So sieht's aus.

Baupannen und skurrile Neuheiten aus dem Baugewerbe!

Die Nachfrage nach Immobilien steigt. Kein Wunder: Selten war es in Deutschland leichter den Bau oder Kauf einer Immobilie zu finanzieren als heute. Aktuell gibt es zehnjährige Baukredite zu Zinssätzen ab 1 Prozent. Doch auch ohne großes Kapitel kann der Traum vom Eigenheim dank genialer Ideen und modernster Technologie Wirklichkeit werden. Doch nicht immer läuft am Bau alles glatt - ob große oder kleine Pannen, der Eigenbau ist spannend. Was so alles schieflaufen kann und welche skurrilen neuen Bauweisen im Kommen sind, verraten wir in diesem Artikel!

kleines Holzhaus
© Pixabay

Der Berliner Flughafen ist mit seiner Pannenserie wahrscheinlich der Spitzenreiter, doch er befindet sich durchaus in guter Gesellschaft:

Im bayerischen Burghausen sollte zum Beispiel das Gymnasium eine schicke und moderne, neue Turnhalle bekommen. Für rund 6,2 Millionen wurde diese auch gebaut, doch um Geld zu sparen wurden die Außenwände nicht ordentlich isoliert und noch bevor die Halle ein einziges Mal benutzt wurde, wurde sie aufgrund von starkem Schimmelbefall schon wieder gesperrt.

Solche Pannen gehen natürlich mächtig ins Geld – doch auch der kleine Pfusch ist ärgerlich. Von Toiletten für Rollstuhlfahrer, die sich im ersten Stock, ohne Aufzug befinden, über Überwachungskameras, deren „Aussicht“ mit Wandvorsprüngen oder Monitoren blockiert wird, bis hin zu Wasserhähnen, bei denen das Wasser einfach nicht ins Becken trifft – schlechte Planungen und oftmals noch schlechtere Umsetzungen machen es den Häuslebauern nicht leicht.

Es gibt aber auch tolle Neuerungen aus dem Baugewerbe!

Für nur 4.800 US-Dollar kann man zum Beispiel ein umweltfreundliches Haus erwerben, das komplett aus dem 3D-Drucker kommt. Ein Architekt aus Berlin hat ein Minihaus-Modell für 5.000 Euro entwickelt, das keine Anschlüsse für Strom und Wasser braucht. Für ein holländisches "Wikkelhouse" muss man schon mindestens 25.000 Euro hinlegen, doch dafür hält das Haus aus mehrlagiger Pappe auch bis zu 100 Jahre.

Das kleinste Haus der Welt (Baujahr 1792) findet man mit einem 9m2-Wohnraum in Wernigerode. Das größte Haus der Welt ist mit einer Höhe von 828 Metern das Burj Kalifa in Dubai. Das günstigste Haus der Welt hat hingegen im Jahre 2011 der Amerikaner Kenneth Robinson erworben. Er musste für eine schicke Holzvilla mit Billardtisch, schweren Ledermöbeln, großem Garten und Pool nur sage und schreibe 16 US-Dollar bezahlen. Dazu muss gesagt werden, dass das Gebäude nahe Dallas im US-Bundesstaat Texas eigentlich 330.000 Dollar wert gewesen ist.

Zum stolzen Immobilienbesitzer machte den ehemaligen Soldaten ein Gesetz aus alten texanischen Wild West-Zeiten, das ursprünglich dazu dienen sollte, Eigentumsrechte von Farmern und Landbesitzern zu klären, wenn die Grenzen nicht klar gezogen waren. Dieses Gesetz ermöglichte es offensichtlich auch, in leerstehende Häuser zu ziehen und sie quasi zu beschlagnahmen. Die 16 Dollar musste Robinson übrigens als Bearbeitungsgebühr für die Einreichung des Formulars bezahlen, mit dem er sich selbst zum Eigentümer erklärte.  

Ein Eigenheim komplett aus dem 3D-Drucker für 4.800 US-Dollar

Dass man mit 3D-Druckern heutzutage allerhand Teile, Werkzeuge, Prothesen und Gadgets aller Art produzieren kann, ist allgemein bekannt. Doch dass man mit einem solchen 3D-Drucker in kürzester Zeit und zu erstaunlich geringen Kosten ein komplettes Eigenheim erschaffen kann, lässt staunen. Das speziell konstruierte Gerät eines findigen Unternehmens aus China kann pro Tag sogar Teile für zehn Häuser mit einer Wohnfläche von beachtlichen 200 m2 erschaffen.

In Shanghai steht mittlerweile bereits ein ganzer Straßenzug mit Häusern aus dem 3D-Drucker, der übrigens gigantische 32 Meter breit und fast sieben Meter hoch ist. Das Druckmaterial für die Hausteile besteht aus einem speziellen Betongemisch, das Bauschutt enthält. Der 3D-Drucker formt Schicht für Schicht die Böden, Wände und Decken des Hauses, die dann von Handwerkern vor Ort in kürzester Zeit zusammengefügt werden. Der Preis für Häuser dieser Bauart liegt bei rund 4.800 US-Dollar, umgerechnet etwa 4.500 Euro.

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Klein, aber mein: Ein Mini-Haus für 5.000 Euro hat der Berliner Architekt Van Bo Le-Mentzel entwickelt. Die Pläne für sein „Unreal Estate House“ will er kostenlos im Internet zur Verfügung stellen. Die Küche des Hausschnäppchens, das keine Anschlüsse für Strom und Wasser benötigt, hat einen Falttisch. Klappt man diesen hoch, ergibt sich ein neuer Raum, in dem die Toilette und die Dusche untergebracht sind. Auf der oberen Etage befindet sich das Schlafzimmer.

Natürlich kann man ein solches Haus in Deutschland nicht einfach auf einem Parkplatz oder einer Wiese errichten. Das deutsche Baurecht setzt hier recht enge Grenzen. Ein Ausweg aus dieser Klemme besteht darin, das Häuschen auf einen Anhänger zu stellen. Allerdings darf man sich auch damit nicht dauerhaft ohne Baugenehmigung an einem Ort niederlassen. Hier hilft dann wahrscheinlich nur ein Platz für Dauercamper auf dem Campingplatz.

Umweltfreundliche Häuser aus Pappe halten bis zu 100 Jahren

Eine andere pfiffige Idee kommt von unseren Nachbarn aus den Niederlanden. Die Firma Fiction Factory forschte vier Jahre lang einem Wohnhaus komplett aus Pappe. Die Außenhülle des sogenannten „Wikkelhouse“ besteht aus 24 umwickelten und miteinander verklebten Pappschichten, die aus skandinavischen Bäumen hergestellt und per Naturklebstoff verleimt wurden.

Die gut isolierende Sandwichbauweise, die zum Schluss noch mit Holz verkleidet wird, sieht zwar auf den ersten Blick nicht besonders stabil aus, hält aber angeblich bis zu 100 Jahre.   Um das „Wikkelhouse“ wetterfest zu machen, trugen die Niederländer eine atmungsaktive, wasserabweisende Membran namens Miotex auf die Außenhülle auf, der allerdings alle 30 Jahren erneuert werden muss.

Das Haus aus Pappe wurde übrigens so konstruiert, dass es mit beliebig vielen Bauteilen flexibel ausgebaut und erweitert werden kann. Benötigt man zum Beispiel nach ein paar Jahren ein Kinderzimmer für den Nachwuchs, kann man einfach ein weiteres identisches Modul mit 3,50 Meter Höhe, 4,60 Meter Breite und 1,20 Meter Länge anbauen. Ein solches Modul in der Größe eines besseren Gartenhäuschens kostet immerhin 25.000 Euro.

Mit einer guten Finanzierung steigt der Spaß am Eigenheim

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© Pixabay

Dafür müssen die meisten Deutschen wohl doch über eine Baufinanzierung nachdenken. Je kürzer die Laufzeit dieses Kredits ist, desto günstiger ist in der Regel der angebotene Zinssatz. Infos findet man dazu auf den einschlägigen Portalen, wie z.B. baufi24.de. Ob Mini-Haus, Papp-Haus oder solides Reihenaus: Bei einem Immobilienkredit wird eine feste monatliche Rate vereinbart, die sich aus Zinsen und Tilgung zusammensetzt. Um möglichst vor Rentenantritt schuldenfrei zu sein, empfiehlt sich schon zu Beginn der Rückzahlung eine höhere Tilgungsrate als die früher üblichen zwei Prozent.

Sondertilgungen sind eine erstklassige Möglichkeit, die Rückzahlung des Darlehens zu beschleunigen. Die meisten Banken räumen ihren Kunden bereits von sich aus jährliche Sondertilgungsmöglichkeiten in Höhe von bis zu fünf Prozent der Darlehenssumme ein – verbunden meist mit etwas schlechteren Zinskonditionen, denn schnellere Rückzahlung bedeutet für die Bank sonst weniger Gewinn.

Bauherren, Immobilienkäufer und Häuslebauer können durch den Vergleich der Kreditkonditionen verschiedener Anbieter über die Jahre schnell fünfstellige Beträge an Zinsen einsparen. Durch den bequemen Online-Vergleich von Baufinanzierungen sollte man versuchen, sich den günstigsten Bauzins auf dem Markt zu sichern und zugleich versuchen, möglichst lange von diesen Konditionen zu profitieren.

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