Solange man seine Partnerin oder seinen Partner liebt, ist man auch gefährdet, von Eifersucht übermannt zu werden. Ein gewisses Maß an Eifersucht ist also wie eine Liebeserklärung und kann durchaus fruchtbar für die Beziehung sein. Obwohl Eifersucht ein quälendes und überwältigendes Gefühl sein kann. Der berühmte Psychologe Siegmund Freud beschrieb Eifersucht als Stichflamme, die im Inneneren des Menschen hochschießt und sowohl den Körper als auch die Psyche in Flammen setzt. Man ist schweißgebadet, der Magen verkrampft sich, das Herz rast, man glaubt, keine Luft mehr zu bekommen und kann an nichts anderes mehr denken.

Nicht einmal Tiere bleiben von der Eifersucht verschont, wie erst kürzlich ein Experiment in Amerika zeigte. Hunde machten in dem Versuch lautstark auf sich aufmerksam, sobald ihr Herrchen sich mit einem Stoffhund beschäftigte, der auf Knopfdruck mit dem Schwanz wedeln konnte. Die US-Forscher sehen das als Bestätigung für die Vermutung, dass Eifersucht im Bereich der Instinkte angesiedelt ist.

Die Eifersucht wächst im Laufe des Lebens mit jeder Enttäuschung

Beim Menschen sieht das ganz ähnlich aus. Im Laufe des Lebens reift die Eifersucht in uns heran. Enttäuschungen oder Vertrauensbrüche im Leben bieten den idealen Nährboden für weiteres Wachstum. Niemand nimmt das mit der Eifersucht verbundene Gefühlschaos so intensiv wahr wie Verliebte. Sobald sich die emotionale Aufmerksamkeit des Partners auf einen oder eine andere richtet, ist die Eifersucht vorprogrammiert.

Eifersucht spielt sich beim Mann vor allem in einem sexuellen Kontext ab. Die sexuelle Untreue der Frau untergräbt zum Beispiel das Vertrauen des Mannes, der leibliche Vater seiner Kinder zu sein. Ein betrogener Mann läuft deshalb Gefahr, jahrelang in die Kinder eines anderen Mannes zu „investieren“. Frauen verzeihen hingegen einen Seitensprung ohne emotionale Beteiligung eher, als Zärtlichkeiten und Zuneigung zu einer anderen.

Eifersucht ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark ausgeprägt, kann in stärkerer Form durchaus krankhafte Züge annehmen. Die normale Eifersucht fungiert in Augen von Wissenschaftlern als eine Art Warnsignal für die Beziehung und führt oft zu positivem Engagement in der Beziehung. Bei einer massiven Eifersucht ist es oft nur noch unter Anstrengung möglich, die Kontrolle über die eigenen Gefühle zu behalten. Der massiven Eifersucht ist am Ende jede Begründung recht, wobei viele Betroffene versuchen, sich mit Hilfe von Überwachungsgeräten, Kontrolle des Partner-Smartphones oder Privatdetektiven Gewissheit zu verschaffen.

Massive Eifersucht kann zu Beziehungsdramen mit Todesfolge führen

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Eifersucht kann sogar tödliche Folgen haben. Nicht wenige aus Eifersucht resultierende Beziehungsdramen enden mit einem Mord. In Deutschland registrierte die Polizei im Jahre 2013 immerhin 187 solcher Beziehungstaten mit Tötungsfolge, wobei mehr als 85 Prozent der Täter Männer waren. Die eifersüchtigen Täter haben in der Regel vollkommen die Kontrolle verloren und steigern sich in einen regelrechten Wahn, der auch Othello-Syndrom genannt wird. Benannt nach Shakespeares leidendem Protagonisten, der seine Ehefrau und danach sich selbst tötete.

Auch wenn Eifersucht in der Lebenspraxis in den meisten Fällen unbegründet ist, bleibt sie eine tückische Begleiterin zwischenmenschlicher Beziehungen. Nur jeder fünfte Deutsche verspürt Umfragen zufolge niemals Eifersucht. Obwohl das eigentlich ungeliebte Gefühl durchaus hilfreich sein kann, um etwas für die Beziehung und den geliebten Partner zu tun. Mann sollte allerdings nicht zulassen, dass die Eifersucht Überhand gewinnt, wie beim armen Othello.

Gegen Eifersucht gibt es keine Medizin und kein Allheilmittel, aber wissenschaftlich fundierte Ratschläge. Zum Beispiel ist es wichtig, sich seine Bedürfnisse und Ansprüche an die Beziehung klar zu machen und nicht aus Angst vor dem Verlassenwerden völlig den Bedürfnissen des Partners anzupassen. Von der Steigerung des Selbstwertgefühls durch die Anbahnung neuer Sozialkontakte, um die Partnerin eifersüchtig zu machen, wird ebenso abgeraten wie von übertriebenem Kontrollwahn. Hilfreich ist es hingegen, auf die Liebes-Signale des Partners zu achten und ihn auch bei wachsender Eifersucht stets zu respektieren.

Gewissheit gewinnen durch die Einschaltung einer Detektei

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Wer seiner Eifersucht trotz aller Bemühungen nicht Herr werden kann, greift oft zum Mittel der Überwachung durch eine professionelle Detektei. Bei den Ordnungsämtern der Bundesrepublik sind über 1.000 Detekteien registriert, von windigen Ein-Mann-Betrieben bis hin zu größeren und sehr seriösen Unternehmen. Während Privatdetektive in den USA häufig Aufgaben übernehmen, die eigentlich der Polizei zustehen, beschäftigen sich deutsche Detekteien eher mit Wirtschaftskriminalität und der eifersuchtsbedingten Personenüberwachung.

Mit Kundschafterdiensten für eifersüchtige oder scheidungsstrittige Ehepaare erwirtschaften Erhebungen zufolge rund zwei Drittel der deutschen Detektive einen Großteil ihres Einkommens. Wobei das Geschäft starken saisonalen Schwankungen unterworfen ist. In der Urlaubs- und Karnevalszeit ist die Nachfrage nach der Überwachung der Ehepartnerin oder des Ehepartners besonders hoch.

Wer einen Privatdetektiv mit der Überwachung des Partners beauftragen will, sollte bei der Auswahl der Detektei darauf achten, dass diese ausgebildetes Personal mit der anerkannten Ausbildung zum geprüften Detektiv (ZAD) bzw. künftig zum ZAD geprüften Privatermittler (IHK) beschäftigen. Auch ein TÜV-Zertifikat nach der weltweit gültigen und international anerkannten Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001:2008 ist ein sicheres Zeichen, einen seriösen Partner gefunden zu haben.