Grillen

Sicherheit

Kohlegrill anzünden – aber sicher!

Grillen ist die perfekte Gelegenheit, um mit guten Freunden unbeschwert das gute Wetter zu genießen. Da denkt kaum einer an das Thema Sicherheit. Doch vor allem beim Anzünden des Kohlegrills passieren immer wieder Unfälle, die sich vermeiden lassen.

22.05.2014 12:00 Uhr

Experten gehen deutschlandweit von etwa 3.000 Grillunfällen im Jahr aus. Viele davon passieren, bevor Fleisch, Würstchen und Co. überhaupt auf dem Grill landen. Verantwortlich ist häufig die falsche Wahl des Grillanzünders. Flüssiganzünder sind zwar praktisch, bergen aber auch das größte Sicherheitsrisiko. Wer nicht auf diese Anzünder verzichten will, sollte auf Anzündhilfen aus dem Fachhandel mit bestimmten Sicherheitsmerkmalen zurückgreifen, etwa die Angabe DIN 66358. Diese Produkte können weder verpuffen noch explodieren.

Gefahren von flüssigen Grillanzündern

Anders verhält es sich bei flüssigen Substanzen wie Spiritus oder Benzin, diese können verdampfen. Haben Sie die Grillkohle damit getränkt, bildet sich darüber möglicherweise eine unsichtbare Gaswolke. Wenn dann Feuer ins Spiel kommt, entzündet sich diese und es kommt zu einer Verpuffung. Wer ein Feuerzeug oder Streichholz zum Anzünden des Grills verwendet, steht dann unmittelbar in der Gefahrenzone: Oberkörper und Gesicht können schwere Verbrennungen erleiden. Die Verpuffungsgefahr besteht übrigens auch bei gelartigen Anzündern oder Pasten ohne Sicherheitszeichen.

Selbst, wenn das Anzünden geglückt ist, geht von flüssigen Grillanzündern weiterhin eine potenzielle Gefahr aus. Erlischt das Feuer, verleitet die Spiritusflasche ungeduldige Grillfreunde dazu, den Anzünder direkt in die Kohlen zu spritzen. Ein leichtes Glimmen oder kaum sichtbare Flammen können im schlimmsten Fall ausreichen, um zunächst den Strahl und dann sogar die Flasche zu entzünden.

Kohlegrill anzünden: Am besten mit festen Anzündern

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte deshalb feste Grillanzünder verwenden, das gilt umso mehr, wenn Kinder in der Nähe sind. Um die Glut zu entfachen, stapeln Sie mit den Kohlen eine kleine Pyramide in der Grillwanne. In die Zwischenräume geben sie dann etwa fünf Grillanzünder. Es besteht weder eine Verpuffungsgefahr, noch können sich Stichflammen bilden. Wer sich anschließend nicht die Finger verbrennen will, verwendet zur Sicherheit Streichhölzer oder ein Stabfeuerzeug. Mit Letzterem können auch Kinder den Grill sicher anzünden – natürlich nur unter Ihrer Aufsicht.

Anzündkamin: Schnell und sicher

Eine Möglichkeit, die Grillkohle sicher, aber auch schnell zum Glühen zu bringen, ist ein Anzündkamin, auch Grillstarter genannt. Legen Sie einfach ein paar Stücke Kohle in den Metallbehälter und platzieren Sie darunter die festen Grillanzünder. Durch den Kamineffekt wird das Feuer direkt zu den Kohlen geführt. Es dauert nicht lange, bis Sie die durchgeglühten Kohlen in die Grillwanne umfüllen können. Bei Bedarf jetzt einfach noch ein paar Kohlen nachlegen. Vorsicht: Beim Umfüllen kann es zu Funkenflug kommen. Achten Sie darauf, dass weder Personen noch leicht brennbare Gegenstände in Windrichtung stehen.

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