Ehevertrag, ja oder nein? Das sagt die Statistik

Wenn sich zwei Menschen vor dem Traualtar ewige Treue schwören, dann ist das Letzte, woran sie in diesem Moment denken, eine Trennung . Bei der Frage „Ehevertrag – ja oder nein?“ graut es daher den meisten, sehen sie doch einen Widerspruch zwischen juristischen Klauseln und der romantischen Liebe. Statistisch gesehen ist dies jedoch eine unvernünftige Annahme, denn wie aus Studien hinlänglich bekannt, scheitert jede dritte Ehe.

Kommunikation ist alles

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie nach dem gemeinsamen Höhenflug auf Wolke Sieben in ein tiefes Finanzloch fallen, ist demnach nicht zu unterschätzen. Reden Sie daher mit Ihrer Partnerin über einen Ehevertrag, setzen Sie ihn aber nicht auf eigene Faust auf. Das sollten Sie dann doch einem Notar überlassen.

Zugewinngemeinschaft oder Gütertrennung?

In einer gut funktionierenden Partnerschaft wird alles geteilt – auch das Hab und Gut. Da kann es nach langjähriger Ehe auch schon mal vorkommen, dass Mann gar nicht mehr weiß, was ihm und was ihr gehört. Im Falle einer Trennung kann dieses Unwissen zu einem echten Rosenkrieg führen. Ehevertrag, ja oder nein? Das ist daher keine Frage des Geschmacks. Damit Sie nicht jeden Porzellanteller und jedes Möbelstück mit einem Post-it kennzeichnen müssen, ist es sinnvoll, einen Ehevertrag abzuschließen. Darin gilt nämlich automatisch der Güterstand der Zugewinngemeinschaft.

Ehevertrag kann Existenz retten

Darunter ist zu verstehen, dass der ganze materielle Besitz, den Sie mit in die Ehe nehmen, auch nach der Scheidung bei Ihnen bleibt. Der Nachteil für den Besserverdiener: Alle Zugewinne nach der Eheschließung werden zu gleichen Teilen vergeben. Alternativ können Sie sich für die Gütertrennung entscheiden, bei der das erworbene Vermögen auch bei der Person bleibt, die es verdient oder angespart hat. Klingt unromantisch, kann im Ernstfall aber Existenzen retten.