oder in speziellen Gutschein-Portalen  angeboten werden, lässt sich der Preis oft sogar noch weiter senken. Die Auswahl ist online in der Regel meist größer als in Ladengeschäften und das passende Zubehör kann mit wenigen Klicks gleich mitbestellt werden. 

Versandkosten fallen in den meisten Fällen nicht an. Und die Rücksendung von online erworbenen elektronischen Geräten zum Umtausch oder zur Reparatur läuft in den meisten Fällen reibungslos und ohne Zusatzkosten für den Kunden.

Schon gesehen?

Abenteuer Leben täglich

So schmeckt es am besten: Kochen wie Oma

Ganz klassisch wie bei Oma schmeckt es doch immer noch am besten! Johannes Zenglein möchte wissen, wie das geht und hat eine echte Star-Köchin der traditionellen Zubereitung getroffen, um Kaiserschmarrn zu machen.

Zum Video

TV-Highlight