So sieht's aus.

Angeln im Winter

Eisangeln: Tipps und Ideen für den Angelerfolg im Winter

Eisangeln in deutschen Gewässern – wir haben die besten Tipps, damit Ihnen beim nächsten Angelausflug nur die dicksten Fische ins Netz gehen!

Mann in dicker Winterkleidung sitzt auf Schnee und Eis und angelt
Eiskalte Natur: Wer beim Angeln im Winter ein paar Dinge beachtet, wird mit Erfolg belohnt © iStock

Nicht nur in Skandinavien und Kanada bieten sich die besten Seen zum Eisangeln. Auch unsere heimischen Gewässer haben einiges zu bieten und laden bei den richtigen Wetterbedingungen zum Eisangeln ein. Ähnlich wie beim Angeln im Sommer muss man auch bei klirrender Kälte einiges beachten, um mit dicker Beute nach Hause zurückzukommen.

Safety First! Vorsichtsmaßnahmen beim Eisangeln

Auch der erfahrenste Angler muss im Winter einige Regeln beachten, damit er nicht nur mit Fischen, sondern auch heil wieder zu Hause ankommt. Besonders bei schwankenden Temperaturen kann die Eisdicke tückisch sein und ganz schön täuschen. Feuerwehren empfehlen für das Betreten von gefrorenen Gewässern eine Mindestdicke von 12 bis 15 Zentimetern. Zusätzlich muss das eigene Körpergewicht mit in Betracht gezogen werden: je schwerer man ist, desto dicker sollte das Eis sein, um das Körpergewicht gefahrlos tragen zu können. Auch ein Blick unter die Schneedecke hilft, um die Risiken beurteilen zu können. Zu zweit macht das Angeln bei klirrender Kälte nicht nur mehr Spaß, es ist auch immer eine Person anwesend, die im Notfall eingreifen kann.

Eisangeln: Die richtige Ausrüstung

Für das Angeln am Eisloch braucht es eigentlich nicht viel, doch eine gewisse Grundausstattung sollte nicht fehlen. Damit aus dem Angelerlebnis im Winter überhaupt etwas wird, muss mit einem Eisbohrer ein entsprechendes Loch, die sogenannte Wuhne, in die Eisdecke gebohrt werden. Es gibt sowohl handbetriebene als auch motorisierte Bohrer, wobei erstere am häufigsten zum Einsatz kommen und auch völlig ausreichen. Auf Eispickel sollten Sie aus Sicherheitsgründen verzichten, da hierdurch Risse in der Eisoberfläche entstehen können – und die gefährden die Stabilität. Außerdem wichtig: Natürlich muss das Eisloch groß genug sein, um die Fische problemlos herausholen zu können. 20 cm sollten aber ausreichen.

Die perfekte Angelrute zum Eisfischen

Die Angelrute, auch Zocker oder Zitterrute genannt, ist ausschlaggebend für Ihren Erfolg beim Eisangeln. Profis empfehlen eine spezielle Handangel mit einer Achsrolle. Auf eine geflochtene Schnur können Sie beim Angeln im Winter getrost verzichten, da sie Wasser aufsaugt, schnell gefrieren und auch brechen kann. Damit ist keinem geholfen und verdirbt schnell den Angelspaß. Bei manchen Fischarten wie den Rotaugen ist eine dünne und sehr unauffällige Schnur zu empfehlen. Bei Raubfischen wie Hecht und Barsch benötigen Sie schon eine stärkere Schnur, um die Beute aus dem Wasser ziehen zu können. Viele Eisangler schwören auch auf eine simple Handleine und verzichten ganz bewusst auf die herkömmliche Ausstattung zum Angeln. Ganz nach dem Motto „Back to the Roots“.

Angeln am Eisloch: Auf den richtigen Köder kommt es an!

Da auch bei den Fischen der Stoffwechsel im Winter auf Sparflamme läuft, sollten Sie es mit dem Futter zum Anlocken nicht übertreiben, im Winter brauchen sie einfach weniger. Konzentrieren Sie sich lieber auf die Art des Köders: Hechte stehen beispielsweise auf kleine Köderfische oder Fischreste. Bei anderen Fischen wie den Friedfischen können Sie kleine Maden an den Haken hängen. Auch ganz normale Blinker oder Twister sind zum Eisangeln geeignet, man muss sich eben etwas durchprobieren und herausfinden, wann die Tiere anbeißen. Fische können bei den eisigen Temperaturen sehr träge sein und das Angeln im Winter kann zum Geduldsspiel werden. Aber im Grunde genommen geht es ja genau darum Fischfang.

Der richtige Platz zum Eisangeln

  • Wenn man weiß, dass sich die meisten Fische im Winter in abfallenden Gewässern aufhalten, um Futter zu finden, hat man schon die halbe Miete.
  • Die Chancen erhöhen sich, wenn Sie über den Sauerstoffgehalt des Gewässers informiert sind, denn der spielt für die Fische eine wichtige Rolle.
  • Haben Sie es vor allem auf Hechte abgesehen, sollten Sie das Eisangeln am Anfang des Jahres auf flache Gewässer verlegen, da Hechte hier einen Platz zum Laichen finden.
  • Ganz geschickt gehen Sie vor, wenn Sie anstatt von nur einem Eisloch mehrere Eislöcher an verschiedenen Stellen bohren und abwechselnd Ihr Glück versuchen. Sie werden sehen, die Chancen, einen Treffer zu landen, steigen enorm.

Mit der richtigen Ausrüstung zum Eisangeln und ein paar hilfreichen Tipps steht dem Angelerlebnis mit den Kumpels also nichts mehr im Weg!

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