So sieht's aus.

In Partnerschaften zählt nur die Liebe - und das liebe Geld!

Die Mehrheit der Deutschen behauptet zumindest in Umfragen, dass bei der Wahl des richtigen Lebenspartners für sie vor allem die Liebe zählt. Allerdings spielt auch in Herzensangelegenheiten das Geld, also die finanzielle Situation des Partners eine wichtige Rolle. Das lässt sich an Kontaktanzeigen belegen, in denen charakterstarke Unternehmer mit Millionen auf dem Konto, charmante Manager mit Haus im Grünen oder junge Akademiker mit Führungsposition eine Partnerin suchen. Ein weiteres Indiz für die Bedeutung von Geld in der Partnerschaft ist die Tatsache, dass immer mehr Menschen mit einem Partner liiert sind, der einen ähnlichem Job hat und/oder ähnlich viel Geld verdient, was unter dem Strich die soziale Ungleichheit verschärft. Aber: Man muss nicht ewig in seinem erlernten Beruf verweilen – es gibt viele Möglichkeiten!

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Denn Menschen, die nicht studiert und/oder einen relativ schlecht bezahlten Job haben, bieten sich heutzutage vielfältige Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung, des Erwerbs von Zusatzqualifikationen für besser dotierte Jobs oder sogar eines Studiums auch ohne Abitur.   

Wenn Menschen in Deutschland über Partnerschaft und Finanzen befragt werden, spielt Wunschdenken eine große Rolle. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid versuchte zu ermitteln, wie wichtig Männern und Frauen das Einkommen ihres Partners ist. Demnach behaupteten über 60 Prozent der Befragten (vor allem Jüngere), das Geld keine Rolle spielt und nur die Liebe zählt.

Andererseits wünscht sich etwa jede/r Fünfte Befragte einen Ehepartner oder Lebensgefährten, der über ein ähnliches Einkommen verfügt. Etwas mehr als acht Prozent der Männer äußerten den Wunsch nach einer Frau mit deutlich höherem Einkommen, wohingegen mehr als 18 Prozent der befragten Frauen sich nach einem reicheren Partner sehnen. 

Geld ist in einer Partnerschaft das Streitthema Nummer eins

Liebe hin oder her: Geld ist auch das mit Abstand häufigste Thema, über das Paare sich in einer Beziehung in die Haare kriegen. Geld und Geltung, Besitz und sozialer Status sind bei der Partnerwahl in Deutschland noch immer sehr wichtig und dass nicht nur für Männer, sondern auch für die meisten Frauen, deren Erwerbsquote in den letzten Jahren nicht nur in Deutschland kontinuierlich gestiegen ist.   

Dennoch ist Frauen das Geld bzw. die finanzielle Situation des Partners immer noch wichtiger als umgekehrt dem Mann, der in der Regel größeren Wert auf Attraktivität und Alter legt. Das mag an alten Rollenbildern und evolutionärer Veranlagung liegen, passt aber nicht mehr wirklich zur beruflichen Realität, in welcher Frauen oft mindestens genauso hohe Einkommen erzielen wie ihre männlichen Kollegen. Bereits in jeder zehnten deutschen Familie verdienen die Frauen sogar schon deutlich mehr als ihr Partner.

Die sozialen und finanziellen Erwartungen an den Partner bzw. an die Partnerin haben sich in Deutschland in den letzten Jahren immer mehr angeglichen. In geschätzt rund 90 Prozent der Ehen verfügen die Partner über einen ähnlichen Ausbildungsabschluss. Nur noch rund 20 Prozent der Männer heiraten Studien zufolge eine sozial und finanziell schlechter gestellte Frau, während vor 30 Jahren noch fast 50 Prozent der deutschen Männer in eine untere Einkommens- oder Bildungsschicht einheirateten.

Mit einem möglichst gut bezahlten Job den bestmöglichen Partner finden

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Ein möglichst gut bezahlter Job dient also heutzutage nicht mehr nur dazu, seinen Lebensunterhalt möglichst komfortabel zu sichern und seine Träume zu verwirklichen. Er stellt zugleich auch die Weichen für die Wahl des Lebenspartners. Um sozial und gesellschaftlich aufzusteigen, darf man oder frau sich offenbar nicht mehr auf eine Hochzeit mit einem/einer finanziell Höhergestellten verlassen, sondern muss vielmehr selbst die Initiative ergreifen und sich vor allem um sein berufliches Weiterkommen bemühen.

Eine solide Berufsausbildung ist zwar nach wie vor eine wichtige Basis für den beruflichen Aufstieg. Doch erst die berufliche Weiterbildung eröffnet langfristige Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt und erhöht die Chance auf ein höheres Einkommen und einen schnelleren Aufstieg auf der Karriereleiter. Der Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften wird in den kommenden Jahren zudem weiter zunehmen, während die Beschäftigungsmöglichkeiten für Ungelernte deutlich zurückgehen.

Bevor man sich für eine wie auch immer geartete berufliche Weiterbildung entscheidet, muss man sich seine Ziele und Beweggründe bewusstmachen. Arbeitet man auf einen Jobwechsel hin oder auf eine Beförderung im selben Betrieb? Bildet man sich freiwillig weiter oder sieht man sich vom Vorgesetzten mehr oder weniger dazu gezwungen? Möchte man Angestellter Bzw. Beamter bleiben oder es als Selbständige/r versuchen? Je klarer man seine Ziele definiert, desto besser findet man das geeignete Weiterbildungsangebot.

In jedem Fall erhöht eine berufliche Weiterbildung die persönlichen Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten. Wenn man Angestellter oder Beamter ist, muss die berufliche Weiterbildung natürlich mit dem Arbeitgeber abgestimmt werden, wobei man selbst die Initiative ergreifen muss. Man hat grundsätzlich die Möglichkeit, eine öffentlich geförderte Weiterbildungsmaßnahme wahrzunehmen (sofern die Voraussetzungen stimmen) oder sich auf eigene Faust (und eigene Kosten) weiterzubilden.

Für die berufliche Weiterbildung zertifizierte und empfehlenswerte Anbieter gibt es zur Genüge. Wobei qualifizierte und kompetent durchgeführte Weiterbildungen ihren Preis haben. Bei der Suche nach dem geeignetsten Anbieter sollte man auf jeden Fall einen Onlinevergleich anstellen. Hierbei ist vor allem auf Referenzen, Meinungen anderer „Kunden“ und Zertifizierungen zu achten.

Chancen im Job und im Privatleben auch ohne Abi mit einem Studium steigern

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Die mit Abstand höchsten Gehälter erhalten in Deutschland nach wie vor Menschen mit abgeschlossenem Studium. Die gute Nachricht: Für die Aufnahme eines Studiums braucht man in Deutschland schon lange kein Abitur mehr. Mit einem Meistertitel oder einer vergleichbaren beruflichen Qualifikation kann man auch ohne offizielle Hochschulreife studieren.

Die Voraussetzungen für die Aufnahme eines Studiums ohne Abitur unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. In vielen Studiengängen werden zudem Zugangsprüfungen durchgeführt. Es gibt aber auch die Möglichkeit des Probestudiums sowie spezielle Eignungstests. Das Studium ohne Abitur oder Fachhochschulreife erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Über 32.000 Menschen sind im Jahre 2016 ohne Abi an Fachhochschulen oder Hochschulen eingeschrieben.

Meistertitel und andere qualifizierte Abschlüsse wie Fachwirte oder Techniker sind der Hochschulreife übrigens in allen Bundesländern bis auf Brandenburg gleichgesetzt. Sie ermöglichen den unmittelbaren, prüfungsfreien Hochschulzugang zu allen Studiengängen an Fachhochschulen und Universitäten. „Beruflich Qualifizierte“ ohne Meister können nach einer Ausbildung von zumindest 2 Jahren sowie mindestens 3-jähriger Berufserfahrung ihre Zulassung zu einem „fachtreuen“ Studium erhalten. Fachtreu bedeutet, dass eine Rechtsfachwirtin mit drei Jahren Berufserfahrung zum Beispiel Jura oder Rechtswissenschaft studieren kann, aber nicht ohne weiteres BWL oder Germanistik.

Es kann also relativ leicht sein, beruflich voranzukommen und somit auch endlich die große Liebe zu finden oder den Partner glücklicher und zufriedener zu machen!