So sieht's aus.

Operation Avalanche (Blu-ray)

Operation-Avalanche-BD-Ascot-Elite

INHALT

Auf der Suche nach einem russischen Undercover-Spion werden die jungen CIA-Agenten Matt Johnson (Drehbuchautor und Regisseur Matt Johnson) und Owen Williams (Owen Williams) am Ende der 1960er Jahre bei der NASA eingeschleust - und zwar getarnt als Dokumentarfilm-Crew. Den "Maulwurf" entdecken sie zwar nicht, dafür aber Belege, dass die USA im Wettlauf mit der Sowjetunion um die erste Mondlandung vor einer Niederlage stehen. Um seinem Land zu helfen, entwickelt der Stanley-Kubrick-Fan Johnson einen gewagten Plan: Warum nicht die Mondlandung heimlich in einem Studio simulieren und diese Bilder dann der Weltöffentlichkeit als echte Aufnahmen der Mission präsentieren? Doch die Idee bringt Johnson und seine Mitverschwörer in höchste Gefahr.

HEIMKINO-FACTS

Anbieter: Ascot Elite Home Entertainment
Erhältlich als: DVD, Blu-ray Disc
Veröffentlichung: 13. Januar 2017
FSK: ab 12 Jahren

KRITIK

Thriller? Satire? Mockumentary? "Operation Avalanche" ist nicht leicht einzuordnen: Die mit einem kleinen Team entstandene Low-Budget-Produktion spielt mit dem "Found Footage"-Effekt von körnigen Wackel-Dokumentaraufnahmen, als sei die ganze Zeit ein Kameramann bei den teils absurden, teils dramatischen Ereignissen rund um die filmbegeisterten Jungspione dabei gewesen. Das ist reizvoll und charmant, nur in Sachen Plausibilität geht der Story irgendwann die Luft aus. Eine akkurate Dekonstruktion der altbekannten "Mondlandungs-Fake"-Verschwörungstheorie kriegt man hier nicht geboten, eher ein ironisches Spiel mit Darstellungsmitteln des Dokumentarfilms. Und so hängt die Bewertung des auf etlichen Indie-Festivals erfolgreichen und für sechs "Canadian Screen Awards" nominierten Films letztlich vor allem von der Erwartungshaltung des Betrachters ab. 

TECHNIK UND AUSSTATTUNG

"Operation Avalanche" wurde aus Kostengründen an vorgefundenen Schauplätzen (darunter das originale Lyndon B. Johnson Space Center der NASA) und teilweise ohne Drehgenehmigungen gedreht. Naturgemäß sind daher keine Hochglanzaufnahmen entstanden, sondern Material im Qualitätsspektrum zwischen schwarzweißen Super-8-Aufnahmen und körnigen 16mm-Bildern mit ausgewaschenen Farben im Stil der 60er - bewusst eingebaute Schäden, Staubfussel etc. inklusive. Da all das einen integralen Teil der Story darstellt, sind solche "Fehler" hier ausnahmsweise kein Makel, auch wenn die wackeligen Bilder dem Zuschauer vor allem zu Beginn etwas Toleranz abverlangen. Dazu passt der authentisch klingende Originalton, weit mehr als die deutlich künstlicher tönende Synchronfassung.

Ein viertelstündiges, beim Filmfest in Zürich aufgenommenes Interview mit dem Regisseur, Drehbuchautor und Darsteller Matt Johnson stellt neben einigen Trailern das einzige Extra der Disc dar: Hier erfährt man interessante Fakten zur Filmentstehung, wenngleich wahrscheinlich auch ein Audiokommentar in Filmlänge lohnender gewesen wäre.

KABEL EINS BEWERTUNG

Der Indie-Filmhit ist ein kleiner Geheimtipp für alle, die mit dieser Art des Guerilla-Filmemachens etwas anfangen können. Erfrischend anders! (kabeleins.de / map)

Film Details

  • Land USA
  • Produktionsjahr 2016

Schon gesehen?

Facebook