So sieht's aus.

Die besten Oktoberfest-Gerichte

Bayerische Spezialitäten

„O'zapft is!“ Wir verraten, was die beliebtesten bayerischen Spezialitäten ausmacht – und worauf es beim Nachkochen ankommt.

mehrere Teller Schweinebraten und Knödel werden von einer Bedienung auf dem O...
Bayerische Spezialitäten schmecken nicht nur zum Oktoberfest © Johannes Simon / Freier Fotograf

Bald startet wieder das größte Volksfest auf der Münchner Theresienwiese, das weltweit mehrere Millionen Menschen in die bayerische Landeshauptstadt lockt. Während sich vor allem die kleinen Gäste auf aufregende Fahrgeschäfte freuen können, frohlockt das erwachsene Publikum eher über bayerische Spezialitäten und gemütliches Beisammensein. Neben traditioneller Blasmusik und feschen Outfits wie Dirndl und Lederhose, gibt es auf dem Oktoberfest unzählige Schmankerl, die Sie auf keinen Fall verpassen dürfen. Wer nicht die Gelegenheit hat, das bunte Treiben auf der Wiesn oder auf einer der weltweiten Oktoberfest-Partys live zu erleben, muss auf die regionalen Köstlichkeiten aus Bayern aber keinesfalls verzichten.

Bayerische Spezialitäten: deftiger Genuss und pure Gaumenfreude!

Wer an die bayerische Küche denkt, hat wahrscheinlich in erster Linie deftige Fleisch- und Bratengerichten im Sinn, die meist mit Knödeln serviert werden. Doch neben den herzhaften Gerichten Bayerns, haben die unterschiedlichen Regionen auch süße Leckereien zu bieten, die noch heute nach alter Tradition zubereitet werden. Ganz vorne mit dabei: der „Auszogne“, auch bekannt als Kirchweihnudel. Das runde Schmalzgebäck ist ein „ausgezogener“ Krapfen mit einem weichen, hohen Rand und einem hauchdünnen Inneren. Früher wurden die beliebten Krapfen von den Bäuerinnen vorwiegend zur Erntezeit und an Festtagen wie der Kirchweih gebacken. Heute wird das leckere Gebäck zusätzlich auch gerne zu Karneval in bayerischen Bäckereien angeboten.

Ein weiterer Renner auf der Wiesn sind die Dampfnudeln. Da während des zweiten Weltkriegs die Nahrungsquellen knapp waren, mussten besonders die einfachen Leute zusehen, wie sie über die Runden kommen. So wurden die Dampfnudeln, die als Teigwaren im eigenen Dampf gebacken werden, von den damaligen Hausfrauen erfunden. Heute werden sie im Festzelt gerne als Hauptspeise mit Kraut oder als Dessert mit Vanillesoße serviert.

Die bayerische Spezialität Nummer eins: der Schweinebraten

Auf dem Oktoberfest gehört diese bayerische Köstlichkeit zu den gefragtesten Gerichten überhaupt. Was in Niederbayern als Krustenbraten mit Kraut und Semmelknödeln serviert wird, gibt es in Oberbayern mit einer erstklassigen Biersoße, Klößen und Blaukraut. Mit einem original bayerischen Rezept, sowohl für Braten als auch für richtige „Rutscher“ (so werden die Kartoffelklöße in manchen Regionen Bayerns genannt), ist die Zubereitung für zu Hause ein Kinderspiel. Doch auch deutschlandweit steht der Schweinebraten in vielen Gaststätten auf der Speisekarte.

Das Highlight der bayerischen Küche: die Münchner Weißwurst

Hier gehen die Meinungen oft deutlich auseinander: wird sie nun gezuzelt oder kann man sie auch getrost mit Messer und Gabel essen? Die Münchner Weißwurst besteht aus einem feinen Brät aus Kalb- und Schweinefleisch, das mit Zwiebeln und frischer Petersilie verfeinert wird. Außerdem ist es in München und Umgebung Brauch, dass die Weißwurst zusammen mit süßem Senf und einer frischen Brezn stets vor 12 Uhr mittags gegessen wird.

Die bayerische Brotzeit für zu Hause

Eine original bayerische Brotzeit wird nicht nur auf dem Oktoberfest, sondern auch in den meisten Biergärten als eine Art Zwischenmahlzeit gereicht. Frisch gebackenes Brot in Kombination mit Griebenschmalz, Presssack, Obatzda und anderen Beilagen schmecken mit einer ordentlichen Maß Bier einfach am besten. Zwar kann man die bayerischen Wurst- und Käsespezialitäten mittlerweile nahezu überall kaufen, doch selbstgemacht oder frisch vom Bauern ist es eben eine ganz andere Hausnummer. Auch ein echt bayerischer Wurstsalat ist mit der original Regensburger Fleischwurst, der wichtigsten Zutat für diese bayerische Spezialität, schnell zu Hause selbst zubereitet.

Deftige Spezialitäten aus Bayern

Leberkäse und Käsespätzle sind mittlerweile in ganz Deutschland bekannt. Doch wie kam es zu den traditionsreichen Köstlichkeiten aus Bayern? Die aromatischen Kässpätzle, die auch auf der Wiesn gerne gegessen werden, stammen ursprünglich aus dem Allgäu. Dort gab es in früheren Zeiten wenige fruchtbare Böden. Da die Spätzle, auch Knöpfle oder Kasspatzen genannt, sehr gehaltvoll und günstig in der Herstellung waren, konnte sich auch das arme Volk satt essen. Der als Leberkas bekannte Fleischkäse wurde früher in Brotformen gebacken und besteht aus einem feinen Brät aus Rind- und Schweinefleisch. Serviert wird der Leberkäse in Bayern meist mit Kraut, sauren Gurken oder mit Spiegeleiern und Kartoffelsalat.

Bayerische Küche auf dem Oktoberfest

Neben zahlreichen Bratengerichten ist auf dem Oktoberfest auch die obligatorische Schweinshaxe unverzichtbar. Knusprig gebraten oder gepökelt und anschließend gekocht, wird sie in Bayern hauptsächlich mit Sauerkraut oder einer Dunkelbiersoße und Knödeln gereicht. Das Bayerisch Kraut wurde früher im Übrigen auch als Weißkraut in Form von Wickeln gegen Rheuma oder Gicht eingesetzt.

Bayerisches Schmankerl zum Nachtisch

Wer keine Lust auf Krapfen oder Germknödel hat, für den ist vielleicht der Zwetschgendatschi eine süße Versuchung. Gerade im Spätsommer zur Erntezeit, also genau rechtzeitig für die Wiesn, werden die Zwetschgenbäume geleert und die geernteten Früchte in einen Zwetschgenkuchen verwandelt, der Sie umhauen wird. Vorausgesetzt, das nach dem bayerischen Reinheitsgebot gebraute Bier lässt noch Platz für ein ansprechendes Dessert, bevor die Party im Festzelt oder zu Hause weitergeht.

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