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Wo gibt's das perfekte Grillfleisch?

Grillfleisch vom Discounter ist günstig, aber taugt es auch was? Wir wollen testen, wie man an das perfekte Grillfleisch kommt. Fünf verschiedene Anlaufstellen peilen wir an: Internet, Bioladen, Discounter, Metzger oder Supermarkt. Wer macht das Rennen?

In den vergangenen Jahren sorgten zahlreiche Tests dafür, dass fertig mariniertes Fleisch aus dem Supermarkt in Verruf geriet. Immer wieder entdeckten Verbraucherschützer bei den eingeschweißten Produkten mangelhafte Ware. Häufigstes Manko: Das Fleisch war alt und teilweise mit Keimen belastet. Die Marinade machte es Verbrauchen jedoch nahezu unmöglich schlechtes Fleisch zu identifizieren.

Entwarnung nach neueren Tests

Neuere Tests aus dem Sommer 2013, wie etwa durch den WDR, liefern mittlerweile jedoch ein erfreulicheres Bild. So befand sich unter 19 Stichproben von fertig mariniertem Supermarkfleisch keine Einzige, die krankmachende Keime enthielt. Mehr als die Hälfte davon war jedoch mit Keimen wie Milchsäurebakterien belastet, die in den gemessenen Konzentrationen allerdings nicht krankmachen.

Eine Gefahr durch gefährliche Krankheitserreger geht von fertigmariniertem Grillgut demnach nicht aus – die Tester vermuten, dass einige Hersteller die Marinade nach der zunehmenden Kritik erhitzen, sodass sich die Keime nicht so schnell vermehren können. Ein grundsätzliches Problem bleibt jedoch: Das preisgünstige und würzige Grillgut muss nicht frisch sein, die Hersteller dürfen bei Rind und Schwein aufgetautes Fleisch verwenden.

Aufgetaut: Fertig mariniertes Grillfleisch

Wenn die Hersteller Fleisch zum Verarbeiten mit Marinade wieder auftauen, heißt das nicht automatisch, dass dies ungesund sein muss. Der Vorgang geht allerdings meist mit einem Geschmacksverlust einher. Außerdem steigt für die Verbraucher die Gefahr, dass es sich um ältere Ware handelt, die der Hersteller nach langer tiefgekühlter Lagerung möglichst noch abverkaufen möchte. Altes Fleisch ist anfälliger für hygienische Mängel, selbst wenn es ordnungsgemäß tiefgefroren war. Gesundheitsgefährdend ist das nicht, solange das Grillgut später richtig durchgegart wird. An der Verpackung lässt sich aufgetautes Fleisch übrigens nur selten erkennen, da die Kennzeichnung freiwillig ist.

Fertigmarinade als Allergieauslöser?

Es muss also niemand um seine Gesundheit durch Keime fürchten, wenn er sich im Sommer für das günstige, fertig marinierte Grillfleisch entscheidet. Wer aber sichergehen will, dass auf dem Grill alles frisch ist, ist besser beraten, wenn er Steak und Co. selber mariniert. So können Sie nicht nur Ihren ganz persönlichen Geschmack einbringen, sondern minimieren gleichzeitig das Allergierisiko.

Denn in den intensiven Fertigmarinaden befinden sich häufig zahlreiche Geschmacksverstärker, die möglicherweise Allergien auslösen können, wie etwa Natriumglutamat oder Natriumbenzoat. Werfen Sie also besser vorher einen Blick auf die Zutatenliste. Noch weiter lässt sich das Gesundheitsrisiko mindern, wenn Sie die Marinade vor dem Grillen abtupfen, so kann sie nicht in die Glut tropfen, wodurch sich krebserregende Stoffe bilden können.